Geistliche Impulse

Robert Augustin

Predigten, Impulse und anderes zu Glaubens- und Lebensfragen aus dem Umfeld von Pfarrer Robert Augustin und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Hammelburg.

All Episodes

Predigt zu Jeremia 23, 5-8, 28.11.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Erster Advent Autor: Pfr. Robert Augustin Advent ist die Zeit des Wartens. Wir versetzen uns heute besonders in das alttestamentliche Warten auf den Messias hinein. Jeremia 23, 5-8 sagt einen Friedenskönig voraus. Warum und inwiefern ist Jesus damit gemeint? Er ist Nachkomme Davids. Der Titel "Der HERR unsere Gerechtigkeit" passt gut für ihn. Dass er aber erin König sei, der Gerechtigkeit und Frieden im Lande Israel bringen werde, erfüllt sich nicht auf politische Weise, sondern auf ganz andere Weise. Er ist der König, der das Denken und die Herzen der Menschen verändert, und damit direkt das Reich Gottes in diese Welt hineinsät. Wir warten aufg dessen Vollendung in Gottes Ewigkeit.

Nov 30

16 min 5 sec

Predigt zu Jesaja 65, 17-25, 21.11.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Ewigkeitssonntag Autor: Pfr. Robert Augustin In Jesaja 65 etwas Unbeschreibliches beschrieben. Für die neue Erde und den neuen Himmel, den Gott schafft, werden Bilder der Vollkommenheit genannt, z.B. eine Welt, in der 100-jährige noch als jugendlich gelten.

Nov 25

19 min 53 sec

Predigt zu 2. Kor 5, 1-10, 14.11.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr Autor: Pfrin. Adelheid Augustin Menschen im Seniorenheim fragen die Seelsorgerin: "Wie ist es im Himmel?" - Sie haben ihre Vorstellungen davon aber auch viele Fragezeichen. Der Apostel Paulus redet vom Himmel wie von einem Ort den er schon kennt, und nach dem er Sehnsucht hat. Seine Christusbegegnung vor Damaskus und auch ein ähnliches Erlebnis, wie man es heute als Nahtoderfahrung kennt, haben ihm Gewissheit gegeben, dass er Himmel ein guter Ort ist. Für uns heute kann es hilfreich sein, Worte der Bibel auf uns wirken zu lassen, mit unserer Schuld ehrlich vor Gott zu sein (Beichte), sowie die Gemeinschaft mit anderen Christen, auch im diakonischen Handeln.

Nov 18

15 min 22 sec

Predigt zu Mt 5, 8 , 7.11.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Teil 8 der Predigtreihe zu den Seligpreisungen Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus spricht: "Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Kein Mensch ist vor Gott rein. Gott ist heilig, wir aber sind Sünder. Jesus Christus aber iat für uns ein unerschöpflicher Brunnen der Reinheit geworden. Am Kreuz trug er unsere Schuld. Durch den Glauben an ihn werden wir rein und fähig, Gott zu schauen.

Nov 10

21 min 25 sec

Predigt zu Gal 5, 1-6 , 31.10.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Reformationstag Autor: Pfr. Robert Augustin "Zur Freiheit hat uns Christus befreit" - Das ruft der Apostel Paulus den Christen in Galatien zu. Er warnt sie davor, wieder in alte religiöse Muster zurückzufallen. Ganz ähnlich besang es Martin Luther in seinem Lied "Nun freut euch lieben Christen gmein" (EG 341). Um ihn, Martin Luther, aus seiner Gewissensqual herauszuholen, habe Gott seinen Sohn Mensch werden lassen... Und wie ist da heute?

Oct 31

21 min 32 sec

Predigt zu Mt 5, 6 , 10.10.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Teil 6 der Predigtreihe zu den Seligpreisungen Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus spricht: "Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden." Der Drang nach Gerechtigkeit ist bei uns Menschen äußerst stark, ähnlich wie Hunger und Durst. In der Regel empören wir uns über begangenes Unrecht und fordern Vergeltung. Vor Gott ist aber zuerst das eigene Unrecht im Fokus. Der Hunger nach Gerechtigkeit bezieht sich dann auf die Sehnsucht, selbst vor Gott wieder als gerecht dazustehen. Diesen Hunger stillt Gott durch Jesus.

Oct 13

21 min 15 sec

Predigt zu 2. Korinther 9, 6-15 , 3.10.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Erntedank Autor: Pfr. Robert Augustin Es ist gut und angemessen, Gott für seine Gaben von Herzen zu danken. Wenn jemand etwas spendet, soll das nie aus Zwang, sondern aus einem fröhlichen Herzen heraus geschehen.  

Oct 5

18 min 30 sec

Predigt zu Mt 5, 5 , 26.9.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Teil 4 der Predigtreihe zu den Seligpreisungen Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus spricht: "Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen." Gier und Neid prägen den Verteilungskampf um die Güter dieser Welt. Jesus ruft dazu auf, sich auf diesen Kampf nicht einzulassen, sondern Sanftmut zu leben. Solche Sanftmut gründet darin, dass Gott die ganze Welt gehört, und er den Seinen alles zum Erbe gibt.  

Sep 28

18 min 25 sec

Predigt zu Mt 5, 4 , 12.9.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Teil 3 der Predigtreihe zu den Seligpreisungen Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus spricht: "Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden." Wozu all das Leid? Viele sehen Leid ausschließlich als Irritation, die beseitigt werden muss. Ganz anders Jesus: Leid zu tragen im Vertrauen auf Gott, hat Sinn. Gottes Trost ist gewaltig.  

Sep 15

20 min 19 sec

Predigt zu 1. Thess 5, 14-24 , 5.9.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin

Sep 8

18 min 37 sec

Predigt zu Mt 5, 3 , 25.7.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Teil 2 der Predigtreihe zu den Seligpreisungen Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus spricht: "Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich". Bettelarm vor Gott stehen wir da, - weil wir Gott unser Dasein verdanken - weil wir Jesus es verdanken, dass wir vor Gott gereht dastehen - weil wir dem Hl. Geist es verdanken, dass wir an Gott glauben können. Christen sind Better mit leuchtenden Augen. Denn sie leben aus Gottes Güte, und diese ist groß.

Jul 25

20 min 38 sec

Predigt zur Konfirmation , 18.7.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus spricht: "Ich bin der gute Hirte". Viele ältere Menschen haben ein romantisches Bild vom guten Hirten über ihrem Bett hängen. Das begleitet sie durch alle Tage ihres Lebens. Auch für einen jungen Menschen heute, wie die Konfirmanden,kann das Bild vom guten Hirten eine wertvolle Erinnerung sein. Es kann ermuntern, das leben bewusst unter Gottes Schutz und Führung zu leben. Das versprechen die Konfirmanden ja bei ihrer Konfirmation.

Jul 20

11 min 57 sec

Predigt zu 1. Kor 1, 18-25 am 5. Sonntag nach Trinitatis, 4.7.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Der Apostel Paulus predigt den Korinther die Botschaft von Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Die einen halten diese Botschaft für töricht, die anderen für ärgerlich. Paulus hingegen sieht darin Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Jul 5

17 min 39 sec

Predigt zu Lukas 15, 1-7 am 3. Sonntag nach Trinitatis, 20.6.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus erzählt folgende Geschichte: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. So sucht auch Gott jeden Menschen, der sich von ihm entfernt hat. Über jeden, der sein Leben ändert und zu Gott umkehrt, ist die Freude riesen groß.

Jun 20

18 min 6 sec

Predigt zu Jona 1,1-2,2 am 1. Sonntag nach Trinitatis, 6.6.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Jona wird von gott berufen, gegen die große Stadt Ninive zu predigen. Jona flieht vor Gott auf einem Schiff. Er weigert sich, zu Gott zu beten. Zuallerletzt jedoch wendet er sich Gott dankbar zu.

Jun 6

22 min 25 sec

Predigt zu Genesis 11, 1-9 am Pfingstsonntag, 23.5.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Die Menschheit meint, ohne Gott auszukommen. Denn die Möglichkeiten von Technik und Fortschritt steigen ihr zu Kopf. Das war vor Jahrtausenden schon einmal so, wie Genesis 11 berichtet. Damals hatte man neue Bautechniken und wollte sich einen Namen machen. Kann Gott den Stolz eine übergeschnappten Menschheit brechen? Ja, er kann. Das zeigt der Fortgang des Turmbaugeschichte: Gott verwirrt und zerstreut die Menschheit. Gott kann das auch heute. Deshalb ist es heilsam, statt solz zu sein, sich lieber unter Gott zu demütigen und ihm die Ehre zu geben. Nur unter diesem Vorzeichen wird die menschheit mit ihrer Technik und Forschung unter Gottes Segen bleiben können. Die Umker zu Gott, insbesondere zu Jesus ist der entscheidende Schritt. Das zeigt auch das Pfingstgeschehen.

May 23

14 min 35 sec

Predigt zu Sirach 35, 16-26 am Sonntag Rogate, 9.5.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Jesus Sirach betont, dass Gott das Gebet gerade auch der Unterdrückten und Armen erhört. Es wird gesagt, dass zwischen dem Gebet und dem Trost, den Gott als Antwort schickt, aber ein Zeitraum liegen kann. Dieses Spannungsfeld zwischen Gebet und dessen Erhörung wird verglichen mit Regenwolken, die man in der Zeit der Dürre sehen kann, obwohl es noch nicht geregnet hat. Wir wissen, dass Gottes Gericht kommen wird wie der erlösende Regen nach einer Dürre. Bis dahin gilt es, durchzuhalten und am Gebet festzuhalten. Gottes Gericht wird Gerechtigkeit schaffen. Für die Unterdrücker wird es ein böses Erwachen geben, für die Unterdrückten hingegen wohltuende Gerechtigkeit.

May 9

20 min 47 sec

Predigt zu Apostelgeschichte 17, 22-34 am Sonntag Jubilate, 25.4.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Der Apostel Paulus redet auf dem Areopag in Athen mit Philosophen und Gelehrten. Sie hören seiner Rede gespannt zu, weil sie Neues erfahren wollen. Paulus geht auf die Religiosität und auf philosophische Grundaussagen ein. An dem Altar "Für den unbekannten Gott" knüpft er seine Evangeliumspredigt an. Er habe etwas von diesem Gott zu verkündigen, was bisher unbekannt sei. Gott sein der Schöpfer des Universums. Deshalb sei es Unsinn, Götzenbilder zu verehren. Er habe die Menschen geschaffen und vieles vorherbestimmt. Er habe Jesus von den Toten auferweckt, und diesen zum Richter aller Menschen eingesetzt. Er biete allen Menschen den Glauben an Jesus an.

Apr 29

18 min 43 sec

Predigt zu Ezechiel 34 am Sonntag Miserikordias Domini, 18.4.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. Robert Augustin Der Prophet Ezechiel geht im Namen Gottes mit den Hirten des Volks ins Gericht. Anstatt für die da zu sein, die ihnen anvertraut sind, weiden sie sich selbst. Hirten sind alle Führungskräfte: Politiker, Pfarrer, Lehrer, Berufstätige, Eltern usw. Wo auch immer uns Verantwortung anvertraut ist, müssen wir uns von Ez 34 hinterfragen lassen: Suchen wir unseren eigenen Vorteil, weiden wir also uns selbst, oder sind wir von Herzen für die da, die uns anvertraut sind. Ezechiel verkündigt die leidenschaftliche Liebe Gottes gegen die "Schafe" seiner Herde. Und er kündigt den einen guten Hirten an, von dem wir Christen wissen und glauben, dass es Jesus Christus ist.

Apr 18

16 min 44 sec

Predigt zu Exodus 14 i.A. am Osterfest, 4.4.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Autor: Pfr. i.R. Friedrich Walter - vorgetragen durch Pfr. Robert Augustin Gott führt ssein Volk Israel aus Ägypten. Doch dann gerät das Volk in eine ausweglose Lage: Vor ihnen das Meer, hinter ihnen die Ägypter mit ihrem Heer. Mose kennt die Blickrichtung nach oben, zu Gott. Und Gott rettet sein Volk durch ein Wunder: Das Meer teilt sich und das Volk geht trockenen Fußes hindurch. Jesus feiert mit seinen Jüngern Passa. An diesem Fest wird der alten Rettungstat Gottes gedacht. Doch durch den Tod und die Auferstehung Jesu bekommt das Passafest noch eine neue Richtung: Jesus vollbringt die Rettung von Sünde, Tod und Teufel und führt die Seinen in die Freiheit eines Lebens mit Gott.

Apr 16

15 min 45 sec

Predigt zu Matthäus 28, 1-10 in der Osternacht, 4.4.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Einige Frauen wollen den Leichnam Jesu salben. Aber das Höhlengrab ist leer. Jesus ist verschwunden. Zuerst glauben sie, der Leichnam sein weggebracht worden. Doch die nun folgenden Ereignisse lassen in Ihnen die Überzeugung reifen, dass Jesus Christus auferstanden ist von den Toten. Diese Botschaft wird fortan von den Aposteln Jesu in der Welt verkündigt und trifft auf Glauben. Offensichtlich ist sie höchst glaubwürdig.

Apr 16

13 min 19 sec

Predigt zu Matthäus 26, 17-30 am Gründonnerstag, 1.4.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Als Jesus am Tag vor seiner Kreuzigung mit den Jüngern Passahmahl feierte, sprach er den bevorstehenden Verrat des Judas sehr deutlich und warnend an. Leider ließ Judas sich nicht warnen. Er zog das Geld seinem Herrn Jesus vor. Wie ist das bei uns: Entscheiden wir uns im Zweifelsfall für das Geld oder für Jesus? Das Passamahl erinnert an die Befreiung Israels aus Ägypten. Jesus gibt dem Fest zustäzlich einen neuen, noch wichtigeren Sinn: Fortan ist es das Fest, das an den Opfertod jesu am Kreuz für uns Sünder erinnert. Im Hl. Abendmahl gedenken wir daran und vertzrauen darauf, dass jesus selbst in, mit und unter dem Brot und Wein gegenwärtig ist.

Apr 3

19 min 38 sec

Predigt zu Hiob 19, 19-27 am Sonntag Judika, 21.3.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Der leidende Hiob hadert mit Gott und kann Gott nur noch als grausamen Feind sehen. Doch dann spricht eer Worte des Vertrauens und der Hoffnung: Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist, werde ich doch ohne mein Fleisch Gott sehen. Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust. Das sind Worte, die weit über das AT hinausweisen auf Jesus, den Erlösetr, der von den Toten auferstanden ist, und in dem unserer Hoffnung als Christen ruht.

Mar 21

20 min 4 sec

Predigt zu Johannes 12,20-26 am Sonntag Lätare, 14.3.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Jesus sagt: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein. Wenn es aber erstirbt, bingt es viel Frucht. (Joh 12, 24) Jesus redet hier von sich selbst, der leiden und sterben musste um uns zu erlösen, und für uns Ewigkeitsfrucht zu erwerben. Er redet aber auch uns an. Wollen wir als Ich-AG nur für uns selbst leben, um möglichst viele Vorteile aus dem Leben herauszuholen? Dann werden wir - so Jesus - scheitern. Oder sind wir bereit, auf den Spuren von Jesus unser Leben zu führen, wie er und durch ihn wahrhaftig sein und mit Gott verbunden, selbst wenn uns das erhebliche Nachteile bringt? Jesus sagt: Dann werden wir viel Frucht bringen und am Ende das ewige Leben bei Gott gewinnen.

Mar 14

20 min 43 sec

Predigt zu Jesaja 5,1-7 am Sonntag Reminiszere, 28.2.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Jesaja trägt ein Lied von seinem Freund und dessen Weinberg mit drei Strophen vor: 1. Der Freund bereitet alles vor und pflanzt den Weinberg. Turm und Kelterei inklusive. Er hofft auf gute Früchte. Doch die Früchte sind schlecht. 2. Der Freund fragt die Leute: Habe ich etwas vergessen oder falsch gemacht? 3. Der Freund beschließt, den Weinberg aufzugeben und verwildern zu lassen. Nach dem Vortrag des Liedes sagt Jesaja: Der Freund ist Gott und sein Weinberg seid ihr, die Israeliten. Gott sucht Rechtsspruch und findet Rechtsbruch, er sucht Gerechtigkeit und findet Schlechtigkeit. Gott sucht auch heute an uns gute Früchte des Glaubens. Er hat alles getan, damit diese wachsen können. Die Passionszeit soll dazu anspornen, dass wir in uns gehen, undser lleben durchscannen, unsere Schuld vor Gott bekennen, um bessere Früchte für ihn zu bringen. Durch Christus ist das möglich. Er ist der Weg.

Feb 28

20 min 1 sec

Predigt zu Jesaja 58,1-9 am Sonntag Estomihi, 14.2.2021 in der Michaelskirche Hammelburg Jesaja zieht mit dem Volk Gottes ins Gericht, das zwar fastet, aber nicht so lebt, wie es Gott gefällt. Das gibt uns Anlass über das eigene Fasten nachzudenken. Ebenso, wie unser Glaube in unserem Alltag konsequent gelebt werden kann. Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!

Feb 14

18 min 56 sec

    Predigt am Vorletzten Sonntag Vor der Passionszeit (7.2.2021)     Im Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld zeigt Jesus, wie es dazu kommt, dass Gottes Wort in uns Furcht bringt, und welche Stolperfalle das verhindern können.            

Feb 7

15 min 37 sec

Predigt am 2. Sonntag nach Epiphanias (17.1.2021) Auf der Hochzeit zu kana verwandelt Jesus Wasser zu Wein, nachdem der Wein knapp geworden war. Was ging damals ab? Und hat die Verweandlung von Wasser zu Wein für uns eine teifere Bedeutung? Der Bibelabschnitt Joh 2,1-11 im Wortlaut: 1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. 3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4 Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. 7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. 9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. 11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Jan 17

20 min 18 sec

Predigt am 1. Sonntag nach Epiphanias (10.1.21) zu Römer 12, 1-3. Als Christen sind wir aufgefordert, unser ganzes Leben als lebendiges Opfer für Gott darzubringen. Unser Denken, Planen und Handeln soll ganz von Gott und seinen Geboten bestimmt sein. Dabei sollen wir den Mut haben, uns nicht immer den Maßstäben dieser Welt anzupassen, sondern uns nach dem auszurichten, was Gott gefällt. Möglich ist das durch die Barmherzigkeit Gottes:Seit unserer Taufe sind wir dazu berufen, ganz einzutauchen in die gerechte, gute, heilige Welt Gottes. Sie ist wie erfrischendes Wasser, das uns umgibt. Wortlauf des Predigttextes Röm 12, 1-3 (Übersetzung: Hoffnung für alle): Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe. 2 Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt. 3 In der Vollmacht, die mir Gott als Apostel gegeben hat, ermahne ich euch: Überschätzt euch nicht, sondern bleibt ehrlich und bescheiden im Urteil über euch selbst. Keiner von euch soll sich etwas anmaßen, was über die Kraft des Glaubens hinausgeht, die Gott ihm geschenkt hat.  

Jan 10

16 min 1 sec

Predigt am Epiphaniastag zu Jesaja 60, 1-6 in der Kirche St. Michael Hammelburg. Gottes Licht kommt zu uns Menschen. 1. Wie kommt es dazu, dass wir Menschen für Gott brennen? 2. Warum für Gott brennen? 3. Unsere Mission ist es, Gottes Licht weiterzutragen. Wortlaut des Predigtabschnitts aus Jes 60, 1-6: Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt, kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arm hergetragen werden. Dann wirst du es sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen.    

Jan 6

17 min 1 sec

Liebe Gemeinde, „Es ist ein Ros entsprungen“ – so beginnt eines der bekanntesten Weihnachtslieder. Die Melodie berührt die Seele. Spontan steigt in mir ein Bild auf: Ein komplett winterfertiger Garten, der sich schon auf das Frühjahr freut, und in dem eine letzte wunderschöne rote Rose erblüht mitten im kalten Winter. Jetzt, wo es am dunkelsten ist. Jetzt, wo die Sonne – selbst wenn sie scheint – am wenigsten Licht bringt. Jetzt, zur Unzeit. Das Bild passt zum Lied und auch zur Weissagung des Propheten Jesaja, die dem Lied zugrunde liegt und die wir gerade als Lesung gehört haben. Jesaja redet allerdings nicht von einer Rose, sondern von einem Reis – also einem grünen Spross - , der aus einem Stamm und dessen Wurzel hervorgeht. Was im Lied „Jesse“ heißt, ist bei Jesaja „Isai“, der Vater des Königs David. Das heißt, es wird geweissagt, das aus dem Stammbaum Isais, des Vaters von König David, eines Tages ein Hoffnungsträger und Heilsbringer hervorgehen werde. Das Lied legt sich fest, wer dieser Hoffnungsträger ist: Nach Gottes ewigem Ratschluss ist es das Kind, das Maria geboren hat, wohl zu der halben Nacht: Jesus, dessen Geburt wir heute feiern. Wie dunkle Nacht waren die Zeiten, als Jesaja seine Worte sagte. Der Glanz des Großreiches Davids war längst vergangen. Die Assyrer waren dabei, Israel und Juda zu stutzen. Das Bild Jesajas vom toten Stamm, der noch übrig bleibt, war realistisch. Wohl zu der halben Nacht heute: Nicht nur, dass es tatsächlich schon dunkel ist. Auch dass wir keine Weihnachtslieder singen dürfen. Auch die Spuren der Corona-Krise in unserer Seele und in unserer ganzen Gesellschaft können wir zu Recht als „Nacht“ bezeichnen. Die einen werden depressiv, die anderen aggressiv. Die Nachrichtenmeldungen über Lockdown, Verschuldung, Intensivbetten etc. brauche ich hier nicht zu wiederholen. Könnte es sein, dass wir dieses Weihnachten ein besonderes Ohr haben für den Heiland, der von Gott auch in unsere Weltnacht kommt, und der Licht in der Finsternis ist: Jesus Christus? Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Wir sind gut beraten, auf ihn zu hören und unser Leben nach ihm auszurichten. Jesus, der Retter, ist anders als alle Welt. Er macht die Sünder gerecht. Er bleibt den Treulosen treu. Er führt die Gottlosen zu tiefer Ehrfurcht vor Gott. Er bringt nicht nur Frieden. Er ist der Friede. Amen.

Jan 2

4 min 48 sec