Cyber-Podcast

Cyber-Podcast

Künstliche Intelligenz im Kontext von Kommunikation und Ethik – der Podcast aus dem Cyber Valley in Baden Württemberg. Der Cyber-Podcast ist ein gemeinsames Projekt der Kommunikationsagenturen Storymaker aus Tübingen und DESIGN HOCH DREI aus Stuttgart. Wir sind in Deutschlands Cyber Valley zuhause und wollen dazu beitragen, dass sich Baden-Württemberg und Deutschland als Hightech-Standort weiterentwickelt.

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Maria-Liisa Bruckert ist Gründerin, Unternehmerin und Expertin für digitale Transformation und Change Management, wofür sie unter anderem schon bei der Siemens AG verantwortlich war. Das von ihr gegründete AI-Beauty-Tech-Unternehmen SQIN ist eine Beauty-Plattform, die eine persönliche Beratung zur Hautpflege und passende Produktempfehlungen bietet. Dafür nutzt die App Algorithmen und ML-Technologie, um den User*innen individuelle Produkte vorschlagen zu können. Für Maria-Liisa Bruckert muss Technologie persönlich und emotional sein, damit sie Vertrauen schaffen kann. „Es geht darum, das Produkt zu finden, das am besten zu einem passt.“ „Wir wollen eine skalierbare, personalisierte Lösung, die auf den Endkonsumenten und nicht auf das Marketing abzielt.“ „Vertrauen ist eine wichtige Komponente, um die User aktiv zu halten.“ „Emotionalität wird in den technologischen Fortschritt noch nicht genügend eingebracht.“ Der Cyber-Podcast Künstliche Intelligenz im Kontext von Kommunikation und Ethik – der Podcast aus Baden-Württemberg. Der Cyber-Podcast ist ein gemeinsames Projekt der Kommunikationsagenturen Storymaker aus Tübingen und DESIGN HOCH DREI aus Stuttgart. Wir sind im Süden Deutschlands zuhause und wollen dazu beitragen, dass sich Deutschland als Hightech-Standort weiterentwickelt.

Nov 11

22 min

Klaus Treichel ist passionierter Kommunikator und überzeugt von der nachhaltigen, weil integrativen Kraft von Unternehmenskommunikation. Nach über 20 Jahren hat er ABB verlassen, für das er in Deutschland, Europa und global kommunizierte. In mehreren Veröffentlichungen und Diskussionen hat er deutlich gemacht, dass Analytics nur ein Aspekt zeitgemäßer Kommunikation ist – und nicht die Königsdisziplin. Im Gespräch mit Storymaker-Gründerin Heidrun Haug spricht Klaus Treichel über die Umbrüche in der Branche, was Themen- und Datenkompetenz bedeuten und welche Relevanz Kommunikation im Unternehmen spielen kann – und muss. Und warum Kommunikation ein Beruf mit Zukunft ist. „Die Digitalisierung ist eine Querschnittstechnologie. Nachhaltigkeit ist ein Querschnittsthema. Aufgabe der Kommunikation ist es beides zu integrieren.“ „Kommunikationsverantwortliche gehören in das Führungsteam.“ „Ein Unternehmen besteht nicht nur aus einer Story, sondern aus vielen kleinen, die wie ein Mosaik zusammenpassen müssen, um am Ende das große Bild zu ergeben.“

Oct 28

32 min 27 sec

„… denn auch diese Kommunikation ist häufig von Interessen geleitet und es ist wichtig, sich mit diesen auseinanderzusetzen“, sagt Olaf Kramer, Professor für Rhetorik und Wissenschaftskommunikation an der Universität Tübingen. Im Oktober hat dort das interdisziplinäre Center for Rhetorical Science Communication Research on Artificial Intelligence (RHET AI) unter Kramers Leitung seine Arbeit aufgenommen. Gemeinsam mit dem Institut für Medienwissenschaft, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Cyber Valley und Wissenschaft im Dialog (WiD) beschäftigt sich die Tübinger Rhetorik mit der Wissenschaftskommunikation rund um KI. Was ist gute Kommunikation und wie wird sie von KI beeinflusst? Darum geht es in dieser Folge von Dr. Matthias Ernst. Der öffentliche Diskurs über künstliche Intelligenz birgt besondere Herausforderungen, da hier dystopische Angstszenarien auf utopische Technikbegeisterung treffen. Eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Aushandlungsprozess, was wir uns von KI erhoffen und was sie darf, spielt dabei auch die Wissenschaft selbst. Deshalb sprechen wir mit Olaf Kramer darüber, was gute Wissenschaftskommunikation ausmacht und welche Kompetenzen Forscher*innen dafür brauchen. „Bei menschlichen Entscheidungen ist die Fehlertoleranz höher als bei einem computergestützten System.“ „Kreative künstliche Intelligenz fordert uns in unserem Selbstverständnis als Menschen heraus.“ „Öffentliche Meinung bildet sich vor allem in den sozialen Medien – und die werden oft von KI beeinflusst.“

Oct 7

33 min 40 sec

TechReview-Redakteur Wolfgang Stieler beobachtet und berichtet seit über zwei Jahrzehnten über neue technische Entwicklungen. Mit großen Sprachmodellen wie GPT-3 ist bald eine künstliche Intelligenz verfügbar, die selbst den Technologieoptimisten aus dem Heise-Verlag besorgt aufhorchen lässt. „Je besser ein Sprachmodell die Welt versteht, desto besser kann man damit auch gezielten Missbrauch betreiben“, sagt der Redakteur des renommierten MIT-Magazins im Interview. Wir sprechen mit ihm über die Gefahren von automatisch generierten Texten, die das Potenzial haben, politische Meinung zu beeinflussen und den Journalismus grundlegend zu verändern. Außerdem erklärt Stieler, warum es nichts nützt, solche Technologien unter Verschluss zu halten oder sich auf die automatisierte Erkennung und Bewertung von KI-generierten Inhalten zu verlassen. „Es ist keine Frage ob, sondern wann solche Sprachmodelle im großen Maßstab zur Verfügung stehen.“ „GPT-3 ist eine Technologie, die sich leicht missbrauchen lässt.“ „Wir brauchen einen gesellschaftlichen Rahmen und Regulierungen. Daran arbeitet die EU – die Frage ist nur, ob sie schnell genug ist.“ „Letztendlich ist es kein rein technisches, sondern ein gesellschaftliches Problem.“

Sep 30

31 min 6 sec

Robin Auer ist Lead User Researcher und Designer bei IBM und setzt sich mit nutzerzentrierten Lösungen von komplexen, digitalen Anwendungen auseinander. Er gibt uns einen Einblick, wie KI-Anwendungen in Unternehmen kontrolliert werden und welche Branchen bereits von Regularien betroffen sind. Welche Rollen spielen die Themen Design und Interdisziplinarität dabei? Und wie treibt er digitale Themen in seiner Arbeit als Vorstand für den Deutschen Designer Club (DDC) voran? „Die Politik wird in Zukunft darauf achten, wie man KI-Systeme regulieren muss.“ „Bei künstlicher Intelligenz reden wir viel zu oft von Dingen, die noch weit in der Zukunft liegen.“ „Interdisziplinarität wird für uns Gestalter*innen immer relevanter, damit wir sinnstiftend arbeiten und ein Treiber der Zukunft sein können.“

Sep 16

35 min 31 sec

Carsten Kraus ist KI- und Data-Science-Experte, sowie mehrfacher Unternehmensgründer. Unterhaltsam und stichhaltig analysiert er, was die Qualität von Daten ausmacht und von welchen Faktoren sie abhängt: Sollte man so viele Informationen wie möglich sammeln, um einen Vorrat anzuhäufen? Oder doch lieber gezielt selektieren? Was tun, wenn die bestehenden Daten qualitativ schlecht sind? Mit Carsten Kraus, ein viel gefragter Redner, spricht Inka Hause, Technologie-begeisterte Kommunikationsmanagerin bei Storymaker über Datenbewusstsein, Datenqualität, Datenmüll und bringt auch deutlich seine Ansicht zum Datenverständnis in der EU zum Ausdruck. Sein Unternehmen Omikron Data Solutions bietet Unternehmen patentierte Lösungen zur Bereinigung und Aufbereitung von Kunden- und Produktdaten, die auch mit sehr großen Datenmengen und internationalen Sprachen und Schriften verarbeiten kann. Im Interview verrät er auch, wie KI nicht nur bei der Datenbereinigung, sondern auch bereits bei der Erfassung unterstützen kann, und ab wann sich der Aufwand lohnt. „Das Wichtigste ist, ein Datenbewusstsein bei den Mitarbeiter*innen zu schaffen.“ „Die EU hat bei der DSGVO einen grundlegenden Fehler in der Konzeption begangen: Die Opt-in-Regelung nützt vor allem denen, die man bekämpfen wollte.“ „Die meisten Firmen machen nichts, weil sie sich nicht ausreichend informiert haben, was sie mit welchen Daten machen dürfen.“

Aug 18

27 min 34 sec

2019 gründeten das Weltethos-Institut und Storymaker die Initiative ‚Responsible Communication‘ für mehr Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit und Ethos in der Unternehmenskommunikation. Anna Tomfeah, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Weltethos-Institut, und Heidrun Haug, Gründerin und Geschäftsführerin von Storymaker, haben das Projekt initiiert und schnell Mitstreiter*innen gefunden. Unter ihrer Herausgeberschaft erschien jüngst das Handbuch ‚Glaubwürdige Unternehmenskommunikation‘ im Springer Gabler Verlag. Das Gemeinschaftsprojekt mit Agenturen und Expert*innen aus Baden-Württemberg will nicht nur Glaubwürdigkeit in den Fokus rücken, sondern mit Workshops praktische Impulse und Orientierung für Kommunikator*innen geben. Mit Matthias Ernst sprechen die beiden im Cyber-Podcast über ihre Motivation und die Herausforderungen in der Kommunikationsbranche, die den Anstoß zum Projekt gaben. Außerdem geht es darum, wie das Handbuch dazu beiträgt, Responsible Communication greifbar und rentabel zu machen. „Das heutige Image ist die abgeflachte, hippe Version des Ethos.“ – Anna Tomfeah „Wie gehen wir sparsam, sorgfältig und vor allem bewusst mit dem Thema Datenflut und Content-Generierung um? Roboterjournalismus kann nicht das Ziel sein.“ – Heidrun Haug „Ziel des Projektes ist, in der Tradition von Hans Küng, nicht nur die Missstände anzumahnen, sondern auch etwas Konstruktives und Positives in die Welt zu bringen. Wir wollen praktische Impulse geben.“ – Anna Tomfeah „Wir wollen Tübingen zu einem Zentrum für ethische, werteorientierte Kommunikation machen.“ – Heidrun Haug

Aug 5

38 min 28 sec

Karel Golta ist Innovator, Designer und Unternehmer. Er führt drei hoch spezialisierte Innovationsunternehmen mit dem Fokus auf nachhaltiger Innovationsentwicklung, KI und IoT Projekten. Für ihn ist es essentiell, dass sich Innovationen und Wirtschaft drastisch verändern müssen, wenn man das Ökosystem noch retten will. Welchen Beitrag können KI und technologische Innovationen dazu leisten? Wie müssen Innovationen gestaltet sein und wo muss das Design eine entscheidende Rolle einnehmen, um Nachhaltigkeit zu fördern? „Heutige Innovationen dürfen eine weitere Aushöhlung der Erdressourcen nicht weiter unterstützen.“ „Staatliche Institutionen sind die besten Förderer von Innovationen. Sie sind gefragt Förderungen zu schaffen, die sich ausschließlich der Nachhaltigkeit versprechen.“ „Wir sind im Krieg mit unseren Altlasten der letzten 200 Jahre.“ „Nur mittels KI kommen wir zu den nötigen Lösungen für eine radikale Veränderung in dem Zeithorizont, den wir brauchen.“

Jul 29

34 min 48 sec

Für Prof. Volker Markus Banholzer verlagert sich der Wettbewerb vom Produkt- in den Kommunikationsbereich. „Unternehmenskommunikation leistet einen zentralen Beitrag zur Wertschöpfung und Wertsicherung eines Unternehmens“, sagt der Professor und Studiengangsleiter für Technikjournalismus und -PR an der Hochschule Nürnberg. Künstliche Intelligenz sieht der frühere Journalist und Pressesprecher als Treiber und Beschleuniger der Veränderung in der Unternehmenskommunikation 4.0. Die zentrale Kompetenz muss in der kontextuellen Intelligenz und strategischen Rolle liegen. Unternehmenskommunikation 4.0 muss das „unknappe Gut Information“ verarbeiten, Kommunikationssignale aus unterschiedlichsten Kanälen aufnehmen und daraus wertsteigernde Empfehlungen für das Unternehmen ableiten. Das schaffen Kommunikator*innen seiner Meinung nach nur mithilfe von KI-Anwendungen. „Die Journalist*innen sehen KI-Lösungen als eine Kränkung ihrer Kreativität. Die Unternehmenskommunikator*innen sehen darin eine Chance, Routineaufgaben abzugeben.“ „Globalisierung, Digitalisierung, Beschleunigung… Die hyperkompetitive Umwelt erfordert von der Unternehmenskommunikation, sich mit KI-Tools auszustatten, um das alles bewältigen zu können.“ „Agenturen müssen für ihre Kunden die Kommunikationsströme und marktspezifischen Bedingungen einschätzen, um daraus zielgerichtete Konzepte zu entwickeln.“

Jul 15

29 min 13 sec

In dieser Folge gibt uns Yannick Hofmann vom ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe einen Einblick, wie man KI am ZKM erleben kann und welche Technologien selbst am ZKM eingesetzt werden. Der Medienkünstler und Kurator beschäftigt sich mit den Themen Klangkunst, Musik und interaktive Installationen, bei denen die Technologie immer eine wesentliche Rolle spielt. Seit 2017 ist er auch für das Hertz-Labor am ZKM mitverantwortlich, eine transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsplattform an der Schnittstelle der medialen Künste, Wissenschaft und Gesellschaft. „Wir stellen uns die Frage, wie wir KI nutzen können, um das Museumserlebnis inklusiver und zugänglicher zu gestalten und wie wir mithilfe von Technologie Positives bewirken können.“ „Das Erlebnis von KI wird in Zukunft am ZKM noch stärker im Fokus stehen. Wir wollen, dass die Besucher*innen nachvollziehen können, was im Bereich Technologie und Wissenschaft passiert, damit sie in der Lage sind mitzudiskutieren.“ „Damit künstliche Intelligenz eine faire Angelegenheit wird, ist die Partizipation von so vielen Leuten wie möglich von Nöten.“

Jul 1

30 min 51 sec

Thomas Mickeleit, langjähriger Kommunikationsleiter, und Dr. Ute Hillmer, versierter Innovationscoach, im Gespräch mit Storymaker-Gründerin Heidrun Haug über den digitalen Nachholbedarf in der Kommunikationsbranche. Vor zehn Jahren fiel erstmals der Begriff „Industrie 4.0“; auf den sozialen Medien sind inzwischen die meisten Unternehmen unterwegs. Doch bedeutet dies auch, dass das Denken und Arbeiten von Kommunikator*innen mit dem digitalen Wandel Schritt gehalten hat? Umfragen sagen das Gegenteil. Gemeinsam gehen die Gesprächspartner auf die Suche nach Ursachen und Barrieren, warum sich Unternehmenskommunikation mit Innovationen schwer tut und nach Wegen, wie sie an Kompetenz und Relevanz gewinnt. „Lernt vom Marketing! …. Die Stakeholder-Journey ist in der Kommunikation noch nicht verankert.“ (Thomas Mickeleit) „Datenkultur muss Eingang finden, wenn Kommunikator*innen auf Augenhöhe mit Entscheider*innen agieren wollen.“ (Ute Hillmer) „Die eigentliche Herausforderung ist die kommunikative Begleitung des Change – proaktiv und lustvoll.“ (Thomas Mickeleit) „Veränderung muss mitgetragen werden. Dafür braucht es Verständnis für das Neue und Projekte, in denen man lernt, in kleinen Schritten voranzugehen.“ (Ute Hillmer)

Jun 24

32 min 26 sec

Wie können wir mit Daten und Informationen richtig umgehen? Welche Fähigkeiten brauchen wir dafür? Mit Katharina Schüller, Gründerin des Unternehmens „Stat-up“ und Statistik-Expertin, sprechen wir über Datenkompetenz und die App Stadt-Land-Datenfluss, die sie mit entwickelt hat. Eine App, die das Thema Data Literacy spielerisch und einfach vermittelt. Stadt-Land-Datenfluss wurde von der VHS, dem iRightsLab, dem KI-Campus und Stat-up entwickelt und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Datenstrategie der Bundesregierung veröffentlicht. „Datenkompetenz befasst sich mit den Fähigkeiten, die wir brauchen, damit aus Daten bessere Entscheidungen getroffen werden können.“ „Vielen ist gar nicht bewusst, welche enorme Rolle Daten und datengestützte Entscheidungen heute schon spielen.“ „Wir müssen das Verantwortungsbewusstsein für den Umgang mit Daten und Digitalisierung stärken, denn sonst ist die gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von uns allen langfristig gefährdet.“ „Data Literacy gehört in die Lehrpläne der allgemeinbildenden Schulen, aber auch in die Erwachsenenbildung.“

Jun 17

27 min 21 sec

Der Jurist und Datenschutzexperte Dr. Tilman Dralle hat sich intensiv mit der geplanten Regulierung für KI-Anwendungen in Europa beschäftigt. Der im April dieses Jahres angekündigte „weltweit erste Rechtsrahmen“ für Künstliche Intelligenz teilt KI-Anwendungen in diverse Risikogruppen ein, reguliert diejenigen mit „hohem Risiko“ und verbietet solche mit „inakzeptablen Risiken“. Das Vorhaben stößt bei manchen Medien- und Wirtschaftsvertreter*innen auf Bedenken: Wird diese gesetzliche Regulierung von KI zum Wettbewerbsnachteil für europäische Unternehmen? Der Senior Data Governance, Compliance und Privacy Manager bei IONOS, Europas größtem Hosting-Anbieter erläutert, welche Folgen das Vorhaben für europäische, aber auch internationale Unternehmen hat und warum es Europa zum Vorreiter machen kann. „Dieser Ansatz, über harmonisierte Normen und Standards zu gehen, hat auf europäischer Ebene schon lange Tradition in der Produktregulierung. Der Vorteil ist, dass die Wirtschaft Einfluss nehmen kann auf die Erarbeitung der Normen, sich einbringen und versuchen kann, aus ihrer Sicht praxisnahe und sinnvolle Normen zu bauen.“ „Aus meiner Sicht haben wir einen möglichen Wettbewerbsvorteil, weil so ein Regel-Set für KI-Produkte zu Vertrauen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern führen soll, wodurch es möglicherweise eine höhere Akzeptanz und einen höheren Absatz von KI-Produkten gibt.“ „Das Thema wird international kommen, es gibt jetzt schon Pläne des Europarats, eine völkerrechtlich bindende Konvention auszuarbeiten, der dann weltweit Staaten beitreten könnten.“

Jun 10

30 min 50 sec

Patrick Klügel, erster Public Engagement Manager in einem deutschen Wissenschaftsbetrieb, und Valérie Callaghan, Pressesprecherin des Max-Planck-Instituts und Cyber Valleys, gehen neue Wege in der Kommunikation. Im Cyber Valley, Europas größtem Forschungszusammenschluss im Bereich KI, treffen Partner aus Wissenschaft und Industrie zusammen, aber auch auf die „lebendige Tübinger Bürgerschaft“. In einem Tübinger Gespräch mit Heidrun Haug, Gründerin der Agentur Storymaker, und Dr. Matthias Ernst, Autor für Technologiethemen bei Storymaker, geht es um neue Dialogformate, die den Austausch zwischen Gesellschaft und Forschenden auf dem Gebiet der KI beleben sollen. Was können Unternehmenskommunikator*innen daraus lernen? Wie komplexe Sachverhalte vermitteln? Wie zur Meinungsbildung beitragen und mit Kontroversen und diskursiver Spaltung umgehen? „Den Forschenden ist ihre Verantwortung bewusst. Es herrscht ein großes Interesse, zur gesellschaftlichen Debatte beizutragen.“ (Valérie Callaghan) „Public Engagement Manager müssen keine Geschichte erzählen, sondern dafür sorgen, dass gemeinsam mit dem Publikum eine Geschichte geschrieben werden kann.“ (Patrick Klügel) „Kommunikator*innen stehen vor einem großen Wandel. Zunehmend wichtiger ist es, Expert*innen zu befähigen, über komplexe Themen verständlich und offen zu sprechen.“ (Heidrun Haug)

May 27

35 min 5 sec

Talkwalker, eine der führenden Plattformen für Conversational Intelligence, weiß: Wer spricht über meine Marke? In welchen Kanälen finden die Gespräche statt? Welche Tonalität herrscht dort? Wie stehe ich im Vergleich zum Wettbewerb da? Unternehmen müssen heute in der Lage sein, eine 360-Grad-Sicht auf ihre Marke zu haben, sagt Martin Alamri, Managing Director DACH bei Talkwalker. Um Trends aber auch Krisen frühzeitig zu erkennen, müssen Unternehmen in der Lage sein, alle Gespräche rund um das Unternehmen und darüber hinaus zu analysieren. Künstliche Intelligenz kann Unmengen an Daten in Echtzeit analysieren. So auch die AI Engine von Talkwalker, die neben Sentiment-Analyse und Bilderkennung jüngst auch eine eigene Speech-to-text-Technologie entwickelt hat. Inka Hause spricht mit Martin Alamri über Trends und warum nur wenige B2B-Unternehmen Social Listening betreiben und wie diese von Monitoring-Plattformen profitieren können – nicht nur bezüglich der Wirkung von PR. „Reputations- und Krisenmanagement ist für moderne B2B-Unternehmen unverzichtbar.“ „Viele B2B-Unternehmen denken fälschlicherweise, dass die Stimmen der Kund*innen nur für B2C-Firmen relevant sind.“ „Durch die Speech-to-Text-Technologien wird jedes gesprochene Wort erfassbar.“

May 20

32 min 29 sec

Johannes Theodoridis, Doktorand an der Uni Tübingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule der Medien, beschäftigt sich mit der Frage, wie sich aktuelle AI-Technologien wie Deeplearning im kreativen Design und Bildbearbeitungskontext integrieren lassen. Basierend auf Erkenntnissen der Human Computer Interaction und Computational Creativity Forschung entwickelt er Methoden, bestehende Algorithmen für den Enduser benutzbar zu machen. Welche Tools sind für Designer*innen interessant? Welche Möglichkeiten bieten sie im täglichen Arbeiten und wo gibt es auch Nachteile? „Die bisherigen KI-Tools sind noch nicht perfekt, aber bieten in kreativen Phasen zahlreiche Möglichkeiten sehr schnell verschiedene Dinge auszuprobieren.“ „KI-Tools werden in Zukunft, wenn auch etwas unmerklich, in bestehende Programme integriert werden.“ „Die Forschung ist auf das Feedback von Kreativen angewiesen, die die KI-Tools benutzen.“

May 13

31 min 23 sec

Philipp Reichenbach leitet die Wissenskommunikation für Smart-City Projekte wie die der Gesamtinitiative regioKArgo oder dem efeuCampus Bruchsal. Projekte, bei denen Güter automatisiert und nachhaltig auf der letzten und vorletzten Meile verteilt werden. Wir sprechen mit ihm über interdisziplinäres Arbeiten und wie die Kommunikation innerhalb großer KI-Projekte gelingt. Wie muss der gesellschaftliche Diskurs nach außen vorangetrieben werden und welche Rolle spielt dabei eine sozial-kulturelle Perspektive? „KI-Projekte leben von Interdisziplinarität.“ „Der Mensch reagiert sehr unterschiedlich auf Technologien. Digitalisierungs-Projekte profitieren daher von einer sozial-kulturellen Perspektive.“ „Wir müssen die Menschen in große Technologie-Projekte von vornerein mit einbeziehen, sie informieren und involvieren."

May 6

33 min

Dr. Ute Hillmer, Wirtschaftsingenieurin, Innovationsmanagerin und Führungscoach, spricht von „einer Autobahn der Innovation: Alles in eine Richtung, alles recht nah an dem, was wir schon kennen.“ Keine Not zwinge uns, wirklich kreativ zu werden und neue Geschäftsmodelle zu erfinden. „Uns geht es zu gut.“ Seit 2009 ist Ute Hillmer selbstständig mit ihrem Unternehmen Better Reality Ventures und berät Unternehmen und Verbände auf der ganzen Welt in Innovationsfragen. Ihre Devise: Beim Menschen ansetzen. Wie dadurch optimale Prozesse entstehen können und wie KI dabei helfen kann, verrät sie uns im Interview. Zusammen mit dem Cyber-Podcast bietet sie in Kürze einen ausgebuchten Pilot-Workshop „Startpunkt:KI“ für Kommunikationsexpert*innen an. Gemeinsam erkunden wir, wie KI dem Menschen in der Marketingkommunikation helfen kann. „Wir müssen die Prozesse von den Menschen her denken, nicht von der Technik aus.“ „Die Gesellschaft muss sich als Ganzes mit KI beschäftigen – nicht nur ein paar schlaue Professor*innen.“ „Wenn wir uns ein bisschen mit KI beschäftigen, verstehen wir, wo die wirklichen Gefahren liegen, und wo die Fantasie wunderbare Filme macht und gutes Geld einspielt.“

Apr 29

27 min 26 sec

Mit Dr. Andreas Stiegler von der Agentur Strichpunkt sprechen wir über den Job des Creative Technologists und die Verbindung zwischen Technologie- und Designkompetenz. Wie kann man KI-Tools erfolgreich auf Agentur- und auf Kundenseite integrieren? Was braucht es an technischem Know-how? Welche Herausforderungen gibt es dabei? Dr. Andreas Stiegler gibt uns außerdem spannende Einblicke in die Entwicklung des DHL Layout-Creator. Ein KI-Tool, mit dem DHL-Mitarbeiter eigene Medien generieren können. „Agenturen benötigen eine tiefere Verankerung von Technologie in ihre Prozesse, nur so kann man glaubwürdig an der Zukunft arbeiten.“ „Digitale Touchpoints sind die zentralen Touchpoints.“ „Generative Ansätze bieten für Marken ein großes Potential, um Probleme lösen zu können.“

Apr 22

40 min 28 sec

Ansgar Zerfaß ist Kommunikationswissenschaftler von internationalem Ruf und Universitätsprofessor am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Laut Google Scholar ist er weltweit der am häufigsten zitierte Forscher zu den Themen Strategic Communication, Corporate Communication und Communication Management. Neben seinen Lehrtätigkeiten in Leipzig und Oslo ist er Herausgeber des „International Journal of Strategic Communication“ und Leiter verschiedener internationaler Studien, darunter der „European Communication Monitor“ und der „Communications Trend Radar“. Im Cyber-Podcast spricht der unermüdliche Mahner für mehr Relevanz, Qualität und Glaubwürdigkeit der Unternehmenskommunikation über die in seinen Augen noch immer junge Profession und deren Reflexionsvermögen. Zerfaß beleuchtet technologische Entwicklungen, ihre Potenziale und ethischen Grauzonen. Und rät den Kommunikator*innen: Nicht nur sprechen, mehr Zuhören! „Kommunikator*innen sind nicht das soziale Gewissen von Unternehmen.“ „Kommunikation ist immer zweitseitig – heute geht es um den Dialog.“ „Wer sein knappes Geld in falsche Pilotprojekte investiert, wird sehr viel schneller im Kommunikationswettbewerb abgehängt werden.“

Apr 15

36 min 29 sec

Dem Narrativ der deutschen Spitzenforschung stimmt Philipp Hartmann, KI-Strategieleiter der Initiative appliedAI des Münchner Gründungszentrums UnternehmerTUM, nicht ohne Weiteres zu. Gute Grundlagenforschung reicht für ihn nicht aus. „Im KI-Umfeld verschwimmen Forschung und Anwendung sehr stark“, sagt er und betont, dass das Enterprise-Umfeld anders sei als das Labor. Erst im März hat appliedAI die vierte jährliche German AI Startup Landscape veröffentlicht. Der Report beleuchtet 278 deutsche KI-Start-ups. Die Hype-Welle von 2018 ist zwar vorbei, aber das sieht Hartmann nicht negativ. Für ihn trennt sich nun die Spreu vom Weizen, Qualität siegt über Quantität. Im Interview spricht er mit uns über vielversprechende Start-ups aus Deutschland, den internationalen Wettbewerbsdruck und warum der deutsche Mittelstand KI wirklich wollen muss. „Deutschland muss KI wollen. Im Sinne von Notwendigkeit verstehen und Ressourcen bereitstellen.“ „Die Hidden Champions müssen begreifen, dass sie von Start-ups profitieren können.“ „Wenn ich ein Wettrennen fahre, ist nicht die Frage, wie schnell ich bin, sondern wie schnell ich im Vergleich zu den anderen fahre. Deutschland muss aufpassen, dass es sich international nicht abhängen lässt.“

Apr 8

32 min 38 sec

Mit Prof. Dr. Petra Grimm, Leiterin des Ethik-Instituts an der Hochschule der Medien in Stuttgart, sprechen wir über digitale Ethik und verantwortungsvolle Kommunikation. Die Prinzipien der digitalen Ethik spielen eine immer größere Rolle, auch für Unternehmen. Wie können diese Prinzipien, gerade bei der Technologie-Entwicklung integriert werden? Was passiert, wenn sie nicht bedacht werden? Und welchen Anteil muss die Designbranche leisten? „Design wird in der Ethik noch zu wenig beachtet, dabei ist Design das Bindeglied zwischen den digitalen Systemen und den Nutzenden.“ „Die Designbranche müsste sich ethische Prinzipien und Leitlinien geben.“ „Mit der Nutzung von KI verändert sich nicht nur der Bereich der Technologie, sondern auch gesellschaftliche Prozesse.“

Apr 1

41 min 39 sec

Im Sekundentakt werden wir von Informationen überschwemmt: „Noch nie in der Menschheitsgeschichte haben wir so viel Zeit in und mit Medien verbracht“, sagt Dr. Michael Blume. Wir befinden uns nicht nur in einer Pandemie, sondern auch in einer medialen „Infodemie“. Der Religions- und Politikwissenschaftler sieht Risiken, wenn jeder Mensch nicht nur Empfänger, sondern auch Sender werden kann. Gleichzeitig aber auch tolle Chancen für die Demokratie. Im Cyber-Podcast sprechen wir mit dem Antisemitismus-Beauftragten von Baden-Württemberg über die jahrhundertealte Gestaltungskraft der Medien(technik), Verschwörungsdynamiken sowie die Demokratisierung durch neue Medien. Diese Folge ist in Zusammenarbeit mit dem Weltethos Institut Tübingen entstanden. Das Weltethos Institut setzt sich mit dem Thema Führung + Vertrauen in Zeiten von Corona auseinander. „Vertrauen wird personalisiert. Die Medienmarken verlieren an Bedeutung, während die Personen an Bedeutung gewinnen.“ „Wir erleben eine Medienrevolution im Zeitraffer. Aber die Unternehmen, die daran Milliarden verdienen, drücken sich vor ihrer Verantwortung.“ „Die digitale Welt wird sich nicht an deutschen Gesetzen orientieren. Telegram lässt sich von unseren Medienaufsichtsbehörden gar nichts sagen.“

Mar 25

31 min 18 sec

Wie kann KI nachhaltig genutzt werden und in welchen Branchen werden algorithmische Innovationen bereits erfolgreich eingesetzt? Mit Melenie Hecker und Ingo Rollwagen vom AI Design Competence Collective sprechen wir über KI im Bereich der Nachhaltigkeit und wie KI-Projekte erfolgreich gelingen können. Außerdem diskutieren wir darüber, welche Rolle die Designer*innen einnehmen sollten und welche Skill-Sets in Zukunft notwendig sein werden. Mehr über das AI Design Competence Collective erfahrt ihr hier: www.ai-design-competence.eu/ „Wir sind dazu aufgefordert, Produkte zu entwickeln, die langfristig und zirkulär genutzt werden.“ „Gerade im Bereich Online-Retail werden Algorithmen verwendet, um den Überkonsum zu fördern. Deshalb ist es wichtig, ein neues Skill-Set anzuwenden, um Algorithmen nachhaltiger nutzen zu können.“ „Nachhaltige algorithmische Innovationen sind Lösungswege, um unser eigenes Handeln zu optimieren.“

Mar 19

1 hr 8 min

Wie funktioniert eigentlich ein Chatbot? Und was ist ein Knowledge Graph will Inka Hause, Account Manager für IT bei Storymaker wissen und diskutiert mit Marc Isop über die Anwendungsmöglichkeiten der Sprachassistenten. Marc ist bei dem Innsbrucker Spin-Off Onlim für Vertrieb und Marketing verantwortlich. Nicht nur als Vertriebsassistent, sondern auch für Marketing und Kommunikation kann ein Chatbot hilfreiche Dienste bringen – etwa als Navigationsinstrument. „Die Zukunft liegt in der Stimme. Die sprachliche Auffindbarkeit wird wichtig werden.“ „Auch der Chatbot muss zur Marke passen.“ „Unternehmen sitzen auf einem Datenschatz, der in Silos verkümmert.“

Mar 11

22 min 43 sec

Zehn Hochschulen, 100 KI-Unternehmen und Europas größtes regionales Hightech-Netzwerk mit 1.200 Unternehmen. Karlsruhe zählt mit 315.000 Einwohnern nicht zu den Mega-Cities. Aber die badische Stadt an der Grenze zu Frankreich ist Weltmeister in der Vernetzung. Und Heimat der ersten deutschen Informatik-Fakultät und des Instituts für Technikfolgenabschätzung. Was aus diesen frühen Erfolgen in der Digitalisierung geworden ist, darüber erzählt Gennadi Schermann. Er hat in Karlsruhe studiert und leitet das Digitale Innovationszentrum sowie die Abteilung Innovation and Digital Ecosystems beim CyberForum. „Im globalen AI-Wettbewerb sind wir klein. Deshalb müssen wir uns vernetzen.“ „Auch bei Ethik haben wir Kompetenz vor Ort und denken sie immer mit.“ „Im KI-Marketing sind wir in Deutschland nicht so gut.“

Mar 4

28 min 46 sec

… über den Vorteil von Podcasten, über KI im Mittelstand, über Clubhouse, über die Kommunikationsprobleme der Kommunikator*innen, über die Unwissenheit und Ignoranz in der Agenturszene – und natürlich über den Erfolg des KI-Podcast, den er seit dem 31. Januar 2019 mit dem KI-Experten Peter Seeberg macht. Robert kennen wir aus der Zeit, als er Fachjournalist war – bei Logistik heute, MM Maschinenmarkt, zuletzt als Chefredakteur bei Elektrotechnik. Auch über die Unterschiede zwischen Fachjournalismus und Podcast-Produzent spricht unser Interviewer und Tech-Autor bei Storymaker, Dr. Matthias Ernst, mit ihm. „Generalisten sind am Ende. Heute braucht man Nischenthemen und Communities mit Relevanz.“ „Alle wollen sich positionieren. Aber viele haben null Ahnung von dem, was sie tun.“ „Ich mag Podcasten, weil es mehr Nähe hat und weniger Eingriffe: Gesagt ist gesagt.“

Feb 18

28 min 43 sec

Wie können Designer*innen KI in ihrer Tätigkeit sinnvoll einbinden? Welche Tools gibt es? Lohnt es sich, eigene Tools zu produzieren? Mit Sebastian Löwe, Professor für Design Management, und Marc Engenhart, Diplomdesigner, sprechen wir über die konkrete Anwendung von KI im Designkontext. Beide beschäftigen sich schon lange mit Machine Learning und haben 2020 ihre eigene Konferenz „Designing with Artificial Intelligence“ (DAI) ins Leben gerufen, um die Designdisziplin im KI-Bereich zu stärken. „Die Machine Learning Welt ist etwas, mit der Designer*innen spielerisch umgehen können, um zu Ergebnissen zu kommen, die fast nicht zu vermuten sind.“ „Designer*innen müssen sich damit auseinandersetzen, dass sich ihr Handwerkszeug mit der Automatisierung und Machine Learning Systemen erweitert.“ „Es ist erstaunlich, wie ein Designprozess mit ML-Systemen an Power gewinnt." „Wenn Daten relevant oder authentisch sind, lohnt es sich über eine Automatisierung nachzudenken, um einen großen Effekt in einem Kommunikationsprojekt zu erreichen."

Feb 11

1 hr 17 min

Mit fast 40 Jahren Berufserfahrung in Radio, Print und TV blickt unser Gast auf den Journalismus – und was dort in Zeiten des Algorithmus schiefläuft. Peter Welchering schreibt für ARD und ZDF über Technologie und spricht im Deutschlandfunk über „Computer und Kommunikation“, eine der wenigen Technologiesendungen in der Rundfunklandschaft. Zudem unterrichtet Welchering, der lange im Deutschen Journalistenverband eine warnende Stimme war, den Nachwuchs, zum Beispiel in digitaler Recherche. Er hält sich mit Kritik an der eigenen Branche nicht zurück und legt den Finger treffsicher in die Wunde. „Bei Algorithmen wird nicht mehr hinterfragt, was im journalistischen Produktionsprozess dringend hinterfragt werden müsste.“ „Der Mainstream behandelt fast keine schwierigen Themen mehr. Gesellschaftliche Probleme können wir aber nur lösen, wenn sie im breiten Kontext diskutiert werden.“ „Wir haben die Aufsicht über die Meinungsfreiheit den großen Internetkonzernen zwar nicht übertragen, aber passiv überlassen. Das ist schlimm genug!“

Feb 4

40 min 11 sec

In dieser Folge sprechen wir mit dem Diplom-Designer Aeneas Stankowski. Er ist Mitarbeiter am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) und kennt durch seine Studienlaufbahn die Welt des Designs und die des Ingenieurs. Er hat sich frühzeitig mit Machine Learning und KI auseinandergesetzt und findet selbst, dass Design eine größere Rolle in der Technologieentwicklung einnehmen muss. Für ihn ist Design die verbindende Disziplin zwischen Mensch und Technologie. Wir sprechen mit ihm über die Herausforderung sich als Designer in Deutschland und in der KI-Branche durchzusetzen. Wie schafft man es, als Designer überhaupt in diese Branche? Inwieweit muss sich der Bildungsansatz im Design verändern? Und wie schwierig ist es, die Rolle des entwerfenden und des vermittelnden Designers zu vereinen? „Der Designbegriff in Deutschland wird erstmal nicht mit angewandten KI-Projekten in Verbindung gebracht, deshalb muss in der Kundenakquise viel Vermittlung geleistet werden, was modernes Produkt- und Industriedesign eigentlich leisten kann.“ „Design kann die Lücke zwischen extremer Vereinfachung und dem sehr komplexen Entwicklungsalltag schließen, dadurch das Designer*innen technisch geschult sind, aber den Blick fürs große Ganze haben.“ „Die Rolle von Technologie im Designstudium wird noch zu unbewusst bearbeitet. Es wurde bisher versäumt eine Technologiegrundlagen-Ausbildung im Design zu integrieren."

Jan 29

38 min 55 sec

Seit Jahrzehnten ist er eine Stimme aus der Wissenschaft, die gehört wird: Franz Josef Radermacher. Nicht nur in der Informatik-Gemeinde hoch geschätzt, auch als Mitglied im Club of Rome und Vizepräsident im ökosozialen Forum Europas und Sprecher auf vielen Leadership-Veranstaltungen. Im Interview spricht er über Emotionen und Vertrauen in der Kommunikation und die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine. Seit vielen Jahren forscht er zu den Themen Intelligenz, Bewusstsein und Superorganismen. Für ihn ist der „Mensch eine Kombination aus Panther und Rechner“. Warum und was das bedeutet? Zuhören lohnt sich. „Dass Technik immer besser wird und Aufgaben übernimmt, ist nichts Neues, sondern etwas Graduelles.“ „Alles was berechenbar ist, kann man über neuronale Netze abbilden.“ „Wenn wir mit Alexa sprechen, geht es im Grunde um Nichts.“ „Ich habe lieber eine Maschine, die mir glaubwürdig Gefühle vorspielt.“

Jan 26

31 min 13 sec

„Die Aufgabe des Designers ist es, dafür zu sorgen, dass das, was entwickelt wird, dem Menschen dient.“ Mit Philipp Thesen, Designer, Strategieberater und Professor für Mensch-System-Interaktion, sprechen wir über Design und die Humanisierung von künstlicher Intelligenz. Wie muss die Interaktion zwischen Mensch und Technik gestaltet sein? Worauf kommt es an, wenn wir Technologien erleben und mit ihr interagieren? Denn KI verändert unseren bereits digital geprägten Alltag, wenn auch auf nicht immer sichtbare Art und Weise. Eine Folge über die Stärke von Design, nicht nur als Verbindung zwischen Mensch und Technik. „Ist der Moment, indem wir eine Technologie banal finden, nicht auch das Ergebnis von gutem Design?“ „Design hat die Aufgabe, zu übersetzen, was Technologie vermag und Brücken zu bauen zu den Nutzern, den Menschen. Design muss Technologie handhabbar machen und sie so ausgestalten, dass sie das Leben bereichert, vereinfacht und Sinn stiftet.“ „KI wird unseren Alltag immer weiter durchdringen. Neu ist, dass Maschinen Entscheidungen treffen. Komplexere Entscheidungen, die bisher nur Menschen treffen konnten. Dadurch verselbstständigt sich der Alltag und das Erleben von Technologie und dafür brauchen wir neue Designantworten.“

Jan 14

43 min 33 sec

Wir im Ländle können alles, auch KI – so lautet die Botschaft hinter der Ausschreibung des Wirtschaftsministeriums für ein KI-Zentrum. Es soll das ehrgeizigste Projekt in der Geschichte des Bundeslandes werden. Als Automotive-Standort hat Baden-Württemberg bereits ein Weltklasse-Image – dem steht auch im Bereich Künstliche Intelligenz laut einer Machbarkeitsstudie zum Innovationspark KI nichts im Wege. „Ich glaube, Baden-Württemberg hat sehr gute Voraussetzungen, um einen Innovationspark zu schaffen, der international konkurrieren kann“, sagt Volker Schmidt, Co-Projektleiter der Studie und Manager Digital Advisory beim weltweit größten Dienstleistungsunternehmen für Gewerbeimmobilien CBRE. Zu Gast im Cyber-Podcast spricht Volker Schmidt mit uns über die vorläufigen Ergebnisse der Studie, die Ende Dezember veröffentlicht wurden. Außerdem geht es darum, was einen Technologiepark erfolgreich macht und welche positiven Effekte Baden-Württemberg erwarten kann. - „Bloß nicht den Fehler machen und zu langsam agieren!“ - „Man kann natürlich alles digital denken. Aber was brauche ich für KI an einem Ort, das ich nicht remote machen kann?“ - „KI ist auch ein Hardware-Thema.“ - „Man darf nicht den Fehler machen, KI einfach an irgendetwas dranzubauen, nur um KI zu haben.“

Jan 11

26 min 43 sec

Von diesem Start-up werden wir noch viel hören: Colugo aus Tübingen macht Furore mit KI-gestützten Kunstprojekten, die als Experimentierfeld für Künstliche Intelligenz in der Produktion genutzt werden. Ein einzigartiger und vielversprechender Ansatz, über den wir mit dem Gründer Dr. Johannes Stelzer sprechen. Erst im Oktober hatte das Unternehmen zusammen mit dem IT-Systemhaus Bechtle das digitale Kunstprojekt „Grenzauflösung“ in Potsdam installiert. Einen Monat lang konnten Passanten den Glas-Cube bei der EinheitsEXPO bestaunen. „Mit kindlicher Freude“, so Stelzer, hätten 100.000 Besucher mit dem Supercomputer interagiert, der sich im Inneren des Würfels versteckt. Wie das funktioniert und wie Colugos Kunden von den künstlerischen Spielereien profitieren, verrät Stelzer im Interview. „Heute KI zu verpassen ist, als hätte man damals die Elektrifizierung verschlafen.“ „Durch das Cyber-Valley sind wir in Baden-Württemberg wahnsinnig stark aufgestellt.“ „KI ist oftmals schwer greifbar. Mit unseren Kunstprojekten wollen wir sie deshalb intuitiv und emotional erfahrbar machen.“ „Was Ausgründungen aus der Forschung angeht, ist Deutschland bestenfalls im Mittelfeld.“

Dec 2020

26 min 45 sec

Mit Veit Haug von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart sprechen wir in dieser Folge über künstliche Intelligenz und die Kreativbranche. Wir diskutieren darüber, wie stark KI bereits in den Creative Industries angekommen ist und vor welchen Herausforderungen die Unternehmen stehen. Wie sollten sich Kreative in die Technologieentwicklung einbringen und welche entscheidende Rolle spielt die Datenfrage? „Die Designer*innen müssen sich mit dem aktuellen Wandel auseinandersetzen und sollten sich in die großen Vorhaben einbringen. Es sind zu wenige Gestalter in den Großprojekten und den KI-Entwicklungen integriert.“ „Es geht darum Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für KI und die Kreativwirtschaft übergreifend, interdisziplinär aufzubauen und anzubieten.“ „Designer*innen sind mit ihrer integrativen Kompetenz gefragt - mit dem Blick auf den Menschen im Mittelpunkt. Dazu gehört auch die Arbeit mit Emotionen, denn das kann die Maschine oder die KI nicht oder noch nicht.“ „Wir brauchen einen europäischen Konsens, wie wir die Datenfrage handhaben, ansonsten kommen wir in der KI nicht voran.“

Dec 2020

31 min 43 sec

Mit Prof. Dr. Michael Resch, Direktor des Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart, diskutieren wir den Zusammenhang zwischen Kreativität und Technologie. Für ihn ist es keine Frage, dass ein KI-Entwickler selbst auch kreativ sein sollte. Und wie sieht es mit der KI selbst aus? Kann KI sogar Schönheit im umfänglichen Sinne bewerten? „Nur wer ein Gedicht schreiben kann, kann auch ein Programm schreiben.“ „Künstliche Intelligenz kann kreativ sein, denn sie kann etwas produzieren, was für den Menschen überraschend ist." „Wir erleben eine inflationäre Nutzung des Begriffs KI.“ „Die ideale Welt der KI wäre eine Welt, in der wir die künstliche Intelligenz nutzen können, um Dinge besser zu machen und zwar für die Menschen, die davon betroffen sind. Und eine Welt, in der die künstliche Intelligenz von uns so weit kontrolliert wird, dass wir uns damit wohlfühlen.“

Dec 2020

34 min 28 sec

Seit über 10 Jahren forscht Sven Körner an semantischem Computerverstehen. Er ist ein international anerkannter KI-Experte und glaubt: Wenn mehr Menschen die Technologie verstehen würden, dann verschwände auch die Angst vor künstlicher Intelligenz. Deshalb hat sein Unternehmen KI an Songtexten von Helene Fischer und Udo Jürgens ausprobiert – was dabei rauskam, erzählt er im Podcast. Körner ist Gründer und Geschäftsführer des Start-ups ThingsThinking in Karlsruhe, das zuletzt als KI-Champion Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde. Dessen Softwareplattform „Semantha“ ist in der Lage, Texte nicht nur auf Wort- sondern auf Bedeutungsebene zu vergleichen. Professionell wenden sie dies etwa bei juristischen Texten an. Wir Menschen haben gelernt, die Vielschichtigkeit der Sprache mittels Kontexts zu navigieren. Da ein Wort jedoch mehrere Bedeutungen haben kann, ist Sprachverstehen für Maschinen nicht immer einfach. Die Sprach-KI GPT-3 kann beispielswiese grammatikalisch korrekte Sätze bilden – inhaltlich sinnvoll sind sie aber nicht immer. „Wir wissen nicht, wie ein Kleinkind sich Weltwissen aneignet. Wie können wir also einer Maschine dieses Allgemeinwissen weitergeben, um Sprache zu verstehen?“ „Semantha macht einen Vorschlag und hält einem den Spiegel vor: So wurde es bisher gemacht. Aber sie fällt keine Entscheidungen; die würde ich sie auch gar nicht treffen lassen.“ „Es gar nicht erst zu machen, weil man es für ethisch bedenklich hält, finde ich insofern gefährlich, dass der Rest der Welt diese Bedenken nicht hat.“ „Man kann es sich als Start-up nicht immer leisten auf Deutschland zu warten.“

Nov 2020

38 min 36 sec

Viel schlimmer noch: Sie werde Innovationen lähmen, mahnt Vanessa Cann, Geschäftsführerin des KI-Bundesverbandes und Shootingstar der deutschen Start-up-Szene. Die Politikberaterin wirft eine klare Botschaft in die aktuelle Diskussion in Brüssel und Berlin: Seid pragmatisch! Vanessa Cann ist Jahrgang 1992 und gelernte Politikwissenschaftlerin. Anfänglich hat sie Fortune-500-Unternehmen in Sachen Digitalpolitik beraten. Dann übernahm sie die Organisation der Plattformen KI und Future Mobility beim Bundesverband Deutsche Startups. Heute ist sie Teil der Doppelspitze des Bundesverbands Künstliche Intelligenz. In Folge 11 des Cyber-Podcasts sprechen wir mit Vanessa darüber, was die Politik tun kann, um das KI-Ökosystem in Europa zu stärken. „Viele Gesetze, unter denen Start-ups arbeiten, sind veraltet und entsprechen nicht mehr dem technologischen Fortschritt.“ „Europa unterscheidet sich durch das Value by Design von chinesischer und US-amerikanischer KI. Das ist unsere große Stärke.“ „Der KI-Bundesverband will ein aktives, erfolgreiches und sehr nachhaltiges KI-Ökosystem in Deutschland und Europa aufbauen ... Wir haben kluge Köpfe in der EU. Wir müssen die Rahmenbedingungen aber verbessern, damit diese auch weiterhin hier forschen, gründen, arbeiten.“ „Wir sind bombenstark in der Grundlagenforschung. Aber es mangelt uns an unternehmerischem Mindset in den Universitäten und Forschungsinstituten.“

Nov 2020

30 min 54 sec

Mario Herger lebt seit knapp 20 Jahren im Silicon Valley und ist Experte für Technologietrends. Er berät zahlreiche Unternehmen dabei, wie sie den Silicon Valley Spirit auf die eigene Organisation übertragen können. In dieser Folge sprechen wir mit ihm über das KI-Mindset, die unterschiedlichen Sichtweisen im Silicon Valley und Europa und wie notwendig der Einfluss von Frauen im KI-Bereich ist. „Alles, was wir konsumieren ist Technologie.“ „Es ist ein Luxus, dass wir über Technologien nachdenken und sie kritisieren können und ein Ergebnis der Technologieentwicklung.“ „Unternehmen mit einem höheren Anteil an Frauen haben massiv bessere Innovationen und damit auch bessere Unternehmensergebnisse. Ein Aktionär sollte ein wesentliches Interesse daran haben, den Vorstand divers zu machen, weil seine Aktionkurse besser performen und die Gewinne höher werden.“

Nov 2020

1 hr 1 min

Maschinelle Übersetzung und Taschenrechner – beides sind Werkzeuge, die um ein Vielfaches leistungsfähiger sind als ein Mensch. Aber ebenso wenig, wie ein Ingenieur Angst vor einem Taschenrechner haben muss, sollte ein menschlicher Übersetzer sich vor maschineller Übersetzung fürchten. Denn beides bleibt letztlich ein Hilfsmittel, sagt Prof. Josef van Genabith vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Der wissenschaftliche Direktor für Sprachtechnologie und Multilingualität am DFKI leitet das Projekt „EU Council Presidency Translator“ – ein Beispiel für das mächtige Werkzeug der maschinellen Übersetzung: Allein im ersten Monat hat der Translator 14 Millionen Wörter übersetzt. Ein Mensch hätte dafür 27 Jahre gebraucht. Das Projekt ist Teil der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Die maschinelle Übersetzung von Texten in alle 24 Amtssprachen der Europäischen Union soll damit treffsicherer gemacht werden. Der Übersetzer ist deshalb angepasst an die Ansprüche der Ministerien. Denn gerade im juristischen Kontext müssen Texte frei von Fehlern und potenziellen Missverständnissen übersetzt werden. Folge 9 des Cyber-Podcasts dreht sich um das Lern-Tandem Mensch-Maschine. Außerdem spricht Josef van Genabith mit uns über das EU-Motto „In Vielfalt geeint“ und wie man sprachliche Gräben überwinden kann. - „Das europäische Modell ist anders, aber absolut konkurrenzfähig.“ - „Wir interpretieren Sprache immer vor dem Hintergrund unseres kulturellen Wissens und das muss eine Übersetzung überbrücken. Die Maschine hat dieses Wissen jedoch nicht, sie hat nur den Text.“ - „Auf den ersten Blick ist eine maschinelle Übersetzung so überzeugend, so flüssig, dass sie nach menschlicher Übersetzung aussieht.“ - „Selbst mit maschineller Unterstützung haben wir nicht genug hochqualifizierte Übersetzer, um den Übersetzungsbedarf der Welt stillen zu können.“

Nov 2020

29 min 29 sec

Mit Armin Pohl, CEO von Mackevision, sprechen wir über digitale Bildwelten und künstliche Intelligenz. Reale und nicht reale Welten verschmelzen immer stärker miteinander. Für den Zuschauer sind die Unterschiede zwischen real und digital kaum noch wahrnehmbar. Wie sehr beeinflusst KI die digitalen Bildwelten? Vor welche Herausforderung stellt sie die Kreativen? Und wie werden KI-Systeme die Content-Erstellung in Zukunft beeinflussen? Der führende Innovationstreiber Armin Pohl gibt uns spannende und persönliche Einblicke, nicht nur in die Welten des 3D. „Wenn wir darüber reden eine hochglaubwürdige Illusion zu schaffen, ist die künstliche Intelligenz für die visuelle Qualität nach wie vor nicht zuständig. Das sind immer Künstler, die das machen müssen.“ „Mit KI werden wir Ergebnisse erzeugen, die man gar nicht anders erzeugen kann. Wir werden lernen müssen, wie entwerfe ich eine Kampagne, die mit Hilfe einer KI effizient ausgerollt werden kann.“ „Künstliche Intelligenz macht nicht auch nur einen einzigen Grafiker arbeitslos, es sei denn er besteht darauf weiterhin mit Photoshop arbeiten zu müssen.“

Oct 2020

48 min 45 sec

Nur 16 Prozent der deutschen KI-Fachkräfte sind Frauen, so eine Studie des World Economic Forums. Wir begrüßen mit Gabriele Bolek-Fügl unseren ersten weiblichen Gast beim Cyber-Podcast. Seit über zwei Jahrzehnten arbeitet sie in der IT-Compliance und beschäftigt sich mit Datenschutz, Compliance-Frameworks und Cybersecurity. Sie ist die Gründerin des österreichischen Zweigs der internationalen Non-Profit-Organisation „Women in AI“. Mit unserem Autor Dr. Matthias Ernst unterhält sie sich über Vielfalt in Trainingsdatensätzen und Frauen in KI-Berufen. Außerdem spricht Gabriele Bolek-Fügl mit uns über ihr Start-up, das eine Whistleblower-Plattform entwickelt, mit der Unternehmen die EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern umsetzen können. Auch dort spielt KI eine Rolle: Eingehende Hinweise werden auf unseriöse oder falsche Meldungen geprüft. - WAI schafft eine Bühne für Frauen in der KI. - Wir wünschen uns, dass mit KI alles objektiver wird. Aber so einfach ist es nicht. - KI ist wie ein Kind: Wir müssen ihr beibringen, wie das Leben spielt. - Woher bekomme ich die Daten – das ist die Schlüsselfrage. - Die EU hat ein neues Gesetz zum Schutz von Whistleblowern verabschiedet. Dafür entwickeln wir einen Algorithmus.

Oct 2020

34 min 50 sec

In dieser Folge ist Robin Hofmann, Co-Founder und Creative Director der Agentur HearDis! bei uns zu Gast. Wir sprechen mit ihm über den Einsatz von KI-Technologien im Bereich des Audio Brandings. Immer mehr Unternehmen setzen auf einen individuellen Markensound. Wie schlau sind KI-Systeme in diesem Bereich schon? Wir diskutieren mit ihm, ob künstliche Intelligenz mehr Kreativität schafft und wo die Grenzen liegen. Eine spannende Diskussion über die digitale und analoge Welt, über neue Technologien und emotionale Markenerlebnisse. „KI-Systeme werden irgendwann in allen Bereichen unseres Lebens integriert sein. Es bringt nichts sich dagegen zu wehren. Die Frage ist, wie und in welcher Form gehen wir damit um und wie versuchen wir, KI für uns zu verstehen und nutzbar zu machen.“ „Zukunftstechnologien müssen beherrschbar sein und bleiben, und vom Menschen nachvollzogen werden können.“ „Wenn es darum geht, einen Song einzusetzen, dann brauchen wir das Echte, die Ehrlichkeit und das Emotionale. Ob KI das kann, da bin ich heute noch skeptisch. Eine Maschine ist nicht emotional und kann auch keine Emotionen erzeugen.“

Oct 2020

55 min 40 sec

Prof. Dr. Jürgen Seitz ist führender Experte für digitale Wirtschaft und Marketing und treibt das Thema künstliche Intelligenz mit Leidenschaft voran. Er ist Mitherausgeber der kürzlich veröffentlichten Studie „KI – wo stehen deutsche Start-up Unternehmen“. In dieser Episode sprechen wir mit ihm über die Ergebnisse der Studie, über die Begeisterung an KI und wie wir mit einer klaren Vision die Welt mit KI gestalten könnten. „Es braucht eine klare Vision, was man mit KI für die Gesellschaft erreichen will.“ „In Deutschland wird schneller ein KI-Ethik Ausschuss gegründet, als dass ein geniales KI-Produkt gelauncht wird.“ „Es wird zu wenig diskutiert, dass wir mit KI Gutes erreichen können: eine bessere Medizin, eine bessere Bildung etc., denn wir wollen mit KI die großen Probleme lösen.“ „Wir haben mit KI große Potentiale gesellschaftliche Verbesserungen zu erreichen.“

Oct 2020

53 min 21 sec

Tom Hillenbrand war früher Wirtschaftsjournalist, heute schreibt er Bestseller. Sein Buch „Hologrammatica“ entführt in eine Welt, in der Künstliche Intelligenz längst ein Eigenleben entwickelt hat. Für die aktuelle Fortsetzung im Thriller „Qube“ gewann Hillenbrand letztes Jahr den deutschen Science-Fiction-Preis. Prognosen überlässt er zwar lieber Zukunftsforschern, uns nimmt er mit auf eine spannende gedankliche Reise in das Jahr 2091. Dr. Matthias Ernst spricht mit ihm über Science Fiction und Realität. „Die ersten KI-Vorfälle haben wir jetzt.“ „Wir sind nicht in der Lage – genauer gesagt – wir sind zu faul, KI zu überwachen.“ „In dem Maße, in dem wir Kontrolle abgeben, geben wir die Möglichkeit, ethisch und moralisch zu handeln, ein stückweit ab.“ „Eigentlich muss man KI-Systeme so bauen, dass man sie post mortem befragen kann“

Sep 2020

34 min

„…die besser erzählt werden müssen“, meint Nikolaus Röttger, fraglos einer der einflussreichsten Journalisten Deutschlands, die sich mit Start-ups und Digitalisierung befassen. Vier Jahre lang war er Chefredakteur der deutschen Ausgabe des Wired-Magazins, bis es 2018 eingestellt wurde. Davor war er Chefredakteur der Magazine „Gründerszene“ sowie „Business Punk“. Heute gibt er den Newsletter „KI-Briefing“ heraus, mit Blick auf die internationale Szene, und hält Keynotes über Technologie und Innovation. „Jedes kleine Start-up einer US-Uni wird zum Jahrhundertereignis hoch geschrieben.“ „Bei der Reise durch Deutschland haben wir viel KI entdeckt. Es gibt nicht nur die Berliner Blase.“ „GPT-3 fasziniert mich, weil es die Macht von KI und die rasante Geschwindigkeit der Entwicklung zeigt. Aber auch, wie viel Energie benötigt wird.“ „Die Skepsis auch in den USA wird größer.“

Sep 2020

32 min 45 sec

Saim Rolf Alkan hat in Stuttgart AX Semantics gegründet. Das Unternehmen liefert automatisierte Texterstellung für Marketing und Redaktionen in 110 Sprachen als Software as a Service und ist damit weltweit führend. Er gehört zu den KI-Champions, die das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg im Juli ausgezeichnet hat. Sein Lieblingsthema: Demokratisierung der KI. - „Für 279 € pro Monat gibt es bei uns ein gutes Stück deutsche KI für Jeden.“ - „Politik muss viel mehr und viel schneller kleine Projekte unterstützen.“ - „Meine Idee: Maschinenbauer geben anonymisiert ihre Daten an einen Pool; jeder darf nur so viel Daten rausziehen wie er rein gibt.“ - „Versuchen Sie mal, in einem deutschen Technologieunternehmen den KI-Experten anzurufen – Sie scheitern schon an den Hierarchiestufen.“ - „Mit ethischer KI verdienen wir kein Geld.“

Sep 2020

36 min 46 sec

Ulrich Hemel ist Professor für Religionspädagogik und seit 2018 Direktor des Weltethos-Instituts in Tübingen. In seinem früheren Leben war er aber auch in führenden Wirtschaftspositionen – ein außergewöhnlicher Wanderer zwischen den Welten der Wirtschaft und der Wissenschaft. Im September erscheint sein neues Buch: „Die Kritik der digitalen Vernunft“. Wichtige Aussagen: - „Mein Maßstab ist die digitale Humanität.“ - „Unser eigener Anteil am Weltwissen wird strukturell immer kleiner. Damit müssen wir umgehen.“ - „Unser eigener Anteil am Weltwissen wird strukturell immer kleiner. Damit müssen wir umgehen.“ - „Es bleibt nur der Königsweg: Zuhören und miteinander Ringen im Dialog.“ - „Wir leben in einer hybriden Existenz: Dafür brauchen wir ein Identitätsmanagement.“

Sep 2020

28 min 3 sec