stromern. Der Podcast über Literatur, Kram - und Literatur.

Björn Jager, Christian Dinger

Wir stromern jetzt auch über den Äther. "stromern on air" ist der Podcast des Hessischen Literaturforums im Mousonturm und begleitet uns durch die Pandemie. Wir treffen uns mit Autor*innen, für die wir uns besonders interessieren - und sprechen über Literatur, Kram und Literatur. Zwei Regeln sind dabei wichtig: Erstens bringen unsere Gäste ein Thema ihrer Wahl mit, über das sie uns vorher nicht informieren. Und zweitens ist erst dann Schluss, wenn wirklich Schluss ist. Das kann nach 45 Minuten sein - oder nach zwei Stunden. Sonst wär's ja gar kein richtiges Stromern.

All Episodes

Barbara Honigmann verkörpert wir kaum eine andere Autorin in Deutschland deutsch-deutsche Geschichte: Ihre jüdischen Eltern emigrierten im Dritten Reich zunächst nach England, Honigmann wurde schließlich in Ost-Berlin geboren, wuchs in der DDR auf und reiste in den 1980ern dann in die Bundesrepublik aus. Mit uns spricht sie darüber, was es heißt, unverschämt zu sein, was sie an Joseph Roth schätzt (nur wenig) und natürlich kommen vor: Hunde.

Sep 1

12 min 20 sec

Endlich Lyrik! Mara-Daria Cojocaru und Eva Leuenberger haben unseren Fragebogen beantwortet und über Hunde, Graureiher und den Wunsch, auch mal über Menschen zu schreiben, gesprochen. Und Obacht: Die Stimme, die ihr im zweiten Teil hört, ist nicht jene von Eva Maria Leuenberger, dafür entschuldigen wir uns im Voraus...

Aug 30

20 min 18 sec

Doris Knecht gehört zu den bekanntesten österreichischen Autorinnen, wurde mit ihrem Debütroman "Gruber geht" 2011 aber auch hierzulande schlagartig bekannt, das Buch war direkt für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde verfilmt. Auf unseren Fragebogen hat sie uns geantwortet und über das Frauendefizit im Kanon und über Hunde gesprochen - unter anderem.

Aug 26

6 min 50 sec

Exil, Fremdheit - aber auch Solidarität. Das sind bestimmende Themen in den Büchern von Shida Bazyar ("Drei Kameradinnen", nominiert für den Deutschen Buchpreis) und Asal Dardan ("Betrachtungen einer Barbarin", nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis). Im Podcast sprechen die beiden aber auch über Astrid Lindgren, Katzen als Schreibbegleiterinnen - und über die bedrückende Aktualität ihrer Themen.

Aug 25

26 min 28 sec

"Das Sterben schreiben" - so heißt ein Podium, zu dem wir Gabriele von Arnim und Maren Wurster eingeladen haben. In ihren aktuellen Büchern "Das Leben ist ein vorübergehender Zustand" und "Papa stirbt, Mama auch" setzen sich die beiden Autorinnen mit dem Sterben, der Pflege und dem Tod naher Angehöriger auseinander - mit all den Zumutungen aber auch den Momenten des Glücks, mit Erinnerungen an früheres Unglück, aber immer auch mit der wachsenden Erkenntnis, warum für den oder die anderen tut, was man tut.

Aug 24

16 min 6 sec

Als die Welt noch in Ordnung war (so grob vor gut zwei Jahren) war Matthias Nawrat bei uns zu Gast und hat seinen für den Preis der Leipziger Messe nominierten Roman "Der traurige Gast" vorgestellt. Soeben ist sein neuer Roman bei Rowohlt erschienen: "Reise nach Maine". Das war nicht nur Grund genug, ihn zu unserem Festival einzuladen, wo er am 3. September zu Gast ist, nein, wir haben ihm auch unseren Fragebogen geschickt. Er spricht über einen Urlaub mit seiner eigenen Mutter, "Moby Dick" und seinen schwiizerdytsches Lieblingswort - unter anderem.

Aug 22

8 min 35 sec

Ferdinand Schmalz ist vielfach ausgezeichneter Dramatiker - und Bachmannpreisträger. Der Text, für den er 2017 in Klagenfurt ausgezeichnet wurde, ist zu einem Roman gewachsen, der in diesem Sommer das Licht der Welt erblickt hat: "Mein Lieblingstier heißt Winter", erschienen bei S. Fischer. Er spricht über Rehe, den Unterschied zwischen "jetzt", "now" und "maintenant" und Ilse Aichinger - all das als Vorgeschmack auf seinen Auftritt in unserem Festival am 5. September.

Aug 19

15 min 19 sec

Doppelfolge! Rebekka Endler und Nicole Seifert beschäftigen sich beide mit dem Patriarchat: Welche Strukturen es im gesellschaftlichen und öffentlichen Raum geprägt hat und welche spezifisch in der Literatur. Beide haben unseren Festival-Fragebogen beantwortet und über Machtungleichgewicht, Darmspiegelungen und noch viel mehr gesprochen - und wie der Zufall es will, haben sie mit ihren Literaturtipps auch gleich eine Empfehlung für eine weitere Veranstaltung abgegeben!

Aug 17

29 min 18 sec

Dritte Episode, dritter Festivalgast! Heute ist mit Florian Werner ein Autor an der Reihe, der sich fast ausschließlich dem erzählenden Sachbuch verschrieben hat und bei uns seinen bei Hanser Berlin erschienenen Titel "Die Raststätte - Eine Liebeserklärung" vorstellt - gemeinsam übrigens mit Charlotte Van den Broeck, einer belgischen Lyrikerin, die mit "Wagnisse" ein Buch mitbringt, in dem es wiederum um gescheiterte Bauwerke geht. Florian Werner spricht heute u.a. über Schnecken und Kühe, über David Foster Wallace und die Notwendigkeit, das richtige Schleifpapier an den Text anzulegen.

Aug 13

14 min 48 sec

Im zweiten Teil unseres Festivalminipodcastreigens stellen wir Euch vor: Büchnerpreisträgerin Felicitas Hoppe! Sie spricht über Selma Lagerlöf, die Vorteile der Einsilbigkeit und Geistesgegenwart. Im Festival ist sie am 5. September zu Gast mit ihrem brandneuen Roman "Die Nibelungen - Ein deutscher Stummfilm".

Aug 9

6 min 38 sec

"stromern - Das Festival" steht vor der Tür! Vom 1. bis zum 5. September finden hier in Frankfurt 15 Lesungen statt - mit Sharon Dodua Otoo und Felicitas Hoppe, mit Matthias Nawrat und Ferdinand Schmalz, mit Podien zum Patriarchat, zu Rassismus und zum jüdischen Leben, mit Prosa, Lyrik und Sachbüchern. In den nächsten Kurzepisoden wollen wir euch einen großen Teil unserer Gäste vorstellen, wir starten heute mit: Zwölf Fragen an Angela Lehner, die mit ihrem neuen Roman "2001" dabei sein wird.

Aug 6

12 min 20 sec

Krautsalat zum Jubiläum! Folge 10 von "stromern" ist pünktlich zum Sommeranfang ein Mixgetränk geworden. Ende Mai hatten wir Lena Gorelik zu Gast und haben das Gespräch über ihren neuen Roman "Wer wir sind" für diese Folge nochmal gekürzt und ein paar Tage nach der Lesung mit Lena über ihr Thema gesprochen. Und so geht's in dieser Folge um die "Gilmore Girls" und Thomas Mann, über Diversität im Kanon und um Vergebung. Und als wir dann über das Thema "Ängste" sprechen, wird es politisch.

Jun 24

1 hr 40 min

Die Warterei hat ein Ende, Episode 9 ist da. Diesmal zu Gast: Der Lyriker und Literaturvermittler Tristan Marquardt. Mit ihm sprechen wir über Fremdheit und Schönheit des Mittelhochdeutschen, digitale und analoge Erfahrungsräume in Gedichten und über die Vor- und Nachteile einer Vinylsammlung. Außerdem geht es um den Suchtfaktor von Sportstatistiken, die Merkmale von schlechten Gedichten, und es wird das Geheimnis gelüftet, was es mit dem Namen „Tristan Marquardt“ auf sich hat.

May 21

1 hr 37 min

Mit dem Sachbuchautor Malte Herwig geht es in dieser Episode um eine Karriere im Nationalsozialismus, einen Entnazifizierungsprozess als große Zaubershow und den zweifelhaften Glanz des Wirtschaftswunder-Deutschlands. Im Zentrum von alldem steht Helmut Schreiber alias Kalanag, der Lieblingszauberer von Hitler, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer großen magischen Revue Weltruhm erlangt hat. Daneben begeben wir uns auf einen kleinen Streifzug durch den Kanon, etablieren das Amt des Friedhofschreibers und sprechen über die Bedeutung des Spazierens und Flanierens in Zeiten der Pandemie.

Mar 31

1 hr 9 min

Zum siebten Mal wird gestromert, am anderen Ende des Mikrofons sitzt diesmal Mithu Sanyal, mit der wir über ihren gerade erschienenen Roman "Identitti" sprechen. Es geht aber auch um sexuelle Phantasien, Jasper Fforde und "Bridgerton", wir weiten den Blick auf Mithus Bücher über die Vulva und Vergewaltigung, sprechen über den notwendigen Humor, sich diesen Themen zu widmen, streifen die Romane von Jacinta Nandi und P.G. Wodehouse und den beruhigenden Effekt von Backsendungen. Mithu bringt das Thema "Vatersprache" ins Spiel, erzählt davon, wie es ist, ein Tag Mann zu spielen und welchem Thema sie sich demnächst zuwenden will.

Mar 19

1 hr 40 min

Im Februar 2021 haben wir fast drei Stunden mit Verena Güntner gesprochen - über ihre beiden Romane "Es bringen" und den für den Preis der Leipziger Messe nominierten "Power". Vielleicht viel wichtiger war Verena aber das Thema, das sie selbst mitgebracht hat: nämlich die Sorgearbeit. Wir sprechen über die politischen und gesellschaftlichen Strukturen, die es uns allen, vor allem aber Menschen in prekäreren Arbeits- und Lebenssituationen, schwerer machen, Sorgearbeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige mit der Erwerbstätigkeit zu vereinen. Links zum Streitraum-Gespräch mit Carolin Emcke, Christina Clemm und Teresa Bücker sowie ein Interview mit Elisabeth R. Hager zu "Writing with Care, Writing with Rage" findet Ihr in den Shownotes.

Mar 11

1 hr 47 min

Ab wann darf man Bilanz ziehen? Muss man ein Jahr warten? Muss man warten, bis man etwas beendet hat? Wir dachten: Wenn Wirecard bilanzieren darf, ohne eine Bilanz zu haben, dürfen wir nach sechs aufgenommen und fünf eingestellten Episoden einen weiten, selbstkritischen Blick zurück werfen auf die letzten... zwei Monate. Oder anders gesagt: hier ist "verstromert", eine Sonderepisode über all das, was falsch läuft, danebengeht, nicht klappt, zusammengeschnitten mit einer Prise künstlerischer Freiheit, stets zu unseren eigenen Lasten - und vor allem: erstmals kurz in knackigen fünf Minuten.

Mar 2

5 min 39 sec

Zu Gast ist dieses Mal Raphaela Edelbauer, die vorletztes Jahr mit ihrem Roman „Das flüssige Land“ auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. Mit Christian Dinger spricht sie über ihren kürzlich erschienenen Roman „Dave“, die Grenzen künstlicher Intelligenz, schaurig-komische Science-Fiction-Welten und grauenerregende George-Gedichte. Außerdem geht es in dieser Episode um Bewegungsdrang, Selbstoptimierung und Leibesfeindlichkeit – und am Ende gibt es für alle noch ein Bewegungsrätsel zum Selberlösen.

Feb 25

57 min 17 sec

Zum ersten Mal bei "stromern" geht's um Lyrik (unter anderem, wir reden ja grundsätzlich über alles). Zu Gast ist Carolin Callies, und mit ihr sprechen wir über Reime & Räume, über Hula Hoop-Reifen & "Bridgerton", über Katzen im Lockdown & die Schwierigkeit, die richtigen Fragen zu stellen. Auch mit dabei: Helga M. Novak, Marlen Haushofer sowie der Wunsch, einen Sonettenkranz anzugehen. Allen unseren Gästen zahlen wir das übliche Lesungshonorar. Wer uns und damit die Autor*innen unterstützen möchte, kann das hier tun: https://bit.ly/3adzVcg

Feb 11

1 hr 45 min

Christian Dinger lädt diesmal zum Gespräch, Gast ist die Autorin Isabelle Lehn, die mit ihren beiden Romanen "Binde zwei Vögel zusammen" und "Frühlingserwachen" bekannt geworden ist. Die beiden sprechen über Nebenjobs in Affenhäusern, den Berufswunsch "Autorin" in einer Ingenieursfamilie, über Nähe und Distanz zwischen einer Autorin und ihren Figuren und weibliches Schreiben. Nicht zuletzt geht es auch um "Tempation Island", Körperlichkeit und Autor*innenschaft - sowie um Thomas Mann, den alten Streber, der hier mal kurz demaskiert wird.

Jan 29

1 hr 22 min

Zweiter Gast bei "stromern" ist die Kinder- und Jugendbuchautorin Antje Herden. Wir sprechen mit ihr darüber, wie es ist, wenn einem nichts peinlich ist, es geht um das Freiheitsversprechen von Sweatpants, ihr neuestes Buch "Parole Teetee", Antje spricht über die finanziellen Folgen von Corona und über die Frage, ob es eine moralische Pflicht ist, der Gesellschaft das zu geben, was man am besten kann. Es geht um Künstler*innen als f*cking Randgruppe, um die Aufklärung als Übertreiberding und den Wert von Kunst.

Jan 17

1 hr 37 min

Erster Gast bei "stromern" ist der Autor, Übersetzer und Kritiker Jan Wilm. Mit ihm sprechen wir über trashige Krimis, die Autofiktion und die Fiktion der eigenen Realität, über den Tod, Corona und die Frage, wie Kunst auf Krisen reagieren kann - und ob sie das überhaupt sollte.

Jan 2

1 hr 11 min