re:publica 19 - Mobility & City

re:publica

Im Track Stadt und Mobilität beleuchten wir die Auswirkungen der Digitalisierung auf Städte. Was genau bedeutet eine zunehmende digitale Vernetzung des urbanen Raums für die Bewohner*innen einer Stadt?

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Jonathan Sachse, Justus von Daniels, Luise Lange Der deutsche Immobilienmarkt ist äußerst lukrativ für Investor*innen aus der ganzen Welt. Auf der einen Seite: Zuzug in Großstädte. Auf der anderen Seite: Immobilien als begehrter Rendite-Hebel. Die Folge: Die Mietpreise gehen in Großstädten wie Hamburg, Berlin oder Düsseldorf durch die Decke. Wohnen wird für viele Bürger*innen zur Existenzfrage.  Wir wollen wissen: Welche Eigentümer*innen spielen eine wesentliche Rolle auf dem Wohnungsmarkt? Wer handelt davon fragwürdig?  Das Problem: In Deutschland ist der Wohnungsmarkt intransparent. Das Grundbuch ist nicht zentralisiert und nicht öffentlich zugänglich. Gemeinsam mit Hilfe der Bürger*innen wollen wir Transparenz herstellen, wollen wissen, wer sind die Eigentümer*innen der Wohnungen und der Häuser in der Stadt.   Dafür haben wir in verschiedenen Städten in Deutschland die Mieter*innen aufgerufen von ihrer Mietwohnung den/ die Eigentümer*in mitzuteilen. Seit dem Start im April 2018 haben bereits tausende Menschen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf teilgenommen. Für die erste Stadt sind die Ergebnisse auf wem-gehoert-hamburg.de einsehbar.  Mit der Bürgerrecherche wollen wir Informationen generieren, die eine auf Fakten basierte Diskussion zum Wohnungsmarkt und über den Grad der Transparenz ermöglichen. Auf der re:publica 2019 wollen wir ein gutes Jahr nach Beginn der Recherche über Zwischenergebnisse berichten. Zusätzlich geben wir einen Einblick hinter die Kulissen, wie wir in den Großstädten tausende Menschen begeistert haben an der Recherche teilzunehmen und wo wir auf Probleme bei der Crowd-Recherche gestoßen sind.

May 2019

58 min 12 sec

Konstanze Scheidt, Lena Fiedler Wir wollen in diesem Workshop von der Utopie ausgehen, dass Dieselfahrverbote, E-Sharing-Angebote und ein kostenloser Nahverkehr zum Ende des Autos als Hauptverkehrsmittel in Städten führen. Mit dem Ende des Autos nähert sich auch das Ende der Tankstelle. Angesichts der alarmierenden Entwicklung von Großstädten wie Berlin, ist es mehr als überfällig, statt Schadensbegrenzung zu betreiben, an einer vernetzten Stadtentwicklung zu arbeiten. Wie Keller Easterling gezeigt hat, ist Infrastruktur nicht bloß etwas der Stadt zugrunde liegendes, sondern das strukturgebende Element, das aktiv den Raum der Stadt anordnet; nicht die Hardware, sondern die Software. Und eine Software kann man hacken. Die Tankstelle ist dann nicht mehr eine abgeschlossene, zweckorientierte Einheit, sondern ein Marker, der auf sich entfaltende Potenziale von Handlungsmacht innerhalb von Infrastrukturen hinweist. Wir wollen diesen Marker umschreiben. Das Assemble Kollektiv hat es vorgemacht und eine leerstehende Tankstelle in ein temporäres Kino verwandelt. Wenn man nun Tankstellen als Netzwerk denkt, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Statt dem üblichen Lauf der Dinge – Verkauf an den höchstbietenden Investor, möglichst profitable Nachverdichtung, Verdrängung – weiter zuzuschauen, sollten wir jetzt aktiv werden. Daher werden wir in diesem Workshop gemeinsam Zukunftskonzepte für eine vernetzte Entwicklung der innerstädtischen Tankstellen entwerfen. Nach einem kurzen Input wollen wir zunächst gemeinsam Ideen sammeln, die dann in Kleingruppen zu Konzepten ausgearbeitet werden. Was ist besonders dringlich – Grünflächen, temporäres Wohnen, Kitas, Theater oder Kinos? Wie kann man ein zusammenhängendes Konzept für die ganze Stadt entwickeln, das gleichzeitig auf lokale Gegebenheiten eingeht und durch nachhaltige Beteiligungsstrukturen die Nachbarschaft miteinbezieht? 

May 2019

1 hr 1 min

Ralph Diermann Deutschland kommt beim Ausbau der erneuerbaren Energien gut voran. Wind-, Solar- und Bioenergie decken heute bereits vierzig Prozent des heimischen Strombedarfs. Ein großer Erfolg? Ein erster Schritt – denn die wirklich große Aufgabe liegt noch vor uns: Das Energiesystem muss viel flexibler werden, wenn die wetterabhängigen Windräder und Solaranlagen die fossilen Kraftwerke ersetzen sollen. Die nötige Flexibilität schafft die Verknüpfung der Strom- mit der Wärmeversorgung und dem Verkehr. Das verlangt die Digitalisierung des gesamten Energiesystems. Eine schrankenlose Kommunikation ist das Ziel: Wenn die Wärmepumpe mit dem Batteriespeicher, die Ladestation für das Elektroauto mit der Solaranlage, der Ortsnetztrafo mit der Biogasanlage spricht, gibt das die Steuermöglichkeiten, mit denen die rasant zunehmende Komplexität des Energiesystems beherrschbar bleibt. Mit der Digitalisierung entstehen viele spannende Geschäftsmodelle, neue Akteure drängen in den Markt. Ebenso wird das Energiesystem demokratischer: Bürger*innen können ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen, ihre Flexibilität beim Bezug von Energie vermarkten oder Strom gezielt beim Windrad ihrer Wahl einkaufen. Die Session stellt einige dieser Modelle vor, diskutiert deren Potenzial zur Demokratisierung des Energiesektors – und beschreibt auch die Kehrseite der Medaille: eine Benachteiligung all derer, die sich nicht aktiv an der Energiewende beteiligen wollen oder können.

May 2019

33 min 43 sec

Francesca Bria, Ulrike Huemer, Katalin Gennburg What's Berlin's digital strategy for the next years? How can technology lead to more participation in democratic processes? Where do we need joint initiatives by actors from the economy, civil society and politics?  Which needs and ressources does civil society offer? How can a Smart City Berlin be used for the common good instead of glossy brochures? And what can we learn from other metropolitan areas around the world? Barcelona, for example, rolled out a Rebel City strategy focusing on the right to city and a sustainable, participatory and efficient digital transformation.

May 2019

1 hr 5 min

Benjamin Seibel, Adriana Groh Experimentierlabor für die Stadt der Zukunft: Mit dem CityLAB Berlin entsteht im ehemaligen Flughafen Tempelhof ein offener Ort, an dem Verwaltung und Stadtgesellschaft gemeinsam an neuen Ideen basteln können. Diesen Sommer geht es endlich los – mit der Technologiestiftung Berlin ist eine gemeinnützige Trägerin gefunden, die den Betrieb vor Ort koordiniert. Heute gibt es ein erstes Sneak Preview zu den Räumlichkeiten, zu Konzept und Zeitplan, und vor allem eine herzliche Einladung zum Mitmachen. 

May 2019

30 min 43 sec

Christian Dahler Der Vortrag zum Thema "Datenschutzrisiken in der vernetzten Mobilitätswelt" zeigt die Risiken des modernen Verkehrs aus Sicht des Datenschutzes auf. Aktuelle Beispiele hierfür sind u.a. Datenschutzprobleme bei Chipkarten für ÖPNV-Kunden, bei freiem WLAN im Nah- und Fernverkehr, im Bereich Elektromobilität und Risiken bei automatisierten und vernetzten Fahrzeugen. Auch Informationen zum Thema "Chancen und Datenschutzrisiken bei intermodalem Verkehr" werden eine Rolle spielen. Als „intermodalen Verkehr“ bezeichnet man die intelligente Verknüpfung verschiedener Mobilitätsangebote auf dem jeweiligen Weg der Nutzer und NutzerInnen vom Start zu ihrem Ziel, z.B. eine kombinierte Nutzung von Angeboten des Nah- und Fernverkehrs, Car-Sharing und Fahrradverleih. Dafür müssen die Anwender und AnwenderInnen allerdings dementsprechend viele persönliche Daten bereitstellen, um möglichst optimal auf sie persönlich abgestimmte Routenvorschläge zu erhalten. Fast alle der vorgenannten Themen werden auch bereits öffentlich aufgrund von Risiken bei Datenschutz und Datensicherheit diskutiert, vielen Menschen sind diese Risiken jedoch weiterhin nahezu unbekannt. In meinem Talk möchte ich daher über die Risiken aufklären und Wege für eine geeignete Balance zwischen Innovation und Datenschutz aufzeigen.

May 2019

31 min 30 sec

Tori Boeck, Ulrich Binner, Adriana Groh Relationship Status: It’s Complicated Die Beziehung zwischen öffentlicher Verwaltung und Civic Tech-Community ist kompliziert. Dabei brauchen beide einander: Die Community benötigt für erfolgreiche Projekte oft Daten und Kooperationsbereitschaft der Verwaltung. Und die Verwaltung könnte viel stärker von Ideen und Engagement der Civic Hacker profitieren. Aber das Verhältnis ist von gegenseitigem Misstrauen geprägt: Techies halten die Verwaltung für einen Dinosaurier, weil digitale Themen dort nur langsam und mühsam vorankommen. Und viele Verwaltungsangestellte sehen in der Tech-Community einen Haufen anarchistischer Spinner, die wenig von der Realität komplexer Verwaltungsstrukturen verstehen.  Was hilft, solche Missverständnisse aufzuklären? Wie in jeder Beziehung lautet die Antwort: Kommunikation! Ein wertschätzendes Gespräch ist der erste Schritt, um gegenseitige Bedürfnisse und Erwartungen zu verstehen und zu einem produktiven Miteinander zu gelangen. Bei Veranstaltungen wie der re:publica hören wir oft die Seite der Tech-Community, aber viel seltener hören von Verwaltungsbeschäftigten, was sie sich von einer digitalen Zivilgesellschaft wünschen. Und noch seltener kommen beide Seiten zusammen, um offen über ihre Beziehungsprobleme zu sprechen.  Das wollen wir ändern. In dieser Session, bringen wir einen Vertreter aus der Berliner Verwaltung mit einer Vertreterin der Berliner Tech-Community zusammen und unterziehen die beiden einer paartherapeutischen Behandlung. Wir versuchen zu ergründen, was beide sich gegenseitig wünschen, wo sie sich unverstanden fühlen, was die Wurzel der Missverständnisse ist und wie beide eine gemeinsame Grundlage finden können, auf der eine produktive Zusammenarbeit möglich werden kann. 

May 2019

29 min 46 sec

Felix Hartenstein Jeff Bezos, Amazon-Gründer und reichster Mensch der Welt, rief 2017 den größten Städtewettbewerb aus, den die Welt bis dato erlebt hat. Zu „gewinnen“ gab es den Standort für Amazons zweiten Firmensitz HQ2 und 50.000 Jobs. Die Resonanz war überwältigend! Mehr als 200 Städte folgten dem Aufruf. Sie gaben nicht nur Standortfakten zu Demografie, Infrastruktur und Wirtschaft preis, sondern überboten sich auch mit Steuervergünstigungen, finanziellem Beistand und weiteren Anreizen. Ende 2018 erklärte Amazon überraschend, nicht einen, sondern gleich zwei neue Firmensitze zu errichten: In Long Island City (Queens, NYC) und in Crystal City, einem Vorort von Washington DC, sollten jeweils 25.000 Arbeitsplätze entstehen - die Hälfte der ursprünglich versprochenen Jobs. Die Gewinnerstädte stellten dafür Suventionen von über 2 Mrd. Dollar in Aussicht. In New York demonstrierten BürgerInnen gegen die Ansiedlung, Amazon zog seine Pläne schließlich zurück. Auch andernorts ist Amazon als Stadtmacher aktiv. An ihrem Stammsitz in Seattle belegt die Firma 20% der Büroflächen. Durch die Übernahme der Bioladenkette Whole Foods hat der Onlinehändler den Schritt ins Offline-Geschäft gewagt. Neben Sojamilch und Tofu liegen Alexa-Lautsprecher im Regal, Kunden können bestellte Pakete im Laden abholen. Amazon betreibt auch kassenlose Supermärkte, liefert Lebensmittel aus und experimentiert mit Pop-Up Stores, wie zuletzt am Kurfürstendamm. Amazons Evolution vom Online-Buchhändler zum Städtebauer wirft grundsätzliche Fragen zum Verhältnis von Wirtschaft und Stadtentwicklung auf. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, für den Niedergang der Innenstädte mitverantwortlich zu sein, die Arbeitsbedingungen gelten als schlecht. Was also ist von Amazons wachsender Rolle als städtischer Akteur zu halten? In Berlin werden die Campuspläne von Google, Siemens und Zalando ebenfalls kontrovers diskutiert. Welche Lehren ermöglicht die Kontroverse um Amazon für den Umgang mit Tech-Firmen in der Hauptstadt?

May 2019

24 min 11 sec

Ulf Venne Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt sehen sich zunehmend mit plötzlich auftretenden Störungen in ihren globalen Lieferketten konfrontiert. Trotz der erhöhten Komplexität globalisierter Geschäftsabläufe bieten neue Technologien eine bessere Transparenz und Vorbereitung auf Supply-Chain-Risiken als je zuvor. In dieser Session sprechen wir darüber, wie mithilfe künstlicher Intelligenz Millionen von Quellen in Echtzeit überwacht und Anzeichen für Störereignisse frühzeitig identifiziert werden können. Außerdem verraten wir, was die Simpsons mit Big Data zu tun haben.

May 2019

32 min 35 sec

Dirk von Schneidemesser, Katja Diehl, Mira Ball, Jens Kober Das Panel soll ausloten, welche gesellschaftlichen Bündnisse nötig und möglich sind, um die Krise zu lösen. Mobilitát ist weiblich, ist migrantisch, ist klassenübergreifend. Im Verkehrs- und Mobilitätsbereich selbst sind allerdings in der Regel Männer beschäftigt - unabhängig davon, ob man Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung oder Unternehmen betrachtet. Daraus folgend werden - wie in vielen Bereichen in der Regel technische Lösungen für eine politische und soziale Aufgabenstellung ventiliert. Die Aufgabe lautet: Dekarbonisierung der Welt innerhalb von 3 Jahrzehnten. Eine riesige Herausforderung, deren Meisterung nicht technisch, sondern politisch entschieden wird. Ob die notwendigen Weichen jetzt noch gestellt werden, ist nicht ausgemacht. Die Grundthese des Panels lautet daher, dass es notwendig ist, über den Horizont der Verkehrsbubble hinaus zu schauen und gesellschaftliche Bündnisse jenseits zu schmieden. Das wird weder angenehm noch kuschelig werden, aber nur so kann das Machtgleichgewicht des automobilen Systems verschoben werden. Auf dem Panel werden wir genau über diese Frage diskutieren und Ausloten, wie gesellschaftliche Macht jenseits des eigenen Karaftfahrzeugs aufgebaut werden kann. Moderation: Nicolas Šustr, Redaktion neues deutschland

May 2019

59 min 1 sec

Julia Holze, Juliane Pabst, Lara Zeyßig, Christoph Wiche Im Sommer hatte ich eine U-Bahnfahrt, die mich zum Nachdenken anregte: Wegen einer defekten Rampe, konnte ein Rollstuhlfahrer nicht zu steigen. Das hieß für ihn auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen, große Umwege und längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Und darüberhinaus haben sich Menschen über die Verspätung aufgeregt und den Rollstuhlfahrer auch noch beschimpft. Der Gedanke hat mich nicht mehr los gelassen: Wie schwierig ist das Reisen für manche Menschen - immerhin sind 21% der Bevölkerung in Großbritannien körperlich eingeschränkt? Wie ist es hierzulande, z.B. für den 6-jährigen Sohn meiner Freundin, der sich räumlich nicht gut orientieren kann? Mit diesen Fragen im Kopf bin ich auf das PIKSL-Team gestoßen und wir machen uns nun daran Lösungen zu finden, die letztlich uns allen das Reisen vereinfachen sollen. Gemeinsam mit den PIKSL Experten möchte ich anhand unseres Co-Creation Projekts und der Entwicklung einer digitalen Innovation aufzuzeigen wie: - vermeintliche Schwächen eine Stärke im Zusammenleben bewirken können, - die Zusammenarbeit von behinderten und nicht-behinderten Menschen auch über Organisationsgrenzen hinweg funktioniert und Barrieren im Kopf abgebaut werden können, - Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre Expertise im Identifizieren und Abbauen von Komplexität in neue Kontexte einbringen und - agile Methoden und echte Co-Creation nutzenstiftende Innovationen fördern. Dazu möchten wir in unserem Workshop unser gemeinsames Projekt präsentieren und mit den Zuhörern eine kleine Co-Creation Idearion durchführen. Dieser soll die Skalierbarkeit von Einfachheit aufzeigen. D.h. je einfacher wir Mobilität gestalten, umso höher ist die Akzeptanz und damit auch die Nutzung von (öffentlichen) Verkehrslösungen über verschiedene  Verkehrsträger hinweg für jedermann. 

May 2019

20 min 42 sec

Stephan Rammler, Sigrid Evelyn Nikutta, Dirk Meyer Wo stehen wir aktuell und wo müssen wir hin? Welche Best Practice Beispiele gibt es und welche Akteure haben sich bereits auf den Weg gemacht? Welche Rolle spielt die Digitalisierung? Mit dem Publikum der re:publica und Expert*innen bauen wir eine Ideenskizze für unsere Mobilität der Zukunft. Umweltschonend, weniger laut und dreckig, sicher und kundenfreundlich. Welche Fahrzeuge brauchen wir? Flugtaxis, autonom fahrende U-Bahnen, E-Busse und -Lastenräder und autonom fahrende Autos? Sind sharing, pooling und healing die Lösung? Welche digitale Infrastruktur und welche Daten braucht es und wem gehören diese? Wer soll die technischen Plattformen betreiben: Die klassischen Player, neue digitale Akteur*innen oder die Kommunen? Vielleicht sogar alle gemeinsam mit einer technischen Infrastruktur auf Open Source Basis und genossenschaftlich organisiert? Und macht das alles die Digitalisierung alleine oder müssen wir selbst etwas ändern – we are the solution?!

May 2019

58 min 30 sec

Tracy Rolling, David Volpe It’s not easy to keep up with the hunger for geodata. There’s so much that must be mapped. Not only geography, but traffic, pollution, light, sound, crime... There are so many customers for the data and expectations around the richness and freshness of that data is escalating. With all of these sensor networks (mobile phones, cars, city networks, drones) what are we sensing? Who decides what data is worth collecting and where? What forces drive the direction of our data collection? Collecting data is easy and cheap. The hard part is processing it and making sense of it. It’s very easy to take pictures with a 360-degree camera array. It’s very difficult to stitch them together. It’s easy to collect a point cloud and a 3-D mesh. You can do it with an old Kinekt camera from eBay. It’s hard and expensive to turn that point cloud into something that can be read and used. Who decides what data is collected and how it is processed? Humans tend to conflate automation and impartiality, automation and accuracy. We seem to forget that humans are the ones building the algorithms and AIs and that human interests lead us to build algorithms that can learn to read one type of data or another. Data is just data and machines don’t know things. The political motivations and storytelling power of a map is not changed when the map is built by automated means and it’s important for us to remember that the same critical thinking you can apply to a traditional map has to apply also to the automated digital map.

May 2019

30 min 48 sec

Simon Wöhr Über die nächsten fünf Jahre wird nun das „Reallabor Radbahn“ entstehen, eine 200 Meter lange Teststrecke, die unter Beteiligung von Anwohner*innen, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Kulturschaffenden, Gewerbetreibenden, Unternehmen und Verwaltung installiert wird. Aber nicht erst das Testfeld bietet Raum und Anlass für partizipative Stadtgestaltung, bereits auf der re:publica stellt der gemeinnützige Verein paper planes, vertreten durch Simon Wöhr, sein Reallabor-Konzept vor und freut sich auf anregende und kritische Diskussionen darüber, welchen Fragen ein zukunftsgewandtes Verkehrsmodellprojekt zu beantworten hat.

May 2019

26 min 33 sec

Daniel Geiger, Jonas Wagner Urbanisierung - eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Politik und Wirtschaft sprechen überall auf der Welt davon, wie wir unsere Großstädte in Smart Cities verwandeln können. Milliarden werden von Konzernen in smarte Infrastruktur investiert, um Verkehrs-, Energie- und Sicherheitsprobleme in Städten zu lösen. Dabei gerät der ländliche Raum in Vergessenheit und die Kluft zwischen Stadt und Land wird  zunehmend größer - was wiederum dazu führt, dass mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen (müssen). Dabei lassen sich schon mit einfachen Mitteln digitale Lösungen auch für den ländlichen Raum entwickeln, um ohne große Investitionen Lösungen für Probleme zu finden und die Lebensqualität von Dorfbewohnern mit smarter Sensorik, digitalen Lösungen und begrenztem finanziellen Spielraum zu verbessern. Wir sind in den Dialog mit Dorfbewohnern aus verschiedenen Gegenden getreten und haben in interaktiven Workshops Lösungen für Probleme ausgearbeitet. Diese Konzepte werden im Anschluss in einem Pilotprojekt umgesetzt und nach einer Testphase ausgewertet. Die Ergebnisse des Projekts werden auf der re:publica 2019 vorgestellt.

May 2019

28 min 33 sec

Martin Dennemark Current discussions on mobility are limited to dogmatic narratives and conservative perspectives. Although we see emerging modes of transportation, we still believe in the story of the wheel. The will to explore new possibilities is rather preventive. Today, shared, electric and autonomous mobility still looks like an oil-driven world, where we discuss how they can fit into existing regulations and infrastructures. We continue to think in lanes instead of embracing new ways to explore and create our environment! Lanes and sidewalks are the last thing we would need in a world of autonomous vehicles that can navigate and interact safely with their environment. On the base of this hypothesis, I will present an explorative vision on how new transportation could change the way we create our environment. By imagining a Special Mobility Zone, I will showcase how a spatial regulatory framework can allow the co-development of Mobilie and Immobilie through the inhabitants of the area. Driven by the collaborative nature of the fourth industrialisation and its democratisation of tools, the inhabitants can co-create their environment together with their vehicles. Instead of being restricted by lanes they can live on an ever-changing shared space. This talk will reflect on past, current and possible future mobilities. All ingredients of the presented vision are already at our hands: invention of a great diversity of vehicles, proven concepts like shared surfaces and safe navigation systems. So, why are we restricting ourselves? What are the real benefits of technology? What were the values behind the developments that led to the world we have now and what should be the values for our future?

May 2019

24 min 31 sec

Alex Huber Why are Swedes, Danes, Finns and Norwegians so digital? And how does this approach help shape the sustainable travel of the future?  Alex Huber is responsible for TUI‘s business in the Nordics and turned it around to a digital pioneer in the area of travel-tech. 

May 2019

57 min 39 sec

Kirsten Kötter Ich fotografierte um 1998 mehr als 200 Ladenfronten des Einzelhandels in Stadt und Peripherie. 20 Jahre später recherchierte ich, was aus diesen Läden geworden ist. Das Ergebnis fällt positiver aus als erwartet. Aktuelle Trends der Ladennutzung, -umwidmung oder Leerstände sind zwar zu sehen. Doch der in den 1970er Jahren prognostizierte Tod des Einzelhandels blieb aus. 1998 markiert einen Wendepunkt von Analog zu Digital: 1998 startete Amazon in Deutschland; 1999 kam Ebay. 1998 startete Google seine Suchmaschine. Alles läuft seit der Moderne konsequent auf den Onlinehandel zu. Die Digitalisierung ermöglicht die Umsetzung der immer wieder geäußerten Kundenwünsche nach großem Warenangebot, niedrigen Preisen und Bequemlichkeit. Große haben Kleine geschluckt: Aufkäufe, Ketten, Filialen, Franchising. In der Zeit des Onlinehandels kämpfen die einstigen Eroberer nun selber um das Überleben. Die Revolution frisst ihre Kinder. Der Einzelhandel muss spätestens seit den 1960er Jahren mit neuen Konzepten oder Selbstausbeutung ums Überleben kämpfen. Der Einzelhandel hat inzwischen Sympathien zurückerobert. Denn hier können andere Kundenwünsche nach Kommunikation, Heimat ausgelebt werden. Durch die Ladengeschäfte wird der Ort zum öffentlichen Raum: es gibt einen Grund in die Stadt zu gehen. Einen beliebigen Laden oder Supermarkt kannst Du betreten, eine Privatwohnung nicht. Der digitale öffentliche Raum wächst, bleibt der analoge öffentliche Raum bestehen? Die Geschichte des Einkaufs ist untrennbar mit der Entwicklung des urbanen und ländlichen Raumes verknüpft und hat Auswirkungen auf unser ganzes alltägliches Leben, auf soziale Kontakte und unser Lebensgefühl. Die Geschichte zeigt: Wir können mehr bewirken, als wir glauben. Das sollten wir uns nicht nehmen lassen, und die Zukunft mitgestalten – wie wollen wir unsere Städte haben? Kirsten Kötter nutzt die Stadt und die Natur als künstlerischen Arbeitsort und als kulturanthropologische Quelle (Site-specific Research).

May 2019

25 min 59 sec

Sename Koffi Agbodjinou, Gili Ron The relevance of vernicular architecture in designing future cities is becoming increasingly popular: Architects are embracing regionalism and cultural building traditions, given that these structures have proven to be energy efficient and altogether sustainable. Given the increasing challenges we are facing terms of climate change and digital transformation, how can vernicular approaches help in designing sustainable, livable and dynamic cities of the future? Gili and Senamé are both architects exploring these ideas in different environments - togther they will engage in a conversation exchanging their work experiences and ideas on participatory, interactove design and philosphies on future cities.  This session is part of the FUTURE/S project supported by Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum

May 2019

30 min 6 sec

Julie Reindl, Wilhelm Rinke “Where to go” with Autonomous Mobility? Within this workshop we will question the status-quo debates around Autonomous Mobility and reflect on the socio-cultural, technical, ecological,economical and political aspects of our transforming surrounding. Our format combines methods from Fiction and Design in a hands-on workshop, in which we will collectively dig for the needs of tomorrow and create thought-provoking visions for the future of mobility. Part coaching, part co-creation, through design fiction, storytelling and scenario building exercises we are going to develop material glimpses into desirable futures. ● Introduction into the theme “Autonomous Mobility” and our research project “Where to go” ● Introduction into Design Fiction and Future Foresight methods ● Design Fiction exercises and presentation of your ideas Take away: In this workshop session, we will co create design fictions that help us reflect on a ‘humane design’ approach to the future of mobility;  Reflections that might help us spark new Ideas for mobility systems, take human values as a cornerstone, empowers people and generally aims to improve the human condition.      

May 2019

14 min 34 sec

Cosima Osang, Christian Jacob, Mechthild Zumbusch, Christian Bogatu, Veronika Brandt, Alexander Willner Ausgehend vom Schaufenster für intelligente Energie - WindNODE - stellen sich Expert*innen aus der Energie- und Digitalwirtschaft die Frage, welche Veränderungen, Chancen und Risiken sich durch die digitale Energiewende ergeben? Wie reagieren Unternehmen auf die veränderten Rahmenbedingungen und den neuen Mindset von Kund*innen und Mitarbeiter*innen? Wie kann durch Beteiligung und Offenheit (Stichwort Open Data) Transparenz geschaffen werden, die die Energiewende voranbringt und somit einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert leistet? Welche Apps, Instrumente und Geschäftsmodelle sind dafür erforderlich und was sollte aus Gründen von Datenschutz, Datensicherheit und Versorgungssicherheit im Energiesystem möglicherweise nicht realisiert werden? Brauchen wir (gesetzliche) Grenzen für die Digitalisierung der Energiewende oder hemmt die Regulierung jeglichen Fortschritt? …und was hat das mit mir zu tun? Part I Lightning Talks von: WindNODE. Das Schaufenster für intelligente Energie aus Nordostdeutschland: Energiewende durch Digitalisierung und Beteiligung Cosima Osang, WindNODE-Projektleitung  Das Open Data Portal - Mehrwert von offenen Daten für das Stromnetz und seine Nutzer Christian Jacob, Stromnetz Berlin Discover Smart City Berlin – Digital zu den smarten Orten der Stadt Mechthild Zumbusch, Berliner Energieagentur   Part II Diskussion "Digitalisierung, Energiewende, Big Data und was hat das mit mir zu tun?" •    Christian Bogatu, Fresh Energy •    Veronika Brandt, Bosch Software Innovations •    Alexander Willner, Fraunhofer FOKUS  

May 2019

57 min 49 sec

Stefan Kaufmann Städte voller Autos, Stau, Feinstaub – Startups und Konzerne versprechen, dass sie das irgendwie in den Griff bekommen. Wenn man nur Luftfilteranlagen aufbaut, oder eine neue Mobilitäts-App benutzt, oder wenn endlich mal das automatisierte Fahren mit elektrischen Robotaxis kommt. Eine Reihe deutscher Städte hat die Nase voll von diesen Phrasen. Sie und die Civic-Tech-Community glauben nicht daran, dass nur genügend Startup-Förderung oder das nächste disruptive Geschäftsmodell die Verkehrswende voranbringen können, indem dort die Rosinen herausgepickt und kommodifiziert werden. Stattdessen sehen sie Mobilität ganzheitlich – und als klassische Aufgabe der Daseinsvorsorge, die zum Wohle der Allgemeinheit nicht dem freien Markt überlassen werden darf. Denn die Ideen des Marktes kranken alle an zwei Punkten. Entweder müsste „nur“ irgendeine neue Erfindung kommen, die alles lösen werde. Oder aber, eine App kommerzialisiert irgendwie einen Bestandteil des Gesamtverkehrs, externalisiert dabei Kosten und nimmt keine Rücksicht auf das Gesamtsystem. Am Ende steht eine zwei-Klassen-Gesellschaft: Die schillernde neue Mobilität wird an die besserverdienende Kundschaft verkauft. Die Kommunen hingegen betreiben steuerfinanziert einen ÖPNV für den Rest der Bevölkerung – und dazu die Basisinfrastruktur, die die Geschäftsmodelle der Privaten überhaupt erst ermöglicht. Viele der Bausteine für eine nachhaltige Mobilität für alle sind derweil längst vorhanden. Sie werden nur nicht richtig verknüpft. Und anstelle auf geschlossene Systeme zu setzen, können die öffentliche Hand und die Civic-Tech-Szene gemeinsame Sache machen. Indem sie gemeinsam mit Offenen Daten und Freier Software echte intermodale Lösungen für alle schaffen. Und indem sie den Rahmen entwickeln, damit die vielbeschworenen jungen Talente gemeinwohlorientiert und nahe an der Verwaltung daran arbeiten können. Wir begeben uns auf eine Reise durch einige Städte, die das gerade versuchen, und zeigen ihre Erfahrungen.

May 2019

21 min 32 sec