Schon mal dran gedacht? - Fragen der Gesellschaftlichen Verantwortung im Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach

Katharina Stähler

Gesellschaftliche Verantwortung ist ein zentraler Inhalt der evangelischen Kirche. Wir prägen das kulturelle und soziale Leben in unseren Dörfern und Städten mit und sind deshalb ein aktiver Teil der Gesellschaft. Wir können uns nicht einigeln in unsere „Komfortzone“ und unter uns bleiben. Jesus gibt uns den Auftrag, das Evangelium in die Welt zu tragen (Markus 16,15). Es gehört also zum Auftrag der Kirche und ihrer Mitglieder, die Gesellschaft kritisch zu begleiten und sich einzumischen und manchmal auch ein kritisches Gegenüber zu sein. Zum Beispiel stellt uns der demographische Wandel in unseren Kommunen und Kirchen vor neue Aufgaben. Die Sorgen um Umwelt und Klimaerwärmung und die Aufgaben beim Klimaschutz gehen uns alle etwas an. Die EKHN antwortet mit der Möglichkeit einer Umwelt-Zertifizierung für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, dem „Grünen Hahn“ – das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach mit einer jährlichen „Woche der Nachhaltigkeit“ in einer der Regionen des Dekanats. Und selbst bei vermeintlich kirchenfernen Themen wie Freihandelsabkommen oder Mindestlohn oder Digitalisierung der Arbeitswelt hat die Kirche aus der Perspektive des Evangeliums eine Meinung und äußert sie bei Betriebsbesuchen, Gesprächen mit Geschäftsleitungen und Betriebsräten. Gesellschaftliche Verantwortung ist ein zentraler Inhalt der evangelischen Kirche. Wir prägen das kulturelle und soziale Leben in unseren Dörfern und Städten mit und sind deshalb ein aktiver Teil der Gesellschaft. Wir können uns nicht einigeln in unsere „Komfortzone“ und unter uns bleiben. Jesus gibt uns den Auftrag, das Evangelium in die Welt zu tragen (Markus 16,15). Es gehört also zum Auftrag der Kirche und ihrer Mitglieder, die Gesellschaft kritisch zu begleiten und sich einzumischen und manchmal auch ein kritisches Gegenüber zu sein. Zum Beispiel stellt uns der demographische Wandel in unseren Kommunen und Kirchen vor neue Aufgaben. Die Sorgen um Umwelt und Klimaerwärmung und die Aufgaben beim Klimaschutz gehen uns alle etwas an. Die EKHN antwortet mit der Möglichkeit einer Umwelt-Zertifizierung für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, dem „Grünen Hahn“ – das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach mit einer jährlichen „Woche der Nachhaltigkeit“ in einer der Regionen des Dekanats. Und selbst bei vermeintlich kirchenfernen Themen wie Freihandelsabkommen oder Mindestlohn oder Digitalisierung der Arbeitswelt hat die Kirche aus der Perspektive des Evangeliums eine Meinung und äußert sie bei Betriebsbesuchen, Gesprächen mit Geschäftsleitungen und Betriebsräten. In ihrem Podcast spricht Pfarrerin Katharina Stähler mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben zu Themen, die aktuell "dran" sind. Zum Leben in unseren Dörfern und den Perspektiven, zum Verständnis von Freiheit oder zu einem besonderen Blick auf Weihnachten, aber auch - aus eigenem Erleben - zur Reichspogromnacht oder zum Leben als Sintiza unter uns. Neue Folgen werden in der Regel am letzten Mittwoch jeden Monats hier zu finden sein.

All Episodes

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 24. November 2021 Vom veganen Leben Über alternative Weihnachtsplätzchen, Omnivoren, Supplemente und das Wunder der Schöpfung Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit ihrer Tochter Dorothee Stähler, die seit über acht Jahren vegan lebt. Sie erzählt, wie einfach es ist, alle notwendigen Nährstoffe auch ohne tierische Produkte zu sich zu nehmen. Dass der ökologische Fußabdruck der Menschen deutlich besser aussehen würde, wenn sie vegan leben würden, ist unumstritten. Auch für Dorothee Stähler ist das, neben dem gesundheitlichen Aspekt, ein Grund, mit ihrer Familie ein veganes Leben zu führen. „Ich glaube daran, dass Gott jedes einzelne Lebewesen geschaffen hat, ein jedes ein Wunder. Wie wir gerade mit der Schöpfung umgehen, ist für mich eine Tragödie“, sagt Dorothee Stähler auf die Frage, ob ihre vegane Lebensweise auch etwas mit ihrem Glauben zu tun hat.

Nov 23

22 min 35 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 3. November 2021 Vom Lahn-Auen-Projekt Über Hochwasser, Rotes Höhenvieh und Furkationen Hochwasser kann fast jeden betreffen, das haben wir im Sommer gelernt. Manchmal kann man vorbeugen: Das Lahnauen-Projekt in Biedenkopf ist so ein Beispiel. Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Matthias Schneider vom BUND Biedenkopf, Breidenbach und Dautphetal. Er erzählt, wie das Projekt seinen Anfang nahm, was gefährdete Weidetiere damit zu tun haben und was Furkationen sind. Wie der Lahn die Möglichkeit gegeben werden musste, sich wieder natürlich zu verzweigen und welche Konsequenzen das in den vergangenen 15 Jahren hatte. Und so erfahren wir, wie das im Hinterland ansässige und seit 1970 fast ausgestorbene Rote Höhenvieh hier wieder angesiedelt wurde - und damit auch, was die Rinder mit Hochwasser zu tun haben.

Nov 2

21 min 31 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 29. September 2021 Vom Mord an einem 22-jährigen Piloten: Über einen Stolperstein, Widerstände und den Frieden in der Welt Es geht um ein Ereignis, das bereits 77 Jahre zurückliegt – und das trotzdem auch heute noch ganz aktuell Fragen aufwirft: die Ermordung des britischen Piloten John Scott in 1944 in Weidenhausen. Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Anne Schepp, der Kassenwartin des Heimatvereins, und dessen Vorsitzender Anneliese Müller über ihre Beweggründe, eine langfristige Erinnerung an den ermordeten jungen Mann in Weidenhausen zu initiieren.

Sep 28

21 min 36 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 30. Juni 2021 Vom Schwulsein in der Kirche: Über Glaube und Zweifel, schwierige Wege und Akzeptanz „Schwule in der Kirche – (k)ein Problem?“ Katharina Stähler spricht mit Florian Burk. Der 32-Jährige ist seit 2016 Dekanatsjugendreferent im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach und spricht über sein Coming-Out als Teenager. Die Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten gestiegen. Stimmt das auch für die Kirche? Florian Burk erzählt von seinen Erfahrungen als schwuler Christ.

Jun 29

37 min 46 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 16. Juni 2021 Von Veränderungen, Werten und Widerständen: Stemmen wir jetzt auch die Klimakrise? Corona hat vieles verändert. Die Veränderungen wurden uns durch die Pandemie aufgezwungen. Gibt es auch freiwillige Veränderungen, freiwillige Einschränkungen zu Gunsten unserer Umwelt und des Klimas? Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Sirin Bernshausen. Sie ist in Biedenkopf aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie ist Mutter von vier Kindern. Heute arbeitet sie an der Uni Marburg im Zentrum für Konfliktforschung. Sirin Bernshausen erzählt, wie es zu Beginn ihres Studiums um internationale, bewaffnete Konflikte gegangen sei, um Abrüstung und wie die Regeln dafür geschaffen werden müssen. Sie habe sich sehr schnell für Dialogthemen interessiert, für die Konflikttransformation. Dabei gehe es nicht um kurzfristige Waffenstillstände, sondern um nachhaltigen Frieden. Da sei die Zivilgesellschaft unglaublich wichtig, denn das Verhalten der betroffenen Menschen müsse sich tiefgreifend verändern, damit dies Erfolg habe. Dialog sei sehr wichtig – und: „Es macht total Spaß, Menschen dabei zu helfen, miteinander zu sprechen!“ Auf die Frage, ob sie sich denken kann, dass es durch die Corona Krise leichter fällt, sich die Welt neu vorzustellen, antwortet sie: „Corona ist ein Crash-Kurs im systemischen Denken für viele von uns gewesen. Bei Dingen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Klimakrise geht es ja um sehr komplexe Sachverhalte. Corona hat vielen zum Beispiel gezeigt, wie komplex und global wir miteinander verbunden sind, zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt, was für Gemüse ist noch da und anderes nicht, weil die Erntehelfer nicht ins Land reinkommen konnten. Allerdings, so meint sie, dürfe man diese unmittelbare Erfahrung, die wir während der Pandemie gemacht haben, nicht verlieren. Den Erfahrungen müsste nun ein Handeln folgen. Aber – können wir die Disziplin, die wir bei den Einschränkungen während der Pandemie bewiesen haben, auch auf unser Verhalten was die Nachhaltigkeit betrifft übertragen? Sirin Bernshausen meint, viele Menschen würden bei der Betrachtung der Klimakrise denken, dass sie ja nur ein ganz kleines Rädchen sind, und es eigentlich egal ist, was sie machen. „Dass das nicht so ist, das ist ganz wichtig, das in die Welt zu bringen“, sagt sie und erzählt von der internationalen Transition-Bewegung. „Bei Transition geht es darum, an den lokalen Kontext angepasst, nachhaltige Strategien auszuprobieren. Transition hat etwas Verbindendes, dieses Brücken bauen, zwischen ganz verschiedenen Menschen aus verschiedenen Kontexten aber auch zwischen einer Stadtverwaltung und der Zivilgesellschaft. Was ich persönlich an Transition so spannend finde, ist dieses „Einfach-etwas-machen“!“ Es muss nicht alles durchgeplant sein, es darf auch Chaos herrschen. Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang – wir hoffen und tun unser Bestes, damit es gut kommt, aber letztendlich haben wir es nicht komplett in der Hand. Von Anfang an war bei Transition nicht nur der äußere Wandel wichtig, sondern auch der innere Wandel. Kopf, Herz und Hand müssen eingebunden sein, sonst ist der Wandel nicht nachhaltig.“ Die Achtsamkeitstrainerin Sirin Bernshausen sagt, dass eine Form von Achtsamkeit verbunden mit Werten eine ganz spannende Grundlage sei für Wandel. Damit eine gesellschaftliche Veränderung möglich wird, müssten möglichst viele Menschen mitmachen. Die Gefahr da sei ja oft, dass wir oberflächlich bleiben, um zu verhindern dass Menschen zwar mitmachen aber nicht daran glauben. Der Kopf sagt, der Klimawandel ist bedrohlich, aber das Herz will möglichst öfters im Jahr ans Meer fliegen. Man müsse solche Widersprüchen Raum geben und den Konflikt zulassen und sich miteinander auseinandersetzen, dann sei mit der äußeren Veränderung auch die innere möglich.  „Gerade beim Thema Nachhaltigkeit ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass wir dies auf Kosten anderer tun. Es geht darum, sich als ein Teil von etwas zu sehen. Ich glaube, da hat Kirche ganz viel Wissen, ganz viel Erfahrung und auch Potential. Neben dem Einbringen im Dialog finde ich es auch wichtig, dass Kirche handelt, sich in Projekten und Initiativen einbringt und dort auch mitgestaltet. Gerade auch mit den Werten, die die Kirche vertritt.“

Jun 18

37 min 13 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 26. Mai 2021 Über Innungen, Zünfte, die Walz und die Kreishandwerkerschaft: Vom Handwerk im Hinterland Ein Leben ohne Friseure, Kfz-Mechaniker und Bäcker, Dachdecker und Klempner? Undenkbar. Das Handwerk ist unverzichtbar - aber der Nachwuchs fehlt! Auch in unserer ländlichen Region? Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Frank Interthal. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Biedenkopf erzählt von deren Aufgaben, von den Aufstiegschancen im Handwerk und von der Walz, auf die immer noch manche gehen. Und vom Glaube. Kreishandwerkerschaft? Was sind deren Aufgaben und welche die des Geschäftsführers? Vom Handwerk ist dieser Tage viel zu hören und zu lesen, aber einen Blick hinter die Kulissen bekommt kaum einer von denen, die zum Friseur und zum Bäcker gehen oder auf den Dachdecker oder Klempner warten. Frank Interthal zitiert aus der Handwerksordnung, die die Aufgaben der Kreishandwerkerschaften und der Handwerkskammer regelt. Mit fast einer Million Betrieben stelle das Handwerk einen wesentlichen Teil des Mittelstands dar und sei gerade für ländliche Regionen wichtig, weß Katharina Stähler und zitiert Frank Interthal aus einem Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 2017: „Den nötigen Nachwuchs an Fachkräften zu finden, ist das Thema der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Leider werden in Deutschland zu viele Akademiker ausgebildet und es wird nicht ausreichend gesehen, dass sich auch in den Handwerksberufen viele Aufstiegschancen bieten.“ Woran das wohl liege, fragt sie Frank Interthal. Er meint: „Wir müssen Eltern und ihren Kindern besser vermitteln, dass im Handwerk Chancen bestehen, angefangen mit der Ausbildung, der Gesellenprüfung, danach die Meisterprüfung, die in Deutschland und Europa ein Garant für Qualität ist. Mit der Meisterprüfung steht den jungen Menschen alles offen.“ Er erzählt, dass es noch immer Handwerker gebe, die auf die Walz gehen. „Wenn sie bei uns vorbeischauen, weil sie wissen, dass sie hier eine Wegzehrung monetärer Art bekommen, dann gehe ich immer vorne hin und lasse mir erzählen, woher sie kommen und wohin sie wollen. Das ist schon immer interessant. Zum Beispiel kommen sie aus Südafrika und wollen nach Norwegen.“ Sie habe gelesen, dass im Corona-Jahr 2020 in Deutschland so wenige Menschen ihre Ausbildung begonnen hätten wie noch nie, meint Katharina Stähler: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge seien im Handwerk zum Beispiel um 6,6 Prozent eingebrochen. Ob das auch für das Handwerk im Hinterland gelte, fragt sie den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. „Zum Glück nicht!“ antwortet Frank Interthal. Im vergangenen Jahr habe das Handwerk im Hinterland ebenso viele junge Menschen als Auszubildende eingestellt werden können wie im Jahr zuvor. Er zweifle allerdings, dass das so bleiben werde; schon vor dem Hintergrund der demographischen Prognosen sei das eher unwahrscheinlich. Auf die Frage, ob es ein Erlebnis in seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Biedenkopf gebe, das ihm besonders im Gedächtnis geblieben sei, erzählt Frank Interthal von Innungsfahrten und Bratpartien. Und muss dann Katharina Stähler gleich den Unterschied zwischen Innung und Zunft erklären. Zum Schluss wird Frank Interthal gefragt, ob er Parallelen sehe in der Ausübung eines Handwerkes und dem Engagement für die Kirche. Der ehemalige Kirchenvorsteher seiner Kirchengemeinde antwortet, dass der Alltag eines selbstständigen Handwerkers stark von seiner Arbeit geprägt sei. Denn der Beruf sei ja manchmal auch Berufung. Genauso könne das Engagement für die Kirche Berufung sein. „Wichtiger ist aber aus meiner Sicht der Glaube an den auferstandenen Herrn, den alle Christen auf der Welt teilen und damit auch die gläubigen Handwerker“, sagt er. Deshalb wolle er gerne zum Schluss noch einen Vers aus der Bibel zitieren, weil Ostern auch dieses Jahr in den Kirchengemeinden nur beschränkt gefeiert werden konnte, meint Frank Interthal und liest aus der Bibel, Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

May 26

25 min 56 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 12. Mai 2021 Über Königinnen, besondere Tänze und Blüten: Der Imker vom Honigberg Am 20. Mai ist Weltbienentag. Diesen gibt es erst seit 2018. Damit will die Weltgemeinschaft auf die Bedeutung der Bienen hinweisen. Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Christoph Müller. Er erzählt, wie er zur Imkerei kam und wie er, auf dem „Honigberg“ des Posträuber-Dorfes Kombach, nach etlichen Jahren als erster wieder anfing, aktiv Bienenstöcke zu betreiben. Er interessierte sich schon länger dafür - auch aus Betroffenheit darüber, dass wir ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen, große Schwierigkeiten hätten, genügend Nahrungsmittel zu ernten. Christoph Müller erzählt zur Verwunderung von Katharina Stähler, dass in den Sommermonaten zwischen 30.000 und 40.000 Bienen in einem Stock leben. Imker werden zur Landwirtschaft gezählt. Die Honigbiene ist nach dem Rind und dem Schwein das drittwichtigste Nutztier in Deutschland. Christoph Müller berichtet, wie er als Imker die Bienen „behandeln“ muss, wenn die Milbenkrankheit im Stock überhandnimmt. Und wie er sie „unterstützen“ muss. „Im Winter müssen wir dafür sorgen, dass sie genügend Futter haben, denn ihre Futtervorräte, den Honig, haben wir ihnen ja geklaut!“, sagt er. Ein Bienenschwarm könne allerdings auch selbständig, ohne Hilfe des Menschen überleben, meint Christoph Müller. „Die sammeln ja auch sonst ihren Honig selbständig, ich sage ihnen ja nicht wohin sie fliegen sollen.“ Die Bienen müssten allerdings früh genug im Jahr anfangen können, Wintervorräte anzulegen. Auf die Frage von Katharina Stähler, ob ihm schon einmal ein Bienenvolk „entwischt“ ist, antwortet er: „Nein, das ist mir noch nie passiert. Aber man muss schon gut aufpassen, dass die Bienen sich nicht überlegen: Ja, wir wollen jetzt eine neue Königin! Und die alte Königin mit einem Drittel der Bienen ausschwärmt! Das ist ein ganz schönes Getöse. Das merkt man dann auch!“ Christoph Müller erklärt, wie die Bienen Späherinnen ausschicken, die eine neue Behausung suchen und wieder zurück zum Bienenstock fliegen. „Die erzählen den anderen, was sie gefunden haben und tanzen das. Der Ausgang spielt sich auch ganz demokratisch ab: je mehr Bienen sich einer Tänzerin anschließen, zu der neuen Behausung geht’s dann hin!“ Die Honigbiene hat einen großen volkswirtschaftlichen Nutzwert, nämlich jährlich ca. 4 Milliarden Euro in Deutschland. Obst, Gemüse und Beeren sind ja fast ausschließlich auf die Bestäubung der Biene angewiesen. Allerdings ist das Überleben besonders von vielen Wildbienenarten gefährdet. Katharina Stähler spricht davon, dass Privatgärten mit eine Rolle spielen könnten beim Erhalt von Insekten. Es gebe in Deutschland ca. 13 Millionen Privatgärten. Und die Fläche aller deutschen Gärten zusammen entspricht damit in etwa der gesamten Fläche der Naturschutzgebiete Deutschlands. Wären unsere Privatgärten möglichst naturnah, könnte das auch das Insektensterben aufhalten. Christoph Müller stimmt dem zu, sagt: „Das wäre super!“, und erzählt von seinem Naturgarten, in dem sich sogar Schlangen heimisch fühlen. Er sieht einen Zusammenhang zwischen seinem Glauben und seinem Einsatz für die Natur, seinem Engagement für die Bienen. Der Glaube an den Schöpfer und das Interesse an der Nachhaltigkeit auch im Alltag, das stehe alles in einem Zusammenhang. „Im Glauben ist der Grundstein gelegt, dass man sich darüber hinaus auch über die Natur und unsere Verantwortung dafür Gedanken macht. Deshalb greife ich bei den Bienenvölkern nur so viel ein wie gerade nötig und lasse sie sonst so naturnah wie möglich leben.“

May 11

24 min 36 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 28. April 2021 Über Anfeindungen, Filterblasen und biblische "Nachrichten": Der "Tag der Pressefreiheit" am 3. Mai Mit dem „Internationalen Tag der Pressefreiheit“ am 3. Mai wird seit 1994 jährlich auf Verletzungen der Pressefreiheit sowie auf die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung für die Existenz von Demokratien aufmerksam gemacht. In Deutschland gehört die Pressefreiheit zu den Grundrechten; im Grundgesetz ist sie, wie auch die Meinungs- und Informationsfreiheit, in Artikel 5 festgeschrieben. Nach der Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ war Deutschland 2019 von 180 Ländern auf Rang 11. Laut einer Erhebung des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit war 2020 in Deutschland die Zahl der tätlichen Angriffe auf Medienvertreter so hoch wie noch nie: 69 Journalistinnen und Journalisten wurden attackiert. Katharina Stähler fragt die Journalistin Rebekka Plies, die in Biedenkopf geboren ist und seit 8 Jahren beim SWR in einem Regionalstudio in Karlsruhe arbeitet, ob sie als Vertreterin eines öffentlich-rechtlichen Senders auch schon Anfeindungen erlebt habe. Ja, sie und ihre Kollegen*innen hätten den Eindruck, dass sich Angriffe auf Pressevertreter*innen durchaus häufen. Das gelte vor allem für Demonstrationen, habe damals bei den Pegida-Demonstrationen angefangen und setze sich bei Demos von „Querdenkern“ fort. Es seien vor allem verbale Angriffe, Beschimpfungen, Anfeindungen oder böse Mails. Sie sagt: „Zum Glück geschieht es noch nicht allzu oft, aber man merkt schon, dass die Hemmschwellt sinkt! Wenn ich sowas erlebe, frage ich mich: wie stark muss eigentlich der Frust sein, wo kommt er her, wie lange hat er sich aufgestaut, bis jemand die Grenzen des menschlichen Miteinanders überschreitet. Und ich frage mich auch, ob wir selber dazu beigetragen haben mit dem, was wir berichten, dass der Frust im Moment so stark ausfällt.“ Ein Element, das diesen Frust ausgelöst hat, sieht sie in der durchweg positiven Berichterstattung zu den Flüchtlingsströmen zwischen 2015 und 2017 und das Weglassen von möglicherweise negativen Auswirkungen. Das habe mit Sicherheit dazu geführt, dass manche Menschen sich sagen: Naja, das sind Staatsmedien, die berichten nur das, was politisch gewollt ist. Darauf angesprochen, meint Rebekka Plies, um eine „neutrale“ Berichterstattung zu gewährleisten, gehöre es unbedingt dazu, sich ein großes Bild zu verschaffen, nicht nur die eine Seite zu Wort kommen zu lassen, sondern möglichst alle Seiten, damit viele Aspekte einer Frage dargestellt werden können. Man müsse Scheuklappen ablegen und über die eigene Meinung hinaus schauen. Es sei Aufgabe der Berichterstatter*innen, die Themen so aufzuarbeiten, damit die Zuschauer*innen und Zuhörer*innen sich ein eigenes Bild machen können. Und wenn der/die Journalist*in eine persönliche Meinung äußert und veröffentlicht, dann müsse das deutlich gekennzeichnet sein. Ebenso wichtig sei es aber auch, wenn die Zeit es erlaube, bei einem Thema in die Tiefe zu gehen, gründlich zu recherchieren. Katharina Stähler weist darauf hin, dass die jüngere Generation nachweislich durch die klassischen Medien nicht erreicht werde. Vielmehr steige die Gefahr, dass sich immer mehr Menschen in sogenannten „Filterblasen“ bewegen, ohne Zugang zu anderen Meinungen. Rebekka Plies wiederholt ihren Appell an die Offenheit anderen Meinungen gegenüber, an die Bereitschaft, sich aus der eigenen Komfortzone hinaus zu bewegen, und betont die Wichtigkeit des gegenseitigen Respekts. Auf die Frage, welche Nachricht in der Bibel für sie persönlich am Wichtigsten ist, antwortet Rebekka Plies: „Die Essenz der vielen Geschichten aus der Bibel ist die: „Wir können es nur zusammen schaffen. Die Nächstenliebe ist jenseits aller Grenzen von Religion und Kultur essentiell wichtig.“

Apr 27

24 min 57 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 14. April 2021 Über Fernweh und die Chancen der Reisebranche: Urlaub nach Corona, Solidarität und Flugreisen Seit mehr als einem Jahr begleitet uns schon dieses Corona-Virus. Alles ist davon betroffen: Alltag, Arbeitsleben, Privatleben. Und – unser Urlaub. Eine der Branchen, für die Corona buchstäblich ans Eingemachte geht, ist die Reisebranche. Von rund 11.000 Reisebüros in Deutschland sind etwa 3000 schon jetzt pleite. Und es ist nicht nur das Jahr 2020, das große Verluste gebracht hat. Im März 2021 schreibt das Handelsblatt: „Die Reisebranche schreibt auch das Geschäftsjahr 2021 ab.“   Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Kerstin Willershäuser. Die 55-Jährige ist Inhaberin eines Reisebüros in Biedenkopf. Darauf angesprochen, sagt sie, dass es ihr am meisten Spaß mache, Reisen zu verkaufen, die nicht in den Katalogen sind, sondern Wünsche aus Kunden „rauszukitzeln“ und dann genau passend für die jeweiligen Personen etwas zusammenzustellen. Vor Corona beschäftigte Kerstin Willershäuser eine Vollzeitkraft und eine Auszubildende. Die Vollzeitkraft ist seit März 2020 in Kurzarbeit und die Auszubildende hat die Ausbildung abgebrochen. Denn seit dem Ausbruch der Pandemie ist Kerstin Willershäusers Geschäft geschlossen. Sie sagt: „Für mich ist das Nicht-Reisen-Können furchtbar! Denn ich kenne kein Heimweh, ich kenne nur das Fernweh.“ Sie betont aber auch, dass wir uns in Deutschland glücklich schätzen können, weil wir hier ganz gut aufgestellt seien. Das falle ihr auf, wenn sie mit Kollegen*innen in Frankreich oder England vergleiche, wo der Staat so gut wie nichts bezahle. Allerdings ärgere es sie, dass so große Unterschiede gemacht werden zwischen den Berufsgruppen. Wer eine große Lobby habe wie TUI oder Lufthansa oder der Hotel- und Gaststättenverband, die könnten auch enorme Gelder abschöpfen. Andere, kleinere Branchen fielen dann schon mal hinten runter.   Katharina Stähler und Kerstin Willershäuser sprechen darüber, wie sich die Stimmung während dieser mittlerweile einjährigen Pandemie geändert hat. Anfangs hat noch eine große Solidarität geherrscht. Mittlerweile gibt es mehr Neid und die argwöhnische Frage, ob der/die andere nicht doch mehr bekomme und habe als ich selber. Die Frage stellt sich, wie lange die Gesellschaft dieses Vergleichen und Neiden aushalten kann und wie lange es dauern wird, bis wir einander wieder etwas gönnen können. Für Kerstin Willershäuser ist klar: „Eine Konsequenz der Pandemie wird sein, dass weniger geflogen wird. Die Reisegewohnheiten werden sich ändern durch die Erfahrungen, die wir gemacht haben. Die Frage wird dringender, sowohl im Geschäftsbereich wie auch im Privaten: Was ist sinnvoll? Welche Reisen sind überflüssig.“ Dass sie ihre Ausbildung damals machen konnte, verdankte sie dem Los. Ihr Ausbildungsplatz wurde aus 15 Bewerber*innen, die in die engere Wahl kamen, ausgewürfelt.   Angesprochen auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen dem gesetzlich verankerten Grundrecht „Freiheit“ – und damit auch der Reisefreiheit - und der Freiheit eines Christenmenschen, antwortet sie: „Freiheit bedeutet für mich ein Freiraum, den ich für mich habe, aber auch in Verantwortung für die anderen. Meine Freiheit geht nur so weit, wie die Freiheit des/der anderen reicht. Deshalb akzeptiere ich die Einschränkungen, die Corona mit sich bringt. Als Christin bin ich frei, weil ich von Gott befreit wurde und ich deswegen manches nicht tun oder haben muss – ich bin befreit davon!“

Apr 13

23 min 52 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht? PodCast am 31. März 2021Über Ostereier und Respekt für die Hühner. Von einem Huhn, das grüne Eier legte, Eipulver und BioeiernDas Ei ist ein altes Symbol für Fruchtbarkeit, neues Leben und Wiedergeburt. Seit langer Zeit schon ist es ein wichtiger Bestandteil der Traditionen rund um das Osterfest. In den Wochen um Ostern erhöht sich der pro Kopf Verbrauch in Deutschland auf etwa sieben Eier pro Woche. Ansonsten sind es ca. vier Eier pro Woche, d.h. in Deutschland werden im Jahr durchschnittlich 236 Eier pro Kopf verbraucht, als Frühstücksei, als Omelette, aber auch versteckt in Backwaren, Nudeln oder Fertigprodukten. Woher kommen all diese Eier? Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Roswitha Muth. Sie erzählt vom Landwirtschaftsbetrieb, den sie mit ihrem Mann zusammen im Nebenerwerb in Wolfgruben betreibt. Es ist seit über 20 Jahren ein anerkannter Biobetrieb. Sie haben sechs Kühe in Mutterkuhhaltung und einen Bullen, pflanzen Getreide, Kartoffeln und Weizen an. Um Nährstoffe in den Boden zu bekommen, werden auch Klee und Futtererbsen angepflanzt. Seit sechs Jahren gehören die Hühner zur täglichen Arbeit von Roswitha Muth. Anfangs waren es sechs, heute mehr als 90 Hühner, die in einem umgebauten Bauwagen und einem Hühnermobil von einer Wiese zur nächsten gebracht werden. Rund 80 Eier pro Tag werden in die Legenester gelegt. Auf die Frage, was die Hühner brauchen, damit ihre Eier als Bioeier verkauft werden können, antwortet Roswitha Muth: „Die Legehennen, die wir kaufen, müssen aus einem zertifizierten Biobetrieb sein und das Futter, das wir ihnen geben, muss ebenfalls durchgehend Biofutter sein.“ Bei keinem Produkt in Deutschland ist die Nachfrage nach „Bio“ so hoch wie bei Eiern.14 Prozent der konsumierten Eier stammen aus Bio-Produktion. Zum Vergleich: Bei anderen Bio-Produkten liegt der Marktanteil in Deutschland bei nur vier Prozent. „Man schmeckt, was ein Tier gefressen hat“, meint Roswitha Muth. Das sogenannte „Eipulver“, das in vielen Produkten als Zusatz deklariert wird, wird aus dem Ausland importiert und aus Eiern von Käfighühnern hergestellt. Käfighaltung ist zwar seit 2010 in Deutschland verboten, aber weil „Eipulver“ ein verarbeitetes Produkt ist, muss nicht deklariert werden, woher es stammt. Roswitha Muth verkauft ihre Eier direkt vom Hof und bekommt dafür 32 Cent pro Ei. An Bioeiern, die schon für 26 Cent pro Ei beim Discounter verkauft werden, würden die Bauern kaum was verdienen, meint sie. „Dem Tier muss man Respekt zollen, man soll es anständig behandeln, ihm gerecht werden, so gut es geht. Das hat auch etwas mit Menschlichkeit zu tun!“, sagt sie. Am Ende erzählt sie von den ersten Hühnern, die sie hatte und von dem einen besonders neugierigen Huhn, das grüne Eier legte. Dieses eine Huhn riss immer wieder aus und fand den Weg in den Garten der Nachbarin, um dort in den Salatbeeten zu scharren.  Schließlich wurde die kleine Ausreißerin Opfer eines hungrigen Fuchses.

Mar 30

24 min 2 sec

Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Menschen aus der Region, die etwas zu sagen haben. Schon mal dran gedacht?  PodCast am 17. März 2021 "Warum tust du dir das an?" Politisches Engagement auf kommunaler Ebene Am vergangenen Sonntag wurden in Hessen die kommunalen Vertretungen gewählt. Rund 4,7 Millionen Bürger:innen waren wahlberechtigt. Tausende von Menschen standen zur Wahl. Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit Monika Heuser-Fischbach, die der Gemeindevertretung in Dautphetal angehört. Und stellt als Erstes eine Frage, die sich viele Menschen stellen: Warum tust du dir das an? Monika Heuser-Fischbach erzählt von ihrer Motivation, sich politisch zu engagieren. Sie habe schon früh damit angefangen, schon in der Schulzeit. Ein besonderer Ansporn seien ihre beiden Großväter gewesen, die mit ihren schmerzlichen Erfahrungen aus der Nazi-Diktatur betont hätten, dass Demokratie nicht selbstverständlich sei, sondern wofür immer wieder gekämpft werden müsse. 15 Jahre lang war Monika Heuser-Fischbach Ortsvorsteherin an ihrem Heimatort. Als Frau so eine politische Position einzunehmen, entspricht keineswegs der Norm. Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2011 liegt der Frauenanteil in den Kommunalparlamenten in Deutschland im Schnitt bei 25%. Allerdings sind es in den Großstädten bis zu 40%, d.h. in den ländlichen Regionen weit unter diesen 25%. Je kleiner und ländlicher die Kommune, desto geringer ist der Frauenanteil in den Parlamenten. Das bestätigen die Zahlen der Kandidatinnen, die sich in den Kommunen im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach bei der Kommunalwahl 2021 haben aufstellen lassen. Monika Heuser-Fischbach berichtet von Schwierigkeiten, die sie als Kommunalpolitikerin hatte, erzählt aber auch, dass sie nach wie vor eine große Motivation verspüre, sich für die Bürger:innen einzusetzen. Sie habe in all den Jahren viele interessante Erfahrungen machen können. Die Frage, wie sich ihr Christsein zu ihrem politischen Engagement verhält, beantwortet Monika Heuser-Fischbach damit, dass sich für sie diese Frage nicht stelle. Als Christin sei sie Politikerin und als Politikerin ja auch Christin. Das gehöre für sie beides zusammen. Zum Schluss erzählt Monika Heuser-Fischbach noch eine Besonderheit aus ihrer langjährigen Erfahrung als Kommunalpolitikerin, nämlich dass sie auch einmal eine Urnenbeisetzung durchführen musste. Das habe zu ihrer Verwunderung zum Arbeitsbereich einer Ortsvorsteherin gehört, wenn der/die Verstorbene weder unter Beteiligung einer Kirche oder einer Gemeinschaft beerdigt werden sollte.

Mar 16

21 min 25 sec

Schon mal dran gedacht? Gemeinschaft, Vereinsleben und Corona - PodCast am 24. Februar 2021 Gemeinschaft? Und das mit Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln? Wie soll das gehen? Aber: Je länger die Pandemie anhält, desto lauter wird der Ruf nach Gemeinschaft. Pfarrerin Katharina Stähler spricht wieder mit einem Menschen aus der Region, der etwas zu sagen hat. Sebastian Spies erzählt von seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Fußballvereins in Wallau und von den Herausforderungen in diesen Corona-Zeiten für das Vereinsleben und die Gemeinschaft.

Feb 23

24 min 50 sec

Schon mal dran gedacht? PodCast zum 17. Februar 2021 Heute ist Aschermittwoch. Morgen beginnt die Passionszeit, die Vorbereitungswochen vor dem höchsten christlichen Fest Ostern. Und da wird traditionellerweise auch gefastet. Was ist das und hat es etwas mit Verzicht zu tun? Nicole Ann Habich erzählt von ihrer über 20jährigen Erfahrung als Teilnehmerin und Organisatorin von Fastentagen.

Feb 23

23 min 59 sec

Der 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz – der Holocaust-Gedenktag. Auch 500.000 Sinti und Roma verloren in den Lagern ihr Leben. Silvana Hauer, geborene Bäcker, erinnert sich an ihre Großmutter, die als Kind die Lager überlebte. Und sie berichtet von ihrem eigenen Leben als Sintiza.

Jan 27

24 min 23 sec

Übers Lesen. Eine Leidenschaft. Susanna Roßbach liest. Und zwar viel, richtig viel. Pfarrerin Katharina Stähler möchte unter anderem wissen, wie sie sich ihre Lektüre aussucht. In fremde Lebenswelten eintauchen, dem Alltag entfliehen, die Neugierde befriedigen – es gibt viele gute Gründe fürs Lesen. Die 28jährige Juristin Susanna Roßbach hat im vergangenen Jahr 148 Bücher gelesen. Sie spricht darüber, wie sie ihre Lektüre auswählt und was sie dabei besonders interessiert.

Jan 20

35 min 13 sec

Wenn andere am Weihnachtsbaum zur Bescherung zusammensitzen, ist Claudia Seissler unterwegs zu Patienten, die die Festtage oft ohne Angehörige verbringen müssen. Die langjährige Mitarbeiterin der Diakoniestation Gladenbach erzählt Pfarrerin Katharina Stähler von besonderen Erlebnissen und vom Alltag in der Ambulanten Pflege.

Dec 2020

19 min 4 sec

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum... sind seine Blätter noch grün? Nach drei trockenen Jahren gehen gerade die Nadelbäume in unseren Wäldern zuhauf ein. Welchen Baum sollen wir für Weihnachten 2020 kaufen? Darüber und über vieles mehr spricht Dr. Lars Wagner, Leiter des Forstamts Biedenkopf, mit Pfarrerin Katharina Stähler.

Dec 2020

18 min 32 sec

Das Land überaltert, die Städte bleiben jung. Stimmt das? Malte Müller ist im Hinterland aufgewachsen und lebt heute mit seiner Familie in Berlin und spricht mit Pfarrerin Katharina Stähler über seine Gründe dafür.

Nov 2020

21 min 57 sec

Vor 82 Jahren, am 9. November 1938, haben in Deutschland die Synagogen gebrannt. Anlässlich dieses Gedenktags spricht Pfarrerin Katharina Stähler mit Ursel Ostrowski, die in Breidenbach als kleines Mächen die Deportation der letzten jüdischen Mitbürger miterlebt hat. "Das Versagen einer ganzen Gesellschaft" wurde an diesem Tag offenbar: Kaum ein Widerspruch wurde laut gegen die konzertierte Aktion  der Nationalsozialisten; und wer die brennenden Synagogen löschen oder den jüdischen Geschäftsleuten in ihren von der SA verwüsteten Läden helfen wollte, musste damit rechnen, dass sich die Gewalt auch gegen ihn richten würde. Ursel Ostrowski ist eine Zeitzeugin, die diese schlimmen Jahre miterleben musste. Pfarrerin Katharina Stähler spricht mit ihr darüber.

Nov 2020

17 min 55 sec

Über den Wolken muss die Freiheit doch wohl grenzenlos sein? Flugbegleiterin Inger Herrmann sollte es wissen. Und ja, sie stimmt Reinhard Mey zu. Aber wie schaut es mit Freiheit anderswo aus? Pfarrerin Katharina Stähler und Inger Herrmann sprechen über die Freiheit über den Wolken und auf der Erde...

Nov 2020

13 min 47 sec

Ehrenamtliches Engagement in seinem Dorf ist für Arno Kraußmann selbstverständlich. Er setzt sich in Niederdieten ehrenamtlich nicht nur für kulturelle Angebote ein...

Nov 2020

14 min 6 sec