DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

Deutscher Designer Club

‘What we design designs us back’ sagte einmal Jason Silva ein bekannter Techno Futurist aus den USA.

Design – das ist die Botschaft – nimmt großen Einfluss auf unser Dasein und Zusammenleben. Der Ruf nach grundlegenden Veränderungen unserer planetaren Realität indes wird immer lauter. So weitermachen wie bisher geht nicht und wird uns unweigerlich in die nächste Krise stürzen. Also ist gerade jetzt unsere Kreativität gefragter denn je. Was geht? Was kommt und was können wir BESSER machen. Wie können wir Design neu denken? Dazu präsentiert der DDCast des Deutschen Designer Club jede Woche eine starke Stimme. Sie kommt aus allen Sparten des Design, aus angrenzenden Disziplinen, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

All Episodes

Agnesa Kolica ist geschäftsführende Vorständin und, zusammen mit Dr. Tina Roeske, Gründerin von family playdates e.V.. »Für ein echtes Miteinander – spielerisch und generationsübergreifend als Gesellschaft zusammenwachsen«. Unter diesem Motto ist der social start-up seit 2016 am Start. Das Projekt ist im Rahmen der „People for People“-Initiative der Max-Planck-Gesellschaft entstanden. Agnesa hat, durch ihre eigene Fluchtbiografie, ein sehr direkten Zugang zum Thema. Die Politologin vereint, auch durch ihre Arbeit am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, wissenschaftliche und praktische Kenntnisse. Seit 2016 hat family playdates über 300 Menschen zusammengebracht. Familien mit und ohne Fluchtgeschichte werden zu Spieltreffen und kulturellen Aktivitäten zusammengebracht. So bringen sich Menschen aller Generationen und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen ihre Welten näher – spielerisch und auf Augenhöhe. Dabei spielt Design eine zentrale Rolle im Sinne von Ezio Manzinis "Design for social innovation" Gefördert und geehrt wurde family playdates vielfach, u.a. mit der Auszeichnung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des 15. Startsocial Wettbewerbs; das Halbfinale Hessischer Gründerpreis, als Gewinner des Crowdfundingcontest Deutscher Integrationspreis der Hertie Stiftung; im Rahmen des AndersGründer Programm gefördert durch Social Impact Lab Frankfurt & KfW Stiftung sowie im ChancenNutzer Programm gefördert durch Social Impact Lab Frankfurt & JPMorgan Chase Foundation

Dec 5

33 min 19 sec

Frank Wagner gehört zu den renommiertesten Kommunikationsdesignern; mit 500 Awards liegt sein Studio hw.design klar in der Spitzengruppe der Preisträger. Nach dem Grafikdesign Studium in Stuttgart war er zunächst Art Director bei h,t,p, in München, dann bei Scholz & Friends, Hamburg und schließlich Creative Director bei fest und frei in München tätig. Als Mittgründer von häfelinger + wagner Design, München und schließlich der hw.design gmbh in München wurde er zum Unternehmer und einem Chef des stets wachsenden Unternehmens. Die Transformation der Designbranche war für das Studio von Anfang an eine stetige Herausforderung, auch die Frage, was Design für Kunden überhaupt bringt. Um hier klar Position zu beziehen, veröffentlichte er vor 6 Jahren das Buch "The Value of Design" im Hermann Schmidt Verlag, Mainz. Ebenfalls 2016 startete hw.design mit der Publikation eines eigenen, internationalen Gesellschaftmagazins, dessen Herausgeber und Chef-Redakteur Frank ist: nomad. Als Mitglied im Type Directors Club New York, der Typografische Gesellschaft in München bei if-Design und im Deutschen Designer Club bezieht er Stellung, ist Mitglied zahlreicher Jurys und versucht Design einen größeren Stellenwert in der Gesellschaft zu geben.

Nov 28

31 min 4 sec

Constanze Hosp und Nadine Podowski haben u.a. an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Design studiert. Die 1915 gegründete Kunsthochschule ist mit über 1000 Studierenden eine der größten Deutschlands. Nach Nadines Diplom in Produktdesign/Glas-und Keramikdesign
 und Constanzes M.A. in Industriedesign, absolvierten sie zahlreiche Praktika im Ausland, z.B. in Amsterdam und Valencia, und sie haben eine ganze Reihe renommierter Design-Preise gewonnen. Daneben – und das interessiert uns beim DDCAST mindestens ebenso sehr – haben sie harmonische Beziehungen aufgebaut, Kinder zu Welt gebracht, Familien gegründet und in Halle ein bundesweit einzigartiges Projekt hochgezogen. Es heißt „feingemacht – Kunst & Design / Café“. Dort sind die beiden Geschäftsführerinnen, Kuratorinnen, Motivatorinnen, Moderatorinnen, Bäckerinnen, Kummerkasten und Unternehmerinnen. Und sie entwickeln in den Werkstätten selbstverständlich auch eigene Designs: Schmuck- und Keramik. Bei feingemacht sind unterdessen 90 Künstler:innen und Designer:innen aktiv engagiert. Es ist ein beachtenswerter Hybrid aus Fachgeschäft, Produzent:innen-Galerie, aus Café, Shop und Werkstätte – in einem renovierten Gründerzeithaus der Saale-Stadt. Für ihre geschäftliche Arbeit haben die beiden 2019 den Unternehmerinnenpreis des Bundeslandes Sachsen-Anhalt erhalten.

Nov 21

40 min 4 sec

Boris Kochan (*1962) gestaltet Unternehmen, Organisationen, Beziehungen und Bezüge – als Unternehmer, Designer, Autor und Berater. Nach seiner Layout- und Typographie-Ausbildung im grafischen Kollektiv Sternagel, sammelte er erst in einer Außenredaktion der Süddeutschen Zeitung journalistische Berufserfahrung, anschließend technische im Satzstudio Lothar Wolf und – in Lithographie – bei der Offset- und Siebdruckerei Jürgen Höflich. 1981 gründete er gemeinsam mit Freunden ein Grafik- und Textbüro, erweiterte dieses zwei Jahre später um Satz und Litho, 1989 um ZELIG-DRUCK und 1995 um die Interactive-Unit PEPPERMIND. KOCHAN & PARTNER ist heute mit rund 50 Individualisten an den Standorten München und Berlin als Branding- und Designagentur eine der 15 größten inhabergeführten CD/CI-Agenturen in Deutschland. Boris Kochan kuratiert und moderiert Konferenzen und Podiumsdiskussionen, hält Vorträge in aller Welt und leitet Workshops zu Markenentwicklung, Kommunikation und Designpolitik. Als Präsident des internationalen Non-Latin-Typography-Projektes GRANSHAN verantwortet er jährliche Wettbewerbe und Konferenzen, Ausstellungen und Publikationen. Bereits 2011 initiierte er die EDCH (vormals QVED), mittlerweile Europas größte Editorial-Design-Konferenz. Nach sieben Jahren als Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München (tgm) wurde er im April 2016 erster Präsident des neu formierten Dachverbandes der deutschen Designorganisationen Deutscher Designtag (DT). Diesen vertritt er wiederum als Sprecher der Sektion Design und seit März 2019 als Vizepräsident im Spitzenverband der bundesdeutschen Kunst- und Kultur-, Medien- und Kreativverbände, dem Deutschen Kulturrat.

Nov 14

30 min 39 sec

Paola Antonelli ist leitende Kuratorin am Museum of Modern Art in New York in der Abteilung für Architektur und Design sowie die Gründungsdirektorin für Forschung und Entwicklung des MoMA. Sie hat dutzende von weltweit einflussreichen Ausstellungen kuratiert, weltweit Vorträge gehalten und war Mitglied in praktisch jeder relevanten internationalen Architektur- und Designjury. Sie unterrichtete an der University of California, Los Angeles, an der Harvard Graduate School of Design und an den MFA-Programmen der School of Visual Arts in New York. Ihre Ehrendoktorwürden des Royal College of Art und der Kingston University in London, des Art Center College of Design in Pasadena und des Pratt Institute in New York sagen eigentlich alles. Im Jahr 2006 wurde sie mit dem "Design Mind" Smithsonian Institution's National Design Award ausgezeichnet. 2007 wurde sie vom Time Magazine zu einer der 25 prägnantesten Design-Visionäre ernannt. Im Jahr 2011 wurde sie in die Art Directors Club Hall of Fame aufgenommen und 2015 erhielt sie die AIGA-Medaille. Im Jahr 2020 wurde Paola mit der London Design Medal ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die einer Person verliehen wird, die sich in der Branche hervorgetan und beständige Designkompetenz bewiesen hat.

Nov 7

33 min 33 sec

Mit seinem Ansatz Kulturen zu vermischen wurde Shantel weltweit das Gesicht eines anderen Deutschlands, ist er doch der erste, der hier der Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm wurde Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem Nahen Osten oder vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext. Damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Seine Methode ist kulturelles Mixing und Sampling. Bar Lissania und später der Bucovina Club waren raren Momente, bei denen sich unterschiedliche Szenen und Altersgruppen trafen. Die Tanzenden verband eines: Sie waren neugierig und bereit, sich unerhörten Klängen vollständig hinzugeben. Shantel war es stets wichtig, neue Ideen, Verrücktes, Unbekanntes via Musik erfahrbar zu machen: Ideen, Visionen, die aus einer Vielzahl von Quellen zusammenkamen - Paris, Thessaloniki, Tel Aviv, Istanbul. Er war als einer der deutschen Pioniere des sogenannten Freestyle-Clubbing bald weltweit gefragt, spielte an der Seite von MC Solaar, Kruder & Dorfmeister, Gilles Peterson, Massive Attack, Björk und Howie B. Shantel entschied sich, auf eine große Reise in seine eigene Familiengeschichte zu gehen, die ihn in die Bucovina, Grenzland zwischen Ukraine und Rumänien brachte. Dort fand er die Musik, die tief in seiner eigenen DNA schlummerte und begann mit ihr zu experimentieren, ging mit den Großen des Genre ins Studio, um seine Vision von einem zeitgenössischen paneuropäischen Sound zu kreieren.

Oct 31

48 min 9 sec

SAVE THE DATE Der DDC bei der Frankfurter Buchmesse und LIVE DDCAST mit Karin Schmidt-Friderichs. Vom 20. bis 24. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse endlich wieder ihre Tore. Nach zwei digitalen Jahren können die Besucher*innen endlich wieder Bücher hautnah erfahren. Mitten drin ist auch der DDC! Gemeinsam mit der Geschäftsstelle Kreativwirtschaft und im Rahmen des Festivals »Arts+«, sind wir am Samstag, den 23.10. vor Ort und laden euch ein vorbeizukommen. Im Rahmen der Kreativwirtschaft Hessen findet ihr uns im Forum (EG) am Stand F.0 A55. unterhalb der Gastland-Ausstellung mit direktem Zugang nach Außen zur Agora. Eine Besucherin steht bereits fest. Karin Schmidt-Friderichs wird am 23. Oktober um 9:15 Uhr zu Gast beim DDCAST sein. Gemeinsam leiten Karin und Bertram Schmidt-Friderichs den führenden Grafik Verlag im deutschsprachigen Raum. Sie sind “Bestandteil der Szene, mit und für die sie Bücher machen, sie kennen die Themen und verstehen den Verlag als eine Art Heimat für Designer*innen mit Qualitätsanspruch.” Karin Schmidt-Friderichs war bis 2016 Vorstandsvorsitzende der Stiftung Buchkunst und ist seit März 2018 Mitglied der Deutschen Literaturkonferenz sowie im Sprecherrat des Deutschen Kulturrates. 2019 wurde sie zur Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewählt. Diese Ausgabe des DDCAST wird es später zum nachhören über alle gängigen Plattformen geben, besucht uns aber auch vor Ort! Der DDCAST gehört zu den meistgehörten Design Podcasts im deutschsprachigen Raum. Unter der Headline WAS IST GUT wurden seit August 2020 in über 60 Episoden von etwa 20 bis 30 Minuten relevante Stimmen aus allen Sparten des Design, aus angrenzenden Disziplinen, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu Gehör gebracht. Wir gehen mit diesem spannenden Projekt der Frage nach, wie gutes Design Einfluss auf notwendige Veränderungen unserer gesellschaftlichen Realität ausüben kann. Frankfurter Buchmesse: 20.–24. Oktober

Oct 26

37 min 43 sec

Das air up-Trinksystem aus BPA-freies Tritan und lebensmittelechtes Silikon verleiht Wasser Geschmack, ohne dass irgendwelche Zusätze darin landen. Geschmack wird über die Luft transportiert und das so genannte retronasale Riechen im Mund genutzt. Lena Jüngst und und Tim Jäger haben den Grundstein für das international tätige Unternehmen 2016 bei ihrem Produktdesign-Studium an der HfG in Schwäbisch Gmünd gelegt; in ihrer Bachelorarbeit „Neuroscience meets Design“. Tim Jäger bearbeitete die Idee im Rahmen seiner Abschlussarbeit an der HfG Offenbach weiter, bevor der Lebensmitteltechnologie-Student Fabian Schlang dazu stieß. Fabian hatte bereits als Koch in einem Sternerestaurant viel Wissen über Aromen gesammelt. Diesem unwahrscheinlichen Trio gelang es, zusammen mit weiteren Partnern, binnen kürzester Zeit eine Firma auf die Beine zu stellen. Finanzierungen erfolgten durch das EU-Climate KIC, das Gründerstipendium EXIST, dem Investor Christian Hauth, durch Series A Finanzierung mit Oysterbay, Five Seasons Ventures, Ippen.Media und PepsiCo. Mittlerweile hat air up über 1 Millionn Starter-sets verkauft hat und beschäftigt bald 200 Mitarbeiter:innen. Im Vergleich mit klassisch aromatisierten Getränken wurden unterdessen 85 Millionen PET-Flaschen und 2.465 Tonnen Zucker eingespart. Unser Gespräch dreht sich darum, wieso dieser unerwartbare Sensationserfolg gerade Designer:innen mit ihre typischen Designmethoden gelingen konnte.

Oct 24

30 min 15 sec

In dieser Folge präsentieren wir euch einen weiteren Live-Mitschnitt von unserem WAS IST GUT Symposium vom 17.9.21 mit Beiträgen der DDC Vorstände Bettina Knoth und Rolf Mehnert über das Konzept des Wettbewerbs und einem Statement von Prof. Friedrich von Borries. Wie verändert das, was wir gestalten, die Welt? „Design ist immer politisch, es kann Perspektiven erweitern und Möglichkeitsräume eröffnen, Design kann aber auch unterwerfen, einschränken, beengen. Gutes Design befreit“, sagt der Architekt und Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Er hat die Schirm—schaft für den Design-Wettbewerb WAS IST GUT des Deutschen Designer Clubs (DDC) übernommen und bringt die Intention des Wettbewerbs auf den Punkt. Partner des Projekts: Die Stadt Frankfurt am Main und die Wirtschaftsförderung Frankfurt. Das WAS IST GUT Symposium und die Gala werden gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Unser Mediapartner ist das unabhängige Designmagazin form.

Oct 17

29 min 30 sec

Constantin Kaloff ist einer der prominentesten Werber Deutschlands, ausgezeichnet mit zahlreichen begehrten Awards beim ADC, Clio, One Show, D&AD, New York Festivals und den Cannes Lions. Er hat ikonische Kampagnen wie die Lenkrad-Kampagne der Bahn oder "Geiz ist geil" für Saturn kreiert. Ihm ist gelungen was viele seiner Kolleg:innen vergeblich anstreben: einige seiner Schöpfungen sind Teil der Popkultur geworden. Ob man sie mag oder nicht. Ob man Werbung schätzt oder ob man sie als kapitalistische Propaganda verachtet. Wir erinnern uns an seine Kreationen. Er steht für das, was Werbung im positiven Sinnen kann: Bilder, Memes und Ideen schaffen, die durchschlagende, lang anhaltende Wirkung haben. Seine Karriere umfasst die Adressen der 1. Agentur-Liga. Er war Creative Director sowohl bei Scholz & Friends als auch bei Springer & Jacoby, bei Jung von Matt ebenso wie bei Philipp und Keuntje oder Aimaq von Lobenstein. Er hatte Funktionen als Geschäftsführer bei Lowe Deutschland GmbH Hamburg oder Global Chief Creative Officer uns Creative Director bei FCB. Bereits vor 15 Jahren dachte er darüber nach, wie man, jenseits des Agenturmodells, ein stabiles, vertrauensbasiertes Freelancer-Network aufbauen könnte. Ein Netzwerk, das näher am Kunden ist und zugleich eine befriedigende Zusammenarbeit für die Kreativen ermöglicht. Vor 5 Jahren hat er diese Idee schließlich in die Tat umgesetzt. Die Beschäftigung mit seinem Projekt namens Open ist – heute, da wir um die Neuaufstellung der Kreativindustrie nach Covid-19 ringen – von Bedeutung. Und zwar für alle Agenturmodelle, ob in der Werbung, dem Design oder der Medienproduktion. Es geht um andere Arbeits- und Organisationsformen, um Vertrauen, um faire Vergütung.

Oct 10

40 min 49 sec

Anne Farken arbeitet als Sustainability Consultant bei Designworks, dem Innovationsstudio der BMW Group. Seit 2009 ist sie dort für den Aufbau der Nachhaltigkeitskompetenz verantwortlich. In dieser Position fungiert sie als Schnittstelle zwischen Design und Nachhaltigkeit und erweitert das kreative Leistungsportfolio des Designstudios um ganzheitliche, integrierte, intelligente Designlösungen. Während sie die Themen in der Tiefe durchdringt, ist es ihr immer ein Anliegen, Wissen zugänglich zu machen – Sie sieht sich als pragmatische Visionärin. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehören die systemische Integration von Nachhaltigkeit in den kreativen Prozess sowie die Beratung in Projekten für den Mutterkonzern BMW Group; aber auch internationale Kunden aus einem breiten Branchenspektrum. Anne ist eng mit der akademischen Welt vernetzt und konzentriert sich auf den Aufbau zukunftsorientierter, strategischer Partnerschaften im Bereich der Nachhaltigkeit. Seit 2011 ist sie Mitglied der Beratungskommission für den "Bundespreis Ecodesign", dem ersten Designpreis für nachhaltige Produktentwicklung der Bundesregierung. Designworks – a BMW Group Company – ist sowohl das Innovationsstudio der BMW Group als auch eine globale Kreativberatung in den Studios in Los Angeles, München und Shanghai.

Oct 3

30 min 42 sec

Bob Dylan sang auf seiner Platte “Self Portrait” (1970): „I forgot more about love than you will ever know.” Bezogen auf Nils Holger Moormann könnte man diese Zeile so paraphrasieren: „I forgot more about design than you will ever know.“ Nils Holger Moormann findet man sogar auf der Wikipedia Seite. Daher müssen wir hier keine weiteren Fakten auflisten. Nils wusste, weiß und wird wissen, was es mit Design auf sich hat, obwohl er Jura und nicht Design studiert hat. Umso aufregender ist es für den Deutschen Designer Club, dass Nils 1. ein Mitglied des DDC ist und dass er 2. sich als Experte, Redner und Debattierer für unser – das kann man wohl ohne jede Einschränkung sagen – gelungenes Experiment eines neuen Gestaltungs Wettbewerbs namens WAS IST GUT mit Herzblut zur Verfügung gestellt hat und zwar vom ersten bis zum letzten Moment. Genauer gesagt, von seiner müden Ankunft aus Mailand am Morgen des 16. 9. bis zur aufgekratzten Nacht auf den 18.9.. In dieser Folge präsentieren wir euch einen Live Mitschnitt von unserem Symposium am 17.9.21 mit dem Statement von Nils Holger Moormann über den bemerkenswerten Workshop Prozeß in der Kategorie Produkt, Ansichten über Kreativ Wettbewerbe und warum es wichtig ist als Designer manchmal über die Strenge zu schlagen.

Sep 26

24 min 48 sec

Markus Weisbeck ist Gestalter und Professor für Grafikdesign an der Bauhaus-Universität in Weimar sowie seit 2017 am Paju Typography Institute in Korea. In seiner über 30jährigen gestalterischen Praxis gelang es ihm mit seiner charakteristischen Coolness, die Grenzen zwischen kommerziellem Grafikdesign, Bildender und Darstellender Kunst sowie Pop Culture-Interventionen konstant zu kreuzen. Er hat im Bereich der Plakatkunst mit Cutting Edge Lösungen für fotografische Aufnahmen oder mit raffinierten Collagen und hochkulturelle Querverweisen gearbeitet. In der Diskussion um Forschung mit den Mitteln des Design nimmt er mit seinem 2013 gegründeten Space for Visual Research als Werkstatt und Labor für experimentelle Forschung zu neuen grafischen und abstrakten Bildwelten eine herausragende Stellung ein. Besonders mit Workshops in China, Taiwan, Korea, Japan, Bolivien, Ecuador und Iran sucht er Anknüpfungspunkte an lokale gestalterische Traditionen und Trends. Er ist Mitglied der „Alliance Graphique Internationale“. Seine Arbeiten im Bereich der bildenden Kunst werden von der Kai Middendorff Galerie vertreten. Zu den Projekten des Studio Markus Weisbeck gehören Arbeiten für das MMK Frankfurt, Luma Arles, The Forsythe Company, Zumtobel, Städelschule Architecture Class, Fogo Island Art, Bundesfinanzministerium, ARTE, Deutsche Bank, documenta12, Venedig Biennale (Deutscher Pavillon), Manifesta7, Rat für Formgebung, Sternberg Press und das Deutsche Historische Museum.

Sep 19

27 min 58 sec

Tatjana Gorbachewskaja ist als selbständige Architektin und Dozentin in den Bereichen Konzeptentwicklung und Gestaltung von öffentlichen und privaten Räumen aktiv: Museen, Ausstellungen, Gastronomie, Bürobauten, Ein- und Mehrfamilienhäuser gehören zu ihrem Tätigkeitsspektrum. Tatjana ist in Nickel (russisch-arktische Region) aufgewachsen, hat ihr Architektur-Diplom an der Universität von St. Petersburg, Russland abgelegt und den Master in Advanced Architectural Design bei Ben van Berkel an der Städelschule in Frankfurt erworben. Als Gründerin des Architektur- und Designbüro METAARCHITECTURE ist sie an zahlreichen komplexen, internationalen Projekten beteiligt. Tatjana ist an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und für die Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf in Lehre und Forschung tätig. Schwerpunktmäßig vermittelt sie essenzielle integrative Methoden von Gestaltungstechniken, bei denen Material, Form, Struktur und Raum als ein zusammenhängender Prozess betrachtet werden. Tatjana hat mehrere Stipendien und Preise erhalten: die Nationale Organisation der Bildungsförderung für Architekten, Russland; Goethe-Institut, Russland; Deutscher Akademischer Austauschdienst DAAD, Deutschland; Zentrum für zeitgenössische Kunst und Nachhaltigkeit CACIS, Spanien und Kreativzentrum Arteles, Finnland; Dark-Ecology-Festival, Norwegen; Sonic Acts, Niederlande.

Sep 13

30 min 39 sec

Nach über 54 Folgen ist der DDCAST zu einem Kompendium der Design-Transformation mit über 10.000 Abonnent*innen auf den Podcast-Plattformen angewachsen – was wir uns zu Beginn nicht hätten vorstellen können. 54 mal ca. 30 Minuten Gespräche, weit über 300 relevante Links, Kurzbiografien, auch von teils zuvor nie in Medien aufgetretenen jungen Designer*innen, Macher*innen. Stimmen von höchst einflussreichen, berühmten, Maßstäbe setzenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft. DDCAST 55 beschäftigt sich mit ausgewählten Antworten auf unsere Abschlussfrage: „Was ist gut?“. Dieser DDCAST ist weniger ein Rückblick als ein Anstoß, mutig nach vorne zu gehen. Freut euch auf Positionen von Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW; Dr. Frauke Fischer, Biologin und Unternehmerin; Prof. Dr. Dr. Mosbrugger, ehem. Generaldirektor des Forschungsinstituts und des Naturmuseums Senckenberg in Frankfurt am Main; Liz von Wagenhoff vom Start-up Einhorn; Raphael Gielgen, Vitra Trendscout Future of Work; DDC Mitglied und Produktdesigner Olaf Barski; Präsident der European Packaging Association und DDC Mitglied Uwe Melichar; Material Designerin Emelie Burfeind; Journalistin und DCC Mitglied Barbara Friedrich; DDC Mitglied Simone Leitenberger; Designforscherin und Journalistin Malene Saalmann; DDC Mitglied Professorin Annette Bertsch; Designstar Stephen Burks aus New York; Landschaftsarchitekt Claus Herrmann; Direktorin des Museums für Angewandte Kunst Wien, Lilli Hollein; Humanitarian Designer Thomas Jäger; Frauke Burgdorff, Stadtbaurätin von Aachen; Dr. Keneilwe Munyai, Design Thinking Aktivistin aus Cape Town; Museumskurator und -kritiker Bartomeu Mari Ribas; Philosoph Prof. Dr. Daniel Martin Feige; Umweltaktivist und ARD-Wettermann Thomas Ranft; Stephanie Hobmeier, Designbildungskritikerin; Prof. Dr. Friedrich von Borries, Designtheoretiker; Jürgen Engel, weltweit aktiver Architekt und DDC Mitglied; Lea Schücking und Leya Bilgic Jungunternehmerinnen von Shards; Gastroarchäologe Arpad Dobriban; Gartenarchitektin Lioba Lissner. Und abschließend hört ihr den in NY lebenden österreichischen Design-Superstar Stefan Sagmeister und die Diversitätsbeauftragte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Dr. Sandra Hartig.

Sep 5

33 min 27 sec

Thomas Immich ist Inhaber und Geschäftsführer der Centigrade GmbH, einem der führenden UX & Gamification IT-Unternehmen in Deutschland. Er beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit mensch-zentrierten Methoden und agilen Software-Prozessen und entwickelt mit seinem Team in diversen Branchen intrinsisch-motivierende Digitalprodukte. Für ihn ist die Diskussion über Ethik im Design kein nice-to-have, sondern steht im Kern seiner Arbeit. Thomas Immich hat sein Medieninformatik Studium mit einer preisgekrönten Diplomarbeit abgeschlossen, währenddessen und danach hat er einige Jahre als Computerspiel-Entwickler und UX Designer gearbeitet, vor 16 Jahren Centigrade gegründet und seither mit namhaften Industriegrößen zahlreiche Design Awards gewonnen. In der Corona-Krise hat Centigrade die Arbeit ins Freie verlegt, dafür besondere Schreibtische und Klappzelte zum Sonnen- und Regenschutz entwickelt. Auch damit zeigt Thomas, dass es für ihn in der Praxis keine Trennung zwischen digitalem und analogem Design gibt.

Aug 29

36 min 44 sec

Jifei Ou (欧冀飞) ist ein Erfinder, Forscher und Unternehmer, der in der Volksrepublik China geboren, heute in Boston ein Unternehmen leitet. Seine Arbeit dreht sich um die Entwicklung und Herstellung mechanischer Metamaterialien in verschiedenen Größenordnungen (von μm bis m). So sehr seine Arbeit von der Digitaltechnik geprägt ist, so sehr lässt er sich aber auch von der natürlichen Welt inspirieren. Er hat Projekte geleitet, in denen Biomimikry und biologisch gewonnene Materialien untersucht wurden, um formverändernde Verpackungen, Kleidungsstücke und Möbel zu entwerfen. Bevor er seinen PhD am MIT ablegte, war er bei Autodesk in San Francisco im 3D-Druck Research & Development tätig und absolvierte im Rahmen des Studiums an der HfG Offenbach ein Praktikum bei ART + COM in Berlin Jifei ist im Südwesten Chinas geboren und aufgewachsen. Seine Designpraxis und wissenschaftliche Forschung sind eng mit Asien, Europa und in die USA verwoben. Seine Arbeiten wurden auf akademischen Konferenzen wie UIST (2013, 2016 & 2017), TEI (2014 & 2016) und CHI (2015 & 2016) veröffentlicht; ausgezeichnet bei Designwettbewerben wie FastCo's Innovation By Design Award (2017, 2018), A' Design Award (2016, 2017), IXDA award (2016), etc. Ihm wurden 10 US-Patente für seine Forschungserfindungen erteilt. Er engagiert sich auch stark in der Fertigungsgemeinschaft in Shenzhen, China, um die Massenskalierung seiner Arbeiten zu erleichtern. Jifei hat einen MS und PhD vom MIT Media Lab und ein Diplom in Industriedesign von der Hochschule für Gestaltung Offenbach in Deutschland.

Aug 22

34 min 22 sec

Dr. Fritzi Köhler-Geib ist Chefvolkswirtin und Direktorin Volkswirtschaft der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main. Sie hat über 17 Jahre Erfahrung bei der Weltbank, dem internationalen Währungsfonds und im Finanzsektor, davon zuletzt seit 2017 als Chefvolkswirtin für Zentralamerika bei der Weltbank. Regionale Schwerpunkte ihrer wirtschaftspolitischen Beratungstätigkeit und volkswirtschaftlichen Forschung liegen in Deutschland, Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika. Nach der Promotion in Volkswirtschaftslehre an der Ludwig Maximilian Universität München und der Pompeu Fabra University, Spanien, wurde ihr das Lizentiat der Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen erteilt. Daran schloss sich der CEMS Master in International Management: HEC Paris/University of Michigan/Universität St. Gallen an. Bevor sie in 2019 zur Chefvolkswirtin Direktorin Volkswirtschaft KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main ernannt wurde, war sie Chefvolkswirtin Zentralamerika bei der Weltbank, Washington D.C., USA, Senior Economist Macro Fiscal Management Global Practice Lateinamerika bei der Weltbank und Economist Poverty Reduction and Economic Management Network Economic Policy Department und Lateinamerika Weltbank, Washington D.C., USA. Sie kennt sich also mit Entwicklungsländern, Armutsbekämpfung, Makroökonomie und Prognostik bestens aus.

Aug 15

36 min 31 sec

DDCAST 51 – Olivia Dahlem und Florentina Fuchs FEMALE EMPOWERMENT DURCH MODE Olivia Dahlem ist Designerin und Unternehmerin des nachhaltigen und lokal in Frankfurt am Main produzierenden Female Business Label Coco Lores. Seit 12 Jahre kleidet sie Frauen der größten Bank Europas, sowie Aufsichtsrätinnen ein, ist im Ausschuss Nachhaltigkeit der IHK sowie Mitglied DDC. Mit dem Quartier Frau hat sie zusammen mit Hartmut H. Hölter, Kreativ-Ökonom, den ersten Fair Fashion Room in Frankfurt geschaffen, der für Haltung, Wirkung und Female Empowerment steht, immer mit dem Ziel die Haltung der Frauen zu stärken. Florentina Fuchs beschäftigt sich seit ihrem internationalen dualen Studium der Betriebswirtschaftslehre bei adidas mit Digital Marketing, Sustainability, Change & Transformation Management sowie Human Resources. Nach einer Station als Junior Consultant bei IBM im Bereich Change Management & Digitale Transformation startete sie ihr Masterstudium Wirtschaftspädagogik an der Goethe Universität Frankfurt. Auch Sie hat ein Frauennetzwerk gegründet: tag_femme. Aktuell arbeitet sie an einer Trendstudie mit dem Trendscout Future of Work von Vitra und ist Fashion Consultant bei Coco Lores.

Aug 8

33 min 9 sec

David Maurer-Laube ist Student des Industrial Design an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Zugleich ist er Unternehmer und Chef des erstaunlichen Start-ups Convercycle Bikes GmbH, einer Firma, die Lastenfahrräder mit und ohne Elektromotor herstellt. Lastenfahrräder, die man zusammenklappen kann. In der Schule hatte er die Leistungsfächer Kunst, Chemie und Deutsch, die er in seinem Unternehmen ausgezeichnet kombiniert: die technische, ästhetische, kommunikative Qualität sind verblüffend. In der Hochschule arbeitet er an Mobilitätsthemen und belegte Praktika in Architektur und technischem Zeichnen. Für den DDCAST ist er ein glänzendes Beispiel für den Mut, sich aus dem Studium heraus selbständig zu machen, mit einer ebenso technisch avancierten wie nachhaltigen Idee.

Aug 1

29 min 39 sec

Inga Wellmann leitet seit 2010 das Referat Kunst und Kreativwirtschaft in der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und ist Vorsitzende der Kunstkommission sowie Beiratsmitglied des Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Im zweiten Halbjahr 2021 arbeitet sie interimsmäßig für das Referat Europapolitik der Senatskanzlei Hamburg. Als Europäerin in Brüssel aufgewachsen, studierte sie Mixed Media Arts in London sowie Kultur- und Medienmanagement in Hamburg und Santiago de Chile. Als Schnittstellengestalterin arbeitet seit jeher genau dort, wo unterschiedliche Denkmuster und Handlungslogiken aufeinander treffen und in konstruktive Wechselwirkung treten (könnten). Zur gesellschaftlichen Relevanz von Design, Governance der Kreativwirtschaft und der Rolle von Kunst im öffentlichen Raum hat sie publiziert, moderiert und Veranstaltungen konzipiert. Sie war Assistentin des Chief Creative Officer von Bertelsmann und Geschäftsführerin des Einstein Forums, einem internationalen, transdisziplinären Forum für intellektuellen Austausch in Potsdam. Einen großen Fokus legt Inga Wellmann auf Cross Innovation, Creative Bureaucracy und die Entwicklung einer smarten, lebenswerten Stadt.

Jul 25

32 min 47 sec

Lioba Lissner und Claus Herrmann leiten das Landschaftsarchitekturbüro HochC. Sie gestalten Schulhöfe, Parks, Dachlandschaften, Marktplätze, Biergärten, Grünflächen aller Art. Der öffentliche Raum ist in Corona-Zeiten wie man sagt "wiederentdeckt" worden; und was man entdeckt, das ist teils entsetzlich – schlecht zugänglich, wenig gastlich, null nachhaltig, völlig zubetoniert. Dabei sind diese Flächen nicht nur für das soziale Leben von unersetzlichem Wert. Sie helfen – klug bepflanzt – dabei, Städte zu kühlen, der Biodiversität eine Chance zu geben und den Kindern Orte, an denen sie – Kinder sein dürfen. Grünfläche darf man nicht am Reißbrett entwerfen, sondern man muss sie 4dimensional und multisensorisch planen. Sie verlangen nach einer Vorstellung davon, wie Bäume, die man heute pflanzt im Jahr 2050 aussehen, sich bewegen, duften. Seit den Schlüsselwerken von Jan Gehl (Städte für Menschen) und William H. Whyte (Rediscovering the City Center), wissen wir, wie schwierig das Design von Stadtraum ist, wie viel dazu gehört, um Plätze lebenswert zu machen. Genau da, nämlich an der "sensory street" von Whyte oder der "lebendigen, sicheren, nachhaltigen und gesunden Stadt" von Gehl setzen Lioba und Claus an.

Jul 18

32 min 59 sec

Dr. Sandra Hartig ist die Verantwortliche für das Thema Diversity bei einer der einflussreichsten Institutionen in der deutschen Wirtschaft. Sie leitet seit Februar 2012 den Bereich Gesundheitswirtschaft, Beschäftigung, Organisationsentwicklung beim DIHK. Sie studierte Wirtschaftsgeschichte und Volkswirtschaftslehre und promovierte an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Marburg. Von 1995 bis 2000 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Marburg. Gleichzeitig (1996 bis 1999) produzierte sie als freie Redakteurin im Zweiten Deutschen Fernsehen für die Redaktionen WISO und ZDF-Börsenstudio Fernsehbeiträge. Von 2000 bis 2002 war sie Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. in Frankfurt am Main. Seit 2003 ist sie beim DIHK in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Referentin für Soziale Sicherung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und als Büroleiterin des Hauptgeschäftsführers. Zuletzt war sie fünf Jahre für die politische Koordinierung des DIHK verantwortlich.

Jul 11

31 min 55 sec

Dieter Brell ist ein Allround-Gestalter. Sein Studio 3deluxe entwirft von Gebrauchsgegenständen über Innenarchitekturen und städtische Plätze bis hin zu Schiffen zu ziemlich alles. Besondere Aufmerksamkeit weckte der, selbstbeauftragte, visionäre Vorschlag für einen grünen Umbau des Times Square in New York. Die Designer*innen von 3deluxe sind seit mehr als zwei Jahrzehnten Spezialisten für die Entwicklung von visionären Ideen und insbesondere für deren Visualisierung. Wie man neue Ideen, Konzepte, Denkweisen durch exzellente Visualisierung gesellschaftsfähig machen kann wissen wir spätestens seit Walt Disneys wirkmächtigen Zukunftsbildern für die Weltausstellung in Queens, NY. In Friedrich von Borries‘ Buch „Klimakapseln“ (Suhrkamp, 2010) wird uns eine regelrechte Galerie solcher visualisierter Visionen vorgestellt, die teils massive Reaktionen auslösten. Mit Dieter Brell reden wir über die Kraft der Visualisierung, über sein Arbeitsgebiet „Ocean“ und darüber, was junge Designer*innen heute mitbringen müssen, um sich im Markt etablieren zu können.

Jul 4

34 min

Benedikt Freiherr Poschinger von Frauenau ist Inhaber und Leiter einer der besten Glashütten der Welt. Keine andere Glashütte kann so viele Farben blasen, nur wenige können derart große, mundgeblasene Werkstücke herstellen. Poschinger von Frauenau ist ein anpackender Mensch, der stets das Neue sucht, aber seiner Familientradition zutiefst verpflichtet ist. Wäre diese Familie nicht so gepolt, dann hätte das Unternehmen wohl kaum bald 500 Jahre überlebt! Die böhmisch-bayerische Grenzregion, ein traditionelles Gebiet der Glasbläserei, war durch die Kriege des 20. Jh. sowie den Eisernen Vorhang lange zu einem Hinterhof des Westens bzw. des Ostblocks degeneriert. Seit dem Fall der Mauer hat die Region um Zwiesel, am Rande des Naturpark Bayerischer Wald, die uralten Kontakte nach Böhmen wiederbelebt. Benedikt Poschinger berichtet über die Zusammenarbeit mit Designern, die Magie farbigen Glases und seine Begeisterung für den Wald, Auerhühner und den Grundwasserspiegel.

Jun 27

33 min 2 sec

Stefan Sagmeister ist einer, den es im Design eigentlich gar nicht gibt: Ein Design-Popstar. Er gründete 1993 die in New York ansässige SAGMEISTER Inc. und hat seitdem für so unterschiedliche Kunden wie die Rolling Stones und das Guggenheim Museum gearbeitet. Achtmal wurde er für einen Grammy nominiert, zweimal erhielt er die begehrte Prämie, mit Designs für die Talking Heads, Brian Eno & David Byrne. Außerdem gewann er praktisch jeden wichtigen internationalen Designpreis. 2008 erschien ein umfangreiches Buch mit dem Titel "Things I have Learned in my Life so far" bei Abrams, aus dem auch die Leser*innen eine Menge lernen können. Einzelausstellungen zu seinen Arbeiten fanden in Paris, Zürich, Wien, Prag, Köln, Berlin, Frankfurt, New York, Miami, Los Angeles, Chicago Toronto, Tokio, Osaka und Seoul statt. Seine so genannte „Happy Show“ zog weltweit weit über eine halbe Million Besucher an und wurde zur meistbesuchten Grafikdesign-Show der Geschichte. Er unterrichtet in der Graduiertenabteilung der School of Visual Art in New York und hält zahlreiche Vorträge auf allen Kontinenten. Der gebürtige Österreicher erhielt seinen MFA an der Universität für angewandte Kunst in Wien und, als Fulbright-Stipendiat, einen Master am Pratt Institute in New York.

Jun 20

33 min 54 sec

Stephen Burks ist Designer, Pädagoge und Reisender. Er studierte Architektur am Illinois Institute of Technology und Produktdesign am IIT's Institute of Design sowie an der Columbia University's Graduate School of Architecture. Nach Jahren des Reisens zwischen New York und Europa sowie Auslandsaufenthalten in Tokio und Mailand wurde Stephen um die Jahrtausendwende zum unabhängigen Designer, als der italienische Hersteller Cappellini erste Stücke in Produktion nahm. Heute ist er einer der anerkanntesten amerikanischen Industriedesigner seiner Generation. In Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen hat Stephen als Berater für Produktentwicklung in enger Zusammenarbeit mit Hunderten von Kunsthandwerkern in Australien, Kolumbien, der Dominikanischen Republik, Frankreich, Deutschland, Ghana, Haiti, Indien, Indonesien, Italien, Kenia, Mexiko, Peru, den Philippinen, Ruanda, Senegal, Spanien, Südafrika, den USA und Großbritannien gearbeitet. Er wurde von vielen der weltweit führenden Marken beauftragt, Kollektionen zu entwickeln, die Handarbeit als Innovationsstrategie einsetzen, darunter B&B Italia,), Boffi (Line, 2003), Bolon (Grasso Textiles, 2018), Calvin Klein, Cappellini (Cappellini Love, 2008), Estee Lauder (Missoni Profumi, 2006), Moroso (M'Afrique, 2009), Parachilna (Anwar, 2014, Babel, 2016), Roche Bobois (The Traveler, 2014, The Traveler Outdoor, 2016, Planete, 2018) und Swarovski. Stephens Arbeiten wurden international ausgestellt, darunter die Armory Show, Art Basel/Design Miami, Cooper-Hewitt National Design Museum, DX Design Exchange, Dwell On Design, Kotrijk, IMM Cologne, die International Contemporary Furniture Fair, MAD Museum of Art & Design (Stephen Burks, Are You A Hybrid, 2011), Philadelphia Art Museum, Neocon, Salone del Mobile, Hong Kong Shenzhen Biennale und die Stockholm Furniture Fair, sowie die erste Einzelausstellung von Produktdesign, die jemals im Studio Museum Harlem gezeigt wurde (Stephen Burks Man Made, 2011). Er wurde mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt. Im Jahr 2019 wurde Stephen der erste Harvard Loeb Fellow aus dem Bereich Produktdesign, war Expert-In-Residence am Harvard Innovation Lab und lehrte als Designkritiker im Master of Design Engineering Programm an der Harvard Graduate School of Design. Im Herbst 2022 wird das Werk von Stephen Burks Man Made im High Museum of Art in Atlanta, Georgia, im Mittelpunkt einer Übersichtsausstellung zur Mitte seiner Karriere stehen.

Jun 13

38 min 7 sec

Arpad Dobriban ist ein bildender Künstler, der sein gesamten Werk dem Kochen und Essen gewidmet hat. Er war Meisterschüler des Medienkunst-Stars Nam June Paik an der Kunstakademie Düsseldorf. Er arbeitete an der Städelschule Frankfurt mit Peter Kubelka bei dessen Gasthaus-Projekten zusammen; er war DAAD-Stipendiat und erhielt, unter vielen anderen Preisen, den renommierten HAP Grieshaber-Preis für Kunst, einen der begehrtesten Kunstpreise, da er von Künstlern an Künstler vergeben wird. Er forschte in seinen Recherche-Projekten über die Kultur des Kochens in Dilijan, Armenien, in den Headlands bei San Francisco oder in Mexiko. Seine Koch- und Speiseveranstaltungen fanden in Museen, Parks, Theatern, Galerien oder im Rahmen von großen Kulturhauptstadtprojekten statt. Arpad Dobriban beschäftigt sich mit Produktion, Verarbeitung, Darreichung von Lebensmitteln und Speisen sowie allen Kochtechniken – und verfahren. Er untersucht in Bezug auf Speisen und Essen alle unsere sinnlichen Wahrnehmungsformen: Riechen, Sehen, Schmecken, Fühlen, Hören.

Jun 6

31 min 7 sec

Einhorn ist ein Unternehmen in Verantwortungsbesitz. D.h. die Mitarbeiter*innen bestimmen z.B. über das Gehalt. Mit veganen Kondomen und nachhaltig produzierten Menstruationsartikeln, hat sich der 2015 gegründete Start-up einen Millionenmarkt erschlossen. Design spielt dabei eine zentrale Rolle: das Produktdesign, das Verpackungsdesign, der Style. Mittlerweile werden manche Packungen in Schulen als Unterrichtsmaterial zum Abbau von Schamgefühlen v.a. bei Mädchen eingesetzt. Die Packungstexte sind regelrechte politische Botschaften. Die Designer*innen bei Einhorn nennen sich Designhörner. Die beiden Designhörner, Liz von Wagenhoff (*1985) und Teresa Limmer (*1988) sind in exakt demselben Geburtshaus in Starnberg geboren, haben sich aber erst beruflich in Berlin kennengelernt. Liz hat einen Hintergrund im internationalen Avant-Garde-Modebereich, Teresa bringt eine Karriere im Kommunikationsdesign mit. Ihnen ist wichtig, dass Design und »Fairstainability« ausgewogen und alle Designs in die Werte »unicornique« und »fairstainable« eingewoben sind. Das funktioniert nur durch die Begegnung aller Disziplinen auf Augenhöhe. Teresa und Liz sehen die Produkte als wertvolle Leinwand, um über das zu sprechen und das zeigen zu können, was sie v.a. im Zusammenhang mit der Periode unbedingt mitteilen möchten. Deswegen nutzen sie wirklich jeden Winkel der Verpackungen aus, um ihre Message rüberzubringen.

May 30

37 min 11 sec

Daniel Martin Feige ist Professor für Philosophie und Ästhetik in der Fachgruppe Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Zunächst studierte er Jazzpiano, dann Philosophie, Germanistik und Psychologie. Die Promotion erfolgte an der Goethe-Universität in Frankfurt (mit einem Buch zu Hegels Ästhetik), die Habilitation an der Freien Universität Berlin. Er forscht und veröffentlicht an der Schnittstelle von Fragen der philosophischen Ästhetik, der theoretischen und praktischen Philosophie und der Kulturphilosophie. Zum Design hat er 2018 im Suhrkamp-Verlag das Buch „Design. Eine philosophische Analyse“ veröffentlicht. Seine jüngsten Monographien sind „Musik für Designer“ (AV Edition: Stuttgart 2021) und „Die Natur des Menschen. Eine dialektische Anthropologie“ (erscheint im vierten Quartal im Suhrkamp-Verlag Berlin).

May 23

32 min 47 sec

Lilli Hollein ist Direktorin und Mitbegründerin der VIENNA DESIGN WEEK, Österreichs größter Designveranstaltung. Ab 1.9.2021 wird sie Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Museums für angewandte Kunst Wien (MAK). Sie folgt Christoph Thun-Hohenstein nach. Dem Kuratorium des MAK stand sie bislang schon vor. Sie ist ebenfalls Mitglied des Kuratoriums des mumok-Museum moderner Kunst Sammlung Ludwig Wien. Ihr Industrial Design-Studium schloss sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien ab und hat sich im Anschluss als Design- und Architekturexpertin international einen Namen gemacht. Sie kuratierte, neben den jährlichen Beiträgen im Rahmen der VIENNA DESIGN WEEK, eine Reihe von Ausstellungen, u.a. zu Memphis Design, zu jungen österreichischen Architekturschaffenden und sie verantwortete den Beitrag Österreichs bei der 7. Internationalen Architekturbiennale Sao Paulo 2007. Von 2010 bis 2013 war sie Jurypräsidentin der KÖR – Kunst im öffentlichen Raum Wien, 2016 bis 2019 Präsidentin des ADN-Austria Design Net.

May 16

36 min 12 sec

Der Journalist und Moderator Thomas Ranft wurde als "Klimabotschafter" ausgezeichnet – und zwar nicht von irgendwem, sondern vom fast 500.000 Mitglieder starken B.U.N.D. (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Wie kommt ein Journalist zu dieser Ehre? Seit 2001 berichtet er im TV, im Ersten, bei Eins Extra, oder in seiner täglichen Sendung "alle Wetter" von Regenfronten, Wetterprognosen und Klimawandel. Sein Ziel ist es, diese hochkomplexen Phänomene für Alle verständlich zu machen und uns zum Handeln gegen den Klimawandel zu befähigen. Für "alle Wetter" erhielt er 2008 den Medienpreis Meteorologie für die beste Wettersendung im deutschsprachigen TV. Und seit 2006 moderiert er das wöchentliche Wissensmagazin Alles Wissen. Seit 2010 ist er Moderator beim Science-Slam des Physikalischen und seit Wettermoderator bei Live nach neun.

May 9

36 min 41 sec

Elisabeth Mansfeld verantwortet seit April 2017 das Programm Stadt der Alfred Herrhausen Gesellschaft. Dort koordiniert Sie verschiedenste global ausgerichtete Projekte in den Bereichen nachhaltiger Stadtentwicklung und Zukunft der Städte. Urban Age ist ein globales Forschungsprojekt der Alfred Herrhausen Gesellschaft und LSE Cities, das Städte in verschiedenen Formaten bei ihren Planungs- und Entwicklungsprozessen und in ihrer Rolle als Akteure bei der Gestaltung der Global Governance unterstützt. Im Programm Stadt angesiedelt ist außerdem das Projekt Neurourbanistik, welches sich interdisziplinär mit dem Thema der seelischen Gesundheit in der Stadt auseinandersetzt. Zuvor war Elisabeth Mansfeld neun Jahre lang bei der Deutschen Bank als Projektmanagerin in der Betriebsorganisation und betreute als Expertin für Mikrofinanzierung Projekte in China und Mexiko. Auch schon während ihres Diplomstudiums an der Universität Mannheim und der Universität Cattolica del Sacro Cuore in Mailand galt neben dem Wirtschaftsschwerpunkt ihr Interesse der Urbanisierung und ihrer globalen Veränderung.

May 2

31 min 41 sec

Thomas Jäger ist ein weltweit aktiver Humanitarian Designer. Er initiierte das Humanitarian Design Lab, ein Ergebnis der Forschung über die Verschneidung von humanitärer Arbeit und Gestaltung. Beides wird angesichts eines wachsenden Bedarfs humanitärer Projekte benötigt, um der völligen Überforderung des Sektors gerecht zu werden. Seine These ist: nur hierdurch können wir in einer globalisierten Welt mit Zunahmen von kriegerischen Konflikten und Naturkatastrophen, das hieraus entstehende Leid bedarfsgerecht lindern. Seit 2018 ist er mit dem Home.Work Projekt in den Notunterkünften Griechenlands tätig und hat seine dort gesammelten Erfahrungen erst kürzlich auf das Emergency Response Szenario in Beirut, Libanon übertragen. Er arbeitete ausserdem als Workshop Manager in dem interkulturellen Makerspace Habibi.Works in Griechenland und kooperierte in seiner Arbeit mit zahlreichen humanitären Organisationen wie Drop in the Ocean, Second Tree, Concern World Wide, Samos Volunteers, Arbeiter Samariter Bund (ASB), The Schoolbus project, Boesoeppe e.V., Agricultural Ministry of Equatorial Guinea, Handadi Jawhari (UN-Friedensbotschafterin) und Weiteren.

Apr 25

28 min 53 sec

Der Spanier Bartomeu Mari Ribas gilt als eine der relevanten Stimmen der Museumswelt und hat eine erstaunliche Karriere hingelegt: Er war Direktor des Witte de With Museum Rotterdam, des Museo de Arte Contemporáneo de Barcelona; Mitglied der spanischen Auswahlkommission der documenta 11 und der Biennale di Venezia, 2005; Als erster Nicht-Koreaner wurde er anschließend Direktor des National Museum of Modern and Contemporary Art, Korea in Seoul. Zuletzt, bis zur Schließung aufgrund der Corona-Krise, war er Direktor des Museo de Arte de Lima, eines der größten Museen Südamerikas. Für ihn spielt die soziale Verantwortung der Museen die entscheidende Rolle. Wir sprechen mit ihm über die soziale Notwendigkeit einer im besten Sinne demokratisch orientierten Kunst- und Designdidaktik, über die Bedrohung von Museen durch Autokraten und deren politische Rolle.

Apr 18

31 min 37 sec

Malene Saalmann ist als Koordinatorin Produktion und Technik der documenta fifteen aktiv. Als Autorin ist sie freie Mitarbeiterin der Zeitschrift form. Nach Ihrem Diplom in Systemdesign hat sie über die Kraft und die Potentiale von Modellen und die Philosophie des Prototyps gearbeitet und dazu veröffentlicht. Sie kritisiert die fahrlässige Verwendung des Modell-Begriffs im Rahmen des Design Thinking-Booms und beschäftigt sich mit Möglichkeiten, wie Modelle unterschiedlichster Art bei der gesellschaftlichen Transformation helfen können. Wie könnten Modelle für die Verständigung von Konfliktparteien genutzt werden? Georg-Christof Bertsch spricht mit ihr über ihren erweiterten Gestaltungsbegriff, Social Design, Entwurfsthesen von Wang & Söderström und die Abgrenzung von soziologischen und Designmodellen.

Apr 11

30 min 11 sec

Jürgen Engel leitet als Geschäftsführer und Alleininhaber eines der größten Architekturbüro Deutschlands. Mit 300 Mitarbeiter*innen aus 40 Nationen an 7 Standorten zeichnet KSP Engel verantwortlich für Projekte wie die Deutsche Börse in Eschborn, die Chinesische Nationalbibliothek in Peking, die Große Moschee von Algier. Nach eigenem Bekunden liebt der Architekt den Innovationsdruck, versteht sich als multidisziplinärer Gestalter und sucht nicht nur die gestalterischen sondern insbesondere auch die technischen Herausforderungen. Georg-Christof Bertsch spricht mit ihm darüber, wieso neben den Fragen nachhaltigen Materialeinsatzes insbesondere der Stadtumbau eine große Rolle für die Schaffung einer lebenswerten Welt mit Mitteln der Architektur spielt und wieso sein Studium der environmental psychology seine die Entwurfsarbeit heute beeinflusst.

Apr 4

36 min 23 sec

Mike Meiré hat bereits als Teenager begonnen, das Design von Zeitschriften und Magazinen auf den Kopf zu stellen. Zunächst mit dem Magazin Apart. Zusammen mit seinem Bruder Marc Meiré und Thomas Bried baute er die Agentur Meiré und Meiré M2 auf, die sich zu einem relevanten Player im Werbemarkt entwickelte. Er war Art Director des Wirtschaftsmagazins Econy und ist seit 1999 Art Director des Nachfolgers brand eins. Für Dornbracht entwickelte und kuratierte er die Projektreihe Dornbracht Culture Projects und inszenierte u. a. eigene künstlerische Beträge wie „The Farm Project“, „Global Street Food“ und „Revolving Realities“. Mike arbeitet neben seiner Agenturarbeit auch Kunstprojekten. Georg-Christof Bertsch und Nicolas Markwald sprechen mit ihm darüber, wie man einfach anfängt indem man anfängt, über seine immerwährenden Verwandlungen, über das Verhältnis zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern – und über Kunst von Designern.

Mar 28

30 min 57 sec

Stephanie Hobmeier hat an der Kunsthochschule Kassel Produktdesign mit dem Schwerpunkt Systemdesign studiert. Ihre bisherigen Projekte und Arbeiten spiegeln vor allem ihre Motivation, sich für eine ganzheitliche zukunftsfähige Entwicklung und die Sensibilisierung von Menschen für die damit einhergehende Thematiken einzusetzen. Als ihr grundlegendes Forschungsinteresse gilt die Rolle von Gestalter*innen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen. So beschäftigte sie sich in ihrer theoretischen Diplomarbeit „Die Zukunft war früher auch besser“ mit der Frage, wie es gelingen kann, als Designer*in in diesen transformativen Zeiten der größeren Verantwortung gerecht zu werden. Bildung als Grundlage für einen gesellschaftlichen Wandel begreifend, galt ihrem vorrangigen Interesse, die Merkmale für eine zukunftsfähige Designausbildung zu erforschen. Für ihre umfassende Arbeit, die in curriculare Basisüberlegungen mündeten, wurde sie im Rahmen der German Designs Graduates 2019 von der Hans Sauer Stiftung und Construct Lab mit einem Social Design Stipendium ausgezeichnet. Georg spricht mit Ihr über Transformationsdesign...

Mar 21

27 min 37 sec

Konstantin Grcic gilt als einflussreichster Produktdesigner seiner Generation. Mit oft ikonenhaften Entwürfen ist er geradezu einzigartig erfolgreich und hat die wichtigsten Awards der Welt gewonnen. In den führenden Designmuseen ist er mit zahlreichen Entwürfe vertreten. Von der Kunstzeitschrift ART wurde er gar als „Größter lebender Designer“ bezeichnet. Auf Basis seiner eigenen, höchst soliden Lehre bei internationalen Design-Meistern bildet er in seinem Studio selbst aus: Pauline Deltour, Stefan Diez, Marie Rahm, Ascan Mergenthaler (heute bei Herzog & de Meuron), Nitzan Cohen, Jonathan Olivares, Clemens Weisshaar u.a arbeiten bei ihm, bevor sie selbst zu Designstars wurden. Charakteristisch für Konstantin Grcic ist eine tiefe Reflexion über Arbeit und Rolle von Designer*innen. Wir sprechen mit ihm über Langsamkeit, den Charakter verschiedener Holzarten und die intensive Kommunikation mit Ingenieur*innen, Handwerker*innen und Arbeiter*innen in produzierenden Unternehmen.

Mar 14

31 min 11 sec

Christoph Grünberger ist ein deutscher Designer und Typograf. Er geht in seiner visuellen Kommunikation stets aufs Ganze. Charakteristisch für ihn sind Präzision und Radikalität. Neben die graphische Produktion tritt nun immer mehr seine Arbeit als Autor, bei der er ebenfalls an Grenzen geht. Christoph gibt ein gutes Beispiel dafür ab, was mit Mitteln des Design möglich ist. In seinem letzten Buch "Analoger Algorithmus - Source-related Grid Systems" beschäftigt er sich mit den Axiomen von Karl Gerstner und ihrer zeitgenössischen Interpretation (Lars Müller Publishers, 2019). Momentan arbeitet er an der Enzyklopädie "THE AGE OF DATA – Embracing Algorithms in Art & Design" und zielt damit mitten ins Herz der Kunst- und Designtrends, die sich um datenbasierte Gestaltung und Künstliche Intelligenz (KI) drehen. Das Projekt realisiert er mit der Unterstützung des Schweizer Fachbuchverlags Niggli und Kickstarter. Uns interessiert seine Entschlossenheit, aus schwierigen Situationen heraus, ohne Kunden und Auftrag zu gestalten; seine selbstbeauftragten, crowdgefundeten Bücher, die selbstkuratierten Projekte. Mit ihm spricht Georg-Christof Bertsch über Autonomie, Handeln als Designer, Corona als Auslöser von Projekten – und seinen neusten Coup: "THE AGE OF DATA“.

Mar 7

36 min 57 sec

Ursprünglich zur Fremdsprachenkorrespondentin ausgebildet, hat Barbara Friedrich Kommunikationswissenschaften, Literatur und Philosophie studiert. Seit den frühen 80er Jahren entwickelte sie sich zu einer einflussreichen Stimme in den Themenfeldern Architektur, Design und Lifestyle. Nach Stationen als Redakteurin und Chefredakteurin der Zeitschriften Ambiente, Elle Deco und Architektur&Wohnen, übernahm sie 1993 die Chefredaktion von Zuhause Wohnen und 6 Jahre später jene von Architektur&Wohnen, deren Herausgeberin sie schließlich wurde. In dieser Rolle prägte sie die Berichterstattung über Design in Deutschland ganz maßgeblich. Seit 2016 ist Barbara Friedrich als Autorin, Moderatorin und Jurorin äußerst rege selbstständig tätig. Mit Ihr redet Georg-Christof Bertsch darüber, wie man am selben Ort leben, produzieren und Design schaffen kann; wie es um regionale Handwerkstraditionen bestellt ist und was ein italienischer holzverarbeitender Familienbetrieb aus gealterten Pfählen der Lagunenstadt Venedig fabriziert.

Feb 28

32 min 28 sec

Neue Materialien und die die innovative Verwendung traditioneller Materialien gehören zu den kniffeligsten Herausforderungen des Produktdesigns. Emilie Burfeind ist kurz nach dem Diplom bereits mit zahlreichen Awards prämiert. Die Materialdesignerin stammt aus dem IMD, dem Institut für Materialdesign von Prof. Dr. Holzbach. Dort wird eher mit Ferrofluiden und keramischen Textilien gearbeitet als mit traditionellen Materialien. Holzbach versteht dieses Institut als Labor für Experimente; die ideale Wirkungsstätte für eine Designerin, die Herausforderungen immer als Chance sieht, die in Möglichkeiten denkt und nicht in Beschränkungen. Emilie Burfeind hat sich die Aufgabe erstellt, einen Sportschuh, der bekanntlich besonderen Belastungen ausgesetzt ist, aus einer mit Hundehaaren hergestellten Textile zu produzieren. Mit ihr spricht Georg-Christof Bertsch über Materialflüsse, die Freude am Risiko und über das selbstbewusstes Handeln als junge Frau in der technischen Welt der Materialforschung.

Feb 21

27 min 25 sec

Die Baubranche ist Ressourcenkiller Nummer Eins. Über 60 % des in Deutschland anfallenden Abfalls stammt aus Gebäudeabriss. Aber für SHARDS ist dieser Abfall Ressource. SHARDS sind Fliesen die zu 100% aus Bauschutt hergestellt werden. Sie zeigen das Potenzial des zirkulären Wirtschaftens. Lea Schücking und Leya Bilgic sind die Köpfe, die hinter diesem ambitionierten und mit hoher Anerkennung versehenen Projekt stehen. Die Designerinnen haben mit SHARDS seit 2018 bereits mehrere renommierte Preise gewonnen. Unter Anderem den Bundespreis Ecodesign und den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design in der Kategorie Zukunftsfähige Vision. Gewürdigt wurde die hohe Innovationskraft dieser konsequent nachhaltigen Produktentwicklung. Georg Christof Bertsch spricht mit Ihnen über die Idee, die komplexe Materialforschung, über ihre ethischen Maßstäbe und ihr Ziel die erste vollkommen klimaneutrale Fliese in Serie zu produzieren.

Feb 14

31 min 19 sec

Olaf Barski darf man getrost als einen der Granden des Industrialdesign bezeichnen, nach über 50 Designpreisen und 25 Jahren an der Spitze seines renommierten Studios. Barski ist immer neugierig. Er kann mit Begeisterung die gelungene Kabelaufwicklung eines Küchenmixers bewundern. Und er spricht gerne mit Chirurgen, die Hirnoperationen bei Kindern durchführen. Über die Ergonomie einer OP-Leuchte, über Rückenbeschwerden bei er Arbeit, über die perfekte Ablage für Operationsbesteck. Kurzum: Er will genau wissen, wie die Menschen mit den Produkten umgehen und was die Produkte mit den Menschen machen. Zu seinen Tätigkeitsfeldern zählen, neben Medizin- und Sanitärtechnik, Konsum- und Investitionsgüter, Consumer Electronics, Personal Care, Mobilität, Sport & Transportation. Mit ihm reden wir darüber, wie gutes Medical Design Leben retten kann; wieso er gerne zuschaut, wenn jemand kleine Glühbirnchen austauscht; und was eigentlich die Verantwortung von Hightech Designer*innen ist.

Feb 7

30 min 38 sec

form - UNABHÄNGIGES DESIGNMAGAZIN ist eine wichtige Stimme, ja eine regelrechte Institution im Design. Seit 1957 berichtet form als Printmagazin und später mit Buchreihen und digitalen Medienformaten über Produkt-, Industrie-, Kommunikations-, Modedesign, Designtheorie. In schrillem Kontrast zum ehrwürdigen Alter des Mediums stehen seit 2020 die jungen Chefredakteur*innen Nina Sieverding und Anton Rahlwes. Beide sind studierte, mit Awards prämierte Designer*innen. Bereits vor dem Antritt als form-Chefredektion hatten sie eigene Designprojekte durchgeführt. Sie sagen: "Nur im Team legen wir die Begrenztheit des Individuums ab und kommen vom Ich zum Wir." Mit ihnen sprechen wir über Teamarbeit, die Deutungshoheit ihres Mediums, über direkte Interaktion mit Leser*innen und gender politics. Wie kann ein Designmagazin inhaltlich möglichst unabhängig bleiben? Letztlich geht es darum, wie man das Erbe dieser führenden Designzeitschrift für die Zukunft noch produktiver machen kann.

Jan 31

42 min 37 sec

Dr. Keneilwe Munyai ist – das kann man sagen – ein Phänomen. Als Beraterin für human centered design ist sie auf dem gesamten, riesigen afrikanischen Kontinent tätig. Sie berät Institutionen und NGOs in Algerien, Malawi, Marokko, Kenia, Nigeria, Südafrika, Tansania und Sambia. Mit Hilfe von Multi-Stakeholder-Prozessen und Design-Thinking-Methoden begeistert sie Menschen und Organisationen dafür, wirklich partizipativ zu arbeiten. Ihr geht es darum zu vermitteln, wie man Strategien, Dienstleistungen und Produkte nachhaltiger machen kann. Und sie hilft beim Verständnis von Verfahren und Methoden, um lokale Lösungen aktiv selbst zu gestalten. So fördert sie ortsspezifische und kontextabhängige Innovationskulturen. Von ihr lernen wir in diesem DDCAST, was nachhaltige Projektentwicklung im südafrikanischen Hinterland bedeutet und wir diskutieren darüber, ob man – lokal angepasst – hochwertiges Produkte bei Wasserknappheit produzieren kann. Schließlich verrät sie uns, wie es ihr gelungen ist, das Vertrauen der traditionellen Edel-Handwerker in norditalienischen Ledermanufakturen zu gewinnen.

Jan 24

30 min 47 sec

Er ist Präsident der European Brand & Packaging Design Association und langjähriges Mitglied der Red Dot-Jury. Bevor er in 2020 MELICHAR Bros. gründete, arbeitete er über 25 Jahre bei der Markenagentur FACTOR. Mit seiner in Hamburg gegründeten Firma folgt er nun dem Motto "increase value, decrease waste“ oder: Wert hoch-Abfall runter. Dabei geht es dem Hanseaten um nachhaltige Verpackungslösungen für internationale Kunden. Mit Uwe Melichar sprechen wir darüber, was verpackt werden muss und was nicht. Wir besprechen, was überhaupt eine „nachhaltige Verpackung“ sein kann und wo man in Europa nachhaltiges Packaging erlernen kann. Schließlich verstehen wir, wieso das Wort ‚Müll‘ schleunigst aus unserem Wortschatz verschwinden muss.

Jan 17

29 min 33 sec

Fabian Winopal und Tim Fleischer haben das Unternehmen ‚Tatcraft New Hardware Studios‘ 2017 in Frankfurt aus eigenen Mitteln gegründet. Zuerst ging es Ihnen um den Aufbau eines Makerspace, der maschinelle Infrastruktur und Raum zur Verfügung stellt und Enthusiasten, Produktentwicklern, Designern, Startups, etablierten Unternehmen und vielen anderen hilft, eigenständig zu produzieren. Von Prototypen bis zu Kleinserien. Inzwischen bieten sie mit ihrer Agentur ‚TAT_‘ auch Beratungs- und Designleistungen an. So tragen sie nicht nur zu einer sich agil entwickelnden Startup-Szene bei, sondern setzen weltverbessernde Projekte in die Tat um.

Dec 2020

29 min 34 sec

Frauke Burgdorff ist seit 2019 als Stadtbaurätin für Planung, Bau und Mobilität in der Stadt Aachen tätig. Sie engagiert sich darüber hinaus u.a. in der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, im Kuratorium des vhw - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V., beim Bund Deutscher Architekten und im Kuratorium Nationale Stadtentwicklungspolitik. Wir sprechen mit ihr über die Chancen der Leipzig Charta, über ein Parkhaus das zu einem gesellschaftlichen Projekt wurde, über die Herausforderungen menschen- und klimagerechter Stadtentwicklung und über die Frage wie sich Frauen in der oft männerdominierten Betonwelt durchsetzen können.

Dec 2020

29 min 3 sec