Total Sozial!

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Wohnungsnot, Integration, Inklusion, demografischer Wandel: Das sind die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Die kirchlichen Sozialverbände arbeiten mit daran, sie zu meistern. Mit Herz und Haltung. In diesem wöchentlichen Podcast sprechen wir mit ihnen darüber – und begleiten die Menschen, die von ihrer Hilfe profitieren.

Produktion: Münchner Kirchenradio (MKR) / Sankt Michaelsbund

All Episodes

Malteserpräsident Georg Khevenhüller spricht im Total Sozial-Interview über die Zukunft des Ehrenamts im Katastrophenschutz.

Dec 3

29 min 23 sec

Die Pandemie wütet weiter, auch wenn Viele gedacht haben, so langsam hätten wir das Schlimmste hinter uns. Auch die Angst vor neuen Lockdowns geht um. Dabei haben viele Menschen noch gar nicht die Folgen des bisherigen Verlaufs verarbeitet. Genau das bekommen derzeit auch Isabell Ueberall und Anjeli Goldrian von der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle zu spüren. https://www.erzbistum-muenchen.de/ordinariat/ressort-6-caritas-und-beratung/ehe-familien-lebensberatung

Nov 25

34 min 38 sec

Am ersten Advent wird im Rahmen des "Jugendopfersonntags" die Kollekte für das Salberghaus der KJF in Putzbrunn gesammelt.

Nov 19

27 min 44 sec

Der Fachdienst Straffälligenhilfe des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) München betreut und unterstützt Frauen vor, während und nach der Haft. Diese Arbeit war und ist durch Corona enorm erschwert. Zum Beispiel gestalten sich die Vorbereitung der Entlassung aus der Haft wegen der Kontaktbeschränkungen deutlich schwieriger. In dieser Folge von „Total Sozial“ geht es deswegen um die Arbeit des Teams der Straffälligen-Hilfe und wie der SkF den Frauen auch während Corona helfen kann. Aber es geht auch um die Situation von Frauen im Gefängnis allgemein und darum, wie sich ihre Lage speziell durch Corona noch weiter verschlimmert hat. Extrem hart gestaltet sich zum Beispiel der Haftantritt: Die Frauen müssen – unabhängig vom Testergebnis – mindestens 14 Tage in Quarantäne, das bedeutet zwei Wochen lang 23 Stunden am Tag Einschluss in einer Einzelzelle mit nur einer Stunde Hofgang – und das in der äußerst sensiblen ersten Zeit in Haft. Hinzu kommen die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten nach draußen: Besuche waren - wie schon im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 – auch im vergangenen Winter nur einmal im Monat und ausschließlich für Eltern, Partner*innen und Kinder möglich.

Nov 12

29 min 46 sec

Ahmet R. ist durch die Pandemie in Schulden geraten und stand vor dem Nichts. Dass er einen Ausweg gefunden hat, verdankt er auch der Caritas-Schuldnerberatung. Dabei ist er kein Einzelfall: Durch die Corona-Krise haben sich viele Menschen überschuldet.

Nov 5

29 min 23 sec

Zu viel ist passiert in der Pandemie. Homeschooling auf engstem Raum mit Eltern, die Existenzängste ausstehen, weil der Job im Niedriglohnbereich wackelt oder gleich ganz weg ist. Gleichzeitig sind Behörden nur noch digital erreichbar, womit nicht alle Menschen umgehen können. Das Ergebnis: Anträge werden falsch oder gar nicht gestellt und so kommen nicht mal die Unterstützungsleistungen bei den Familien an. Sie können nicht mal mehr die Miete zahlen. Und oft reicht es nicht zum Einkaufen. Im Lichtblick Hasenbergl werden deshalb derzeit sogar Lebensmittelpakete gepackt. Mittendrin die Kinder, die in den letzen Monaten irgendwie am Computer hätten lernen sollen. Das hinterlässt tiefe Spuren in den Kinderseelen. Einrichtungsleiterin Johanna Hofmeir hat schnell festgestellt, dass die Kinder so unter diesem Stress leiden, dass sie überhaupt nicht in der Lage sind, zu lernen. Deshalb macht sie jetzt unter anderem ein Programm, bei dem die Kinder wieder lernen, Kinder sein zu dürfen: Mit Fahrradfahren und Walzer tanzen. https://lichtblick-hasenbergl.org/

Oct 28

21 min 59 sec

Im „Haus der Athleten“ des Katholischen Jugendsozialwerks KSJW leben Sporttalente, die am Olympiastützpunkt München trainieren.

Oct 22

28 min 52 sec

Rund drei Millionen Menschen sind in Deutschland auf Pflege angewiesen. Fast drei Viertel von ihnen werden zu Hause von ihren Familienangehörigen betreut. Viele pflegende Angehörige merken aber schon nach kurzer Zeit, dass sie sich mit der Versorgung eines Menschen, der unter Umständen Tag und Nacht Hilfe braucht, übernommen haben. Die Malteser im Erzbistum München und Freising haben auf die Nöte der Betroffenen reagiert und vor gut eineinhalb Jahren eine Fachstelle für pflegende Angehörige eingerichtet. Auslöser waren die Anfragen von Angehörigen, die ihre dementiell erkrankten Verwandten in die Malteser Tagesstätte MalTa im Münchner Stadtteil Berg am Laim bringen. Dort werden Gäste mit beginnender Demenz betreut. Für die Leiterin der Einrichtung sei es auf Dauer nicht möglich gewesen, auf die Probleme der pflegenden Angehörigen adäquat einzugehen, berichtet die Leiterin der Fachstelle, Elisabeth Mauro. Diese sei in erster Linie für die Gäste da. Trotzdem hätten die Betroffenen die Einrichtungsleitung immer wieder um Hilfe gebeten, zum Beispiel, wenn es darum geht, Anträge bei der Krankenkasse zu stellen. Noch schwieriger sei es gewesen, den Menschen zu helfen, die von der Pflegesituation generell überfordert sind. Hier brauche es eine grundlegende Analyse des sozialen Umfelds und der Familienstruktur, so Mauro. Die Malteser hätten das hohe Maß an Beratungsbedarf erkannt und sich für die Einrichtung der Fachstelle entschieden. Die biete den Vorteil, gezielt auf die zahlreichen Hilfsangebote hinzuweisen, die die Malteser für pflegende Angehörige bereithalten. Wer einen Menschen pflegt, bräuchte aber nicht nur praktische Unterstützung, erklärt Mauro. Im Gespräch stelle sich oft heraus, dass viele gar nicht wissen, was Pflege generell bedeutet. Pflege habe auch geistige, soziale und psychologische Aspekte. „Pflege kann einfach bedeuten, dass ich bei jemandem bin, daneben sitze und ihm Gesellschaft leiste, weil die Person sich sonst einsam fühlt“. Diese umfassende Fürsorge könne schnell zur Überlastung der Familienangehörigen führen. Elisabeth Mauro rät deshalb, vor der Übernahme einer häuslichen Pflege genau zu prüfen, ob man selber physisch und psychisch dazu überhaupt in der Lage ist. Außerdem sei wichtig, dass pflegende Menschen immer auf ein soziales Netzwerk zurückgreifen können, das sie entlastet. Der Idealfall sei die pflegende Familie, in der die Aufgaben auf mehreren Schultern verteilt werden können. Erst wenn die Pflegesituation in der Familie geklärt sei, könnten dann auch die Angebote der Malteser greifen, erklärt Mauro. Menü-Service, Patienten-Fahrdienst, Besuchsdienst für Menschen mit Demenz oder Hausnotruf sind nur eine Auswahl der Dienste, die die Malteser auch mit Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern anbieten.

Oct 16

36 min 27 sec

Mit einem Gospel-Benefizkonzert hat der Katholische Männerfürsorgeverein KMFV Spenden für wohnungslose Münchner gesammelt.

Oct 8

31 min 35 sec

Er ist der zweite Nicht-Geistliche Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum München und Freising. Bisher war er Präsident der Katholischen Stiftungshochschule. Was der 57jährige für den Verband plant, welche Corona-Folgen er befürchtet und wie seine Enkeltochter den Spielpädagogen in ihm weckt, das sind nur einige Themen in dieser Folge von Total Sozial

Sep 30

31 min 35 sec

Eigentlich ist Wählen ganz leicht: Man macht ein Kreuz bei einem Namen und einer Partei. Aber welchen Prozess das auslöst und was die Stimme am Schluss bewirkt, ist schon deutlich komplizierter. Selbst für „normale“ Wähler. Wirklich schwierig und nicht unbedingt immer inklusiv ist unsere Demokratie für Menschen mit einer geistigen Behinderung – einer Lernschwierigkeit. Ihre Stimme zählt aber genauso viel, denn auch ihre Interessen müssen politisch vertreten werden. Immerhin handelt es sich um rund eine Million Menschen, die in Deutschland eine geistige oder seelische Behinderung haben. Elke Scheiber ist eine von ihnen. Die 43-Jährige arbeitet im Einrichtungsverbund Steinhöring, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung von der katholischen Jugendfürsorge KJF. Sie ist überzeugt, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten mitreden müssen: "Ich finde es wichtig, dass man Anteil an der Wahl hat!" Aber das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn in vielen Bereichen ist Demokratie in Deutschland noch nicht barrierefrei. In der Praxis gibt’s hier noch viel Nachholbedarf. In der neuen Folge von "Total Sozial" erzählt, Elke Scheiber wie sie diese Bundestagswahl erlebt hat und wie der Einrichtungsverbund Steinhöring seine Bewohner auf die Wahl vorbereitet hat. Außerdem spricht Autorin Doris Katheder über ihr Buch in leichter Sprache, das Menschen mit einer Lernbehinderung beim Wählen helfen soll und ihnen erklärt, wie Demokratie funktioniert.

Sep 24

29 min 3 sec

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), werden jährlich rund 3 Millionen Frauen Opfer von FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting). Circa 30 Prozent von ihnen sterben noch während des Eingriffs oder an den Folgen der Genitalverstümmelung. In dieser Ausgabe von Total Sozial wirft Andrea Lindner einen Blick nach Landshut: Dort gibt es seit März dieses Jahres das Projekt „CaRe for Women“ – eine Anlaufstelle für Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind. Angesiedelt ist das Team bei der Schwangerenberatung der Caritas in Landshut. „CaRe for Women“ möchte betroffene Frauen beraten, aber auch aufklären und sensibilisieren. Was die Stelle genau macht und warum sie gebraucht wird, das klärt Andrea Lindner in dieser Ausgabe von Total Sozial. Außerdem spricht sie mit Fadumo Korn. Die heute 57-jährige Frau aus Somalia hat im Alter von 7 Jahren selbst am eigenen Leib erfahren müssen, was Genitalverstümmelung bedeutet. Heute setzt sie sich in Vereinen und Organisationen gegen weibliche Genitalverstümmelung ein, betreut betroffene Frauen und klärt auf.

Sep 17

26 min 35 sec

Vertreter von Caritas, KMFV, KJF und SkF beziehen zu den sozialen Thesen des Wahl-O-Mat Stellung und beleuchten deren Hintergründe.

Sep 10

29 min 29 sec

Monsignore Rainer Boeck ist Diözesanbeauftragter für Flucht, Asyl, Migration und Integration. Caritas International hat ihn nach Lesbos eingeladen, um sich ein Bild von den Flüchtlingslagern zu machen. Sein Fazit: Das, was da passiert, ist schlecht. Deshalb schlägt er vor, dass Deutschland mit gutem Beispiel voran geht und Menschen aus den Lagern nach Deutschland holt.

Aug 5

28 min 8 sec

Seit einer Woche schaut die Welt nach Tokio: Dort finden mit einem Jahr Verspätung die 32. Olympischen Spiele der Moderne statt. Wegen Corona aber etwas anders als sonst: Kein Publikum, die Athleten tragen Masken und die Medaillen müssen sie sich selbst umhängen. Aber: der olympische Geist, weht trotzdem wieder und passend dazu wird’s auch bei Total Sozial sportlich. Es geht nach Rosenheim zum Katholischen Jugendsozialwerk KJSW. Dort Leben rund 170 Menschen mit geistiger Behinderung und einige von Ihnen nehmen regelmäßig als Athleten bei den Special Olympics teil. So auch Margrit Hofmayer: Sie lebt in einer der betreuten Wohngruppen beim KJSW und hat schon so manches Edelmetall von Wettkämpfen nach Hause gebracht. In Total Sozial erzählt sie von ihrem größten sportlichen Erfolg. Dass aber nicht nur Medaillen zählen, sondern Sport für Menschen mit geistiger Behinderung auch im Alltag eine ähnlich große Bedeutung hat wie für Menschen ohne Behinderung, erklärt KJSW Fachbereichsleiterin Nina Jenewein-Lipp. Außerdem gehts mit Total Sozial zum Training des Special Olympics Basketball-Team. Dort verrät Joachim Strubel wie man Trainer für Sportler mit geistiger Behinderung wird.

Jul 30

29 min 15 sec

Mit Blaulicht geht es in Richtung Giesing. Die Patientin wird schließlich ins Klinikum Innenstadt in die Notaufnahme gebracht. Wir haben in den Malteser Momenten die beiden Malteser Rettungsassistenten Nikolai Ohme und Daniel John bei Ihrem Einsatz begleitet. Und wir haben den stellvertretenden Leiter der Rettungswache, Sebastian Bscheid, gefragt, was es alles braucht, damit die Notfallversorgung in einer Großstadt wie München möglichst verlässlich und routiniert abläuft.

Jul 23

18 min 45 sec

Die Freiwilligen-Zentren der Caritas bringen Menschen auf der Suche nach einem Ehrenamt und karitative Organisationen zusammen.

Jul 16

28 min 46 sec

Eltern haben im vergangenen Jahr beobachtet, wie ihre Teenager-Kinder immer lethargischer geworden sind. Was sollten sie auch tun? Jetzt, wo die Jugendlichen viele Freiheiten wieder genießen könnten, sollen sie wieder funktionieren wie vorher. Aber das klappt nicht immer und überall. Felix Dietz von der Psychologischen Beratungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge im Lehel erzählt, mit welchen Problemen Eltern und Kinder derzeit zu ihm kommen und wie das Team den Familien hilft, einen guten Weg zu finden. Denn die Fälle, in denen Jugendliche wirklich heftige Probleme haben, sind deutlich häufiger als vor der Pandemie. Wenn Sie Hilfe brauchen: ein Übersicht über die Beratungsstellen in München finden Sie unter www.erziehungsberatung-muenchen.de

Jul 8

29 min 16 sec

Viele Kinder träumen vom Reiten, weil es Spaß macht und Pferde einfach schöne Tiere sind. Im Einrichtungsverbund Steinhöring sind die Pferde aber auch Therapeuten. Und zwar für Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten. „Wir versuchen hier eine Wahrnehmung über alle Sinne zu fördern", erklärt Reittherapieleiterin Hannah Böck. Um herauszufinden, wie das den Kindern hilft, ist Total Sozial auf dem Fendsbacher Hof bei einer Reittherapiestunde mit dabei. Außerdem erzählt Special Olympics-Siegerin Anita Unterreitmeier wie sie es von der Reittherapie zur Turnierreiterin gebracht hat und was man trotz Behinderung sportlich erreichen kann.

Jul 2

25 min 48 sec

Die Zeichen stehen auf Erleichterung. Mit einer inzwischen hohen Impfrate und sinkenden Corona-Infektionszahlen könnte man schon fast wieder das Gefühl von Normalität bekommen. In Gesprächen mit anderen fällt oft auf: Es ist schon verblüffend, was in den letzten fast anderthalb Jahren passiert ist. Da kann jeder so seine Geschichten erzählen. Von Hamsterkäufen und virtuellen Spieleabenden, von Quarantäne- und Krankheitsverläufen, bis hin zu bedrückenden Todesnachrichten aus dem Bekanntenkreis. Definitiv eine turbulente Zeit. Gerade die Wohlfahrtsverbände sind in dieser Zeit oft an und teilweise über ihre Grenzen gekommen. Mit ihren rund 30.000 Beschäftigten und rund 15.000 Ehrenamtlichen zählt die Caritas zu den größten Verbänden im Erzbistum. In der neuesten Ausgabe von Total Sozial schaut Andrea Linder genau dorthin: Wie ging es der Caritas im letzten Corona-Jahr? Was haben sie aus dieser Zeit mitgenommen? Und: Was möchten sie noch besser machen in Zukunft? Im Gespräch mit der Caritas Vorständin Gabriele Stark-Angermeier schaut Andrea Lindner zurück, spricht über Positives und Negatives und über Lehren aus der Krise beim Caritas-Verband im Erzbistum München und Freising.

Jun 25

28 min 33 sec

Zuhause ist da, wo die Menschen sind, die man liebt – so sagt man. Für Menschen, die ihrer Heimat verlassen müssen, sind ihre Familien daher meist das Zuhause in der Fremde. Viele müssen ihre Verwandten aber auf ihrem Weg zurücklassen. Der Familiennachzug, also die Möglichkeit für Migranten, deren Familienmitglieder aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, stellt für viele daher die einzige Hoffnung dar, mir ihren Lieben wieder vereint zu werden. "Seit fünf Jahren bin ich hier in Deutschland und jetzt will ich meine Tochter aus Äthiopien nach Deutschland abholen“, erzählt Abrahet Yemane aus Eritrea. Doch obwohl sie es schon seit Jahren versucht, hatte sie noch keinen Erfolg. Hilfe bekommt Sie von der Caritas. “Das ist eine schwierige Prozedur", erklärt der Caritas-Migrationsexperte Willi Dräxler, "denn es gibt in Deutschland Strukturen und Gesetze auf der Verwaltungsebene, die ganz gezielt versuchen, das abzubremsen“. In Total Sozial sprechen wir darüber, wie die Caritas Menschen wie Abrahet Yemane hilft und was sich in Deutschland ändern muss, damit Familien die Chance auf eine gelungene gemeinsame Integration haben.

Jun 18

27 min 54 sec

Sie sind oft die ersten, die ihren Job verlieren. Sie haben häufig nicht die Sprachkenntnisse, um ihren Kindern beim Homeschooling zu helfen oder zu verstehen, wo sie gesponsorte Laptops bekommen können. Und wenn es daheim zu häuslicher Gewalt kommt, droht die Abschiebung, wenn sie keinen eigenen Aufenthaltstitel haben. In der Beratungsstelle KOFIZA finden sie Hilfe und im Haus TAHANAN können sie wohnen, wenn es ganz schlimm kommt. www.invia-muenchen.de

Jun 10

33 min 28 sec

Gut 1.000 meist ältere Menschen nutzen im Landkreis Traunstein die mobilen sozialen Dienste der Malteser. Kreisgeschäftsführer Peter Volk hat zusammen mit seinen Mitarbeitern die Herausforderung angenommen, Dienste wie Hausnotruf, hauswirtschaftliche Versorgung oder Menue-Service auch im Corona-Lockdown weiterzuführen. Es sei von Anfang an das Ziel gewesen, alle Kunden in der Krise weiter zu versorgen, so Volk. Die Hygieneauflagen machten das aber nicht gerade einfach, betont Irene Volk, die im Landkreis Traunstein die mobilen sozialen Dienste koordiniert. Die Mitarbeiter müssten die zu betreuenden Senioren immer wieder daran erinnern, dass man Abstand halten soll. Das sei schwierig, weil zwischen Mitarbeitern und Kunden oft ein Vertrauensverhältnis entstehe. Zurzeit sei nebenbei "ratschen" oder sich kurz zusammensetzen aber wegen der Corona-Auflagen nicht möglich, so Irene Volk. Für viele ältere Kunden sei das nur schwer nachvollziehbar. Wie wichtig es ist, dass auch im Lockdown die Dienste weiterlaufen, zeigt der Fall von Therese Ziegler. Die alleinstehende Seniorin war im vergangenen November in ihrem Haus gestürzt und hatte sich dabei eine Platzwunde am Kopf, Risse in der Nase sowie Prellungen am Knie und an der Hüfte zugezogen. Ohne die Dienste der Malteser wäre es für die 82-jährige Rentnerin aus Siegsdorf schwierig geworden, den Alltag in den eigenen vier Wänden zu meistern. Mit Hilfe des Malteser Menue-Services und der hauswirtschaftlichen Versorgung konnte die ältere Dame sich zuhause auskurieren. Über ihre Erfahrungen mit den Malteser Angeboten für Senioren erzählt sie ausführlich in den Malteser Momenten.

May 28

29 min 46 sec

Während sich Dank der Impfungen gerade Optimismus auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie breit macht, steckt die Welt nach wie vor in einer anderen Pandemie. Und das seit Jahrzehnten. Die Rede ist von HIV. Die Medizin macht Fortschritte, die Diagnose ist für Betroffene aber immer noch ein Schock. So auch für Andreas. Er hat seine Diagnose im Juni 2010 bekommen. „Damals lag ich ganz tief am Boden, jetzt geht’s mir richtig gut", erzählt der Bundeswehrsoldat in "Total Sozial". Gemeinsam mit Regina Lange-Rönning, der Leiterin der Caritas-Aidsberatung sprechen wir darüber, was eine HIV-Diagnose heute noch bedeutet - und was nicht.

May 21

31 min 57 sec

Susanne Berger war nach ihrem zweiten Suizidversuch ins Krankenhaus gekommen und dort haben die Ärzte festgestellt, dass sie schwanger war. Außerdem sah die Nackenfalte des Kindes im Ultraschall irgendwie verdächtig aus. Doch Susanne Berger wollte ihr Kind bekommen. Hilfe bekam sie im Haus Lucia des Skf (Sozialdienst katholischer Frauen). https://www.skf-muenchen.de/unser-angebot/mutter-und-kind/lucia-intensiv-betreutes-wohnen-ibw.html https://radio.mk-online.de/sendungen/total-sozial.html

May 13

32 min 52 sec

Weit mehr als 250 Kirchen und Kapellen gibt es in München. Außerhalb der Gottesdienstzeiten werden die mächtigen Bauten aber gerade kaum genutzt. Anders in St. Anton. Die Kirche am alten Südfriedhof hat seit knapp einem halben Jahr die Kirchentüren für Bedürftige geöffnet und bietet dort in der Antonius-Küche täglich warme Mahlzeiten an. Rund 180 Klientenkommen jeden Tag, wenn die Caritas und die Kapuziner den Kirchenraum gemeinsam in eine provisorische Suppenküche umbauen. Für einen Tag schaut "Total Sozial" hinter die Kulissen der Antoniusküche und spricht mit Bedürftigen und den Organisatoren.

May 7

26 min 25 sec

Trauer und Tod. Das waren früher noch viel stärker totale Tabuthemen. Zum Glück hat sich die Trauerkultur in den letzten Jahren zunehmend verändert: Für Betroffene gibt es inzwischen immer mehr Unterstützungs-Angebote und Anlaufstellen. Doch es gibt auch heute noch Trauernde, die oft weniger Beachtung erhalten: Geschwister, die ihren Bruder oder die Schwester verloren haben. Wenn ein Kind oder junger Erwachsener stirbt, stehen oft die Eltern im Fokus. In dieser Ausgabe von Total Sozial geht es deswegen explizit um das Thema Geschwistertrauer. Was bedeutet der Verlust der Schwester oder des Bruders für ihr Leben und ihre Zukunft? Und was hilft in dieser schwierigen Lebenssituation? Antonia Vedder, 30, erzählt von dem Verlust ihres Bruders. Sie berichtet, wie sie den Tod ihres Bruders erlebte und was bzw. wer ihr bei der Trauer geholfen hat. Und es geht um die Arbeit des Vereins verwaiste Eltern und trauernde Geschwister. Dieser bietet zum Beispiel eine besondere Gruppe für trauernde Geschwister an.

Apr 30

27 min 57 sec

In München eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden, ist extrem schwierig. Richtig schlimm wird es, wenn man zuvor seine Wohnung aus irgendeinem Grund verloren hat. Die Folge: Hunderte Menschen in München sind wohnungs- oder obdachlos. Gerade mit zunehmendem Alter steigt die Belastung für Betroffene noch zusätzlich. Das Haus St. Benno in Oberschleißheim hilft. Die Einrichtung des Katholischen Männerfürsorgevereins KMFV bietet rund 60 dauerhafte Wohnplätze für Menschen, die im Alter wohnungslos geworden sind oder von Wohnungslosigkeit bedroht waren. Um auf den gestiegenen Bedarf zu reagieren, wird die Einrichtung aktuell noch weiter ausgebaut. In "Total Sozial" stellen wir Ihnen das Haus vor und Bewohner erzählen, warum St. Benno mehr bietet als nur ein Dach über dem Kopf.

Apr 23

26 min 55 sec

Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder im Regelschulsystem scheitern. Schlechte Noten und Verweise zerstören dabei oft auch das letzte bisschen Selbstbewusstsein. Eine neue Chance bekommen sie an der Clemens-Maria-Hofbauer-Schule in Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge auf dem Gelände des Clemens Maria Kinderheims in Putzbrunn. Hier werden sie in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung besonders gefördert. Und statt Verweisen sammeln sie hier lieber Bonuspunkte. Die können Sie gegen besondere Erlebnisse eintauschen. Zum Beispiel Computer zerlegen mit dem Schulleiter. In der kommenden Woche macht Total Sozial übrigens aus Osterferiencoronaundurlaubsgründen eine Woche Pause. Die nächste Folge gibt´s dann wieder am 16.4. Homepage: www.clemaki.de/angebote/privates-foerderzentrum

Apr 9

25 min 59 sec

Kaum ein anderer Arbeitsbereich ist in der Corona-Pandemie so in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wie die Pflege. Und in kaum einem anderen Bereich war man sich in dieser Zeit so einig, dass die Arbeitsbedingungen und Bezahlungen verbessert werden müssen. Klatschen allein reicht nicht! Das betonte auch die Caritas, einer der größten Altenpflegeheim Betreiber des Landes, immer wieder. Doch einen Flächentarifvertrag, der genau das ändern sollte, lehnte die Caritas Ende Februar ab. Unsolidarisch und falsch, habe sich der Verband mit seiner Entscheidung verhalten, sagen sogar die eigenen Mitarbeiter. Wie es dazu kam und wie es jetzt weitergeht, darüber sprechen Robert Hinke von der Gewerkschaft Verdi und Gabriele Stark-Angermeier aus dem Caritas Vorstand im Erzbistum München und Freising in Total Sozial.

Mar 26

31 min 21 sec

Wir bieten Ihnen heute eine Folge aus unserem Podcast „Einfach Leben“ an, in der es um Wirksamkeit und Nebenwirkungen beim Thema „Impfen“ geht. Sie ist eine perfekte inhaltliche Ergänzung zu unserer Folge „Licht am Ende des Tunnels“. Die eigentlich an dieser Stelle geplante Folge von „Total Sozial“, in der wir über die Schwierigkeiten von Migrantinnen in der Corona-Krise berichten wollten, müssen wir leider verschieben, weil die Interviewpartnerin krank ist. Wenn Ihnen die Folge gefällt, hören Sie gerne auch in die anderen Folgen von "Einfach Leben" rein.

Mar 19

39 min 8 sec

Die Welt impft sich aus der Corona-Pandemie. In Deutschland läuft die Kampagne bisher zwar schleppend, aber die Impfstoffe lassen zumindest auf ein absehbares Ende der Krise hoffen – wenn alle mitmachen. Viele Menschen haben aber noch Zweifel an den Vakzinen: zu kurz geforscht, zu schnell zugelassen, zu wenig Wissen über mögliche Langzeitfolgen. Experten wie, der Münchner Infektiologe Arne Kroidl, betonen aber, dass die Impfung die einzig sinnvolle Lösung ist: „Gegen solche respiratorischen Viren lässt sich sonst nicht besonders viel machen." Warum die Impfung sinnvoll ist, wie die Impfstoffe von Biontech, Astrazeneca und Co. funktionieren und was dran ist an den Gerüchten rund um die Vakzine, darum geht’s im großen Impfspecial von Total Sozial.

Mar 12

29 min 26 sec

Ein Projekt, das vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert wird, unterstützt Frauen bei der Wohnungssuche und betreut sie weiter auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben. Second Stage heißt dieses Projekt. In München wird es unter anderem vom Sozialdienst katholischer Frauen gestemmt. Nötig ist es, da immer wieder Frauen vor ihrem gewalttätigen Partner flüchten müssen. Ganz wichtig zu betonen bei diesem Thema: Frauen werden keineswegs nur in sozialen Brennpunkten von ihrem männlichen Partner geschlagen, vergewaltigt, beschimpft oder gedemütigt. Die Studie "Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen" des Familienministeriums zeigt, dass auch Frauen in mittleren und hohen Bildungs- und Sozialschichten Opfer von Gewalt werden. Für die die es schaffen, sich vom Partner loszureißen, bietet das Münchner Frauenhaus eine erste Auffangstation. Doch dort können sie nur vorübergehend bleiben. Im Anschluss können die Frauen durch das Projekt Second Stage zum Beispiel bei der Wohnungssuche unterstützt werden. Was Second Stage genau ist und was dort getan wird, um den Frauen zu helfen, das hören Sie in dieser neuen Ausgabe von Total Sozial. Total Sozial, immer freitags 16 Uhr, auf DAB+, im Webradio und als Podcast für unterwegs überall wo es Podcasts gibt.

Mar 5

24 min 46 sec

Leibliche Kinder hat Erika Ferch nie gehabt, aber eine Pflegetochter - und 17 Kinder, die sie als Bereitschaftspflegekraft kurzfristig bei sich aufgenommen hat, wenn sie in ihrer eigenen Familie nicht bleiben konnten. Organisiert werden diese sogenannten "Inobhutnahmen" über das Salberghaus, das von der Katholischen Jugendfürsorge KJF betrieben wird.

Feb 26

25 min 46 sec

Bildungseinrichtungen kochen derzeit auf Sparflamme, denn es finden kaum Kurse statt. In den Altenheimen fehlt es an Personal. Diese beiden Erkenntnisse haben beim Institut für Bildung und Entwicklung der Caritas zu einer interessanten Situation geführt: Mitarbeiter, die normalerweise hier Fortbildungskurse organisieren, arbeiten nämlich jetzt in Altenheimen der Caritas. Darüber spricht Brigitte Strauß mit Geschäftsleiter Matthias Wölfel und Ivonne Rohland. Sie ist einer der Frauen, die den Job vorübergehend gewechselt haben.

Feb 18

22 min 8 sec

„Ist Würde unantastbar oder akzeptieren wir Ausnahmen“ – das ist eine der Fragen, die die Caritas in ihrer neuen Jahreskampagne stellt. Die läuft unter dem Motto „Das machen wir gemeinsam“ und in ihr geht’s natürlich darum, wie Deutschland als Gesellschaft die Corona-Krise meistern kann und was wir für die Zeit danach gelernt haben? Der Diözesandirektor der Münchner Caritas, Georg Falterbaum, spricht darüber im "Total Sozial"-Talk und verrät, warum er den Applaus für systemrelevante Berufe richtig fand.

Feb 12

38 min 44 sec

Die Mehrgenerationenfamilie verschwindet immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben. Wer mit einem langen Leben gesegnet ist, lebt irgendwann alleine und ist damit auch Risiken ausgesetzt. Der Hausnotruf sorgt dafür, dass alleinstehende Senioren auf Knopfdruck möglichst schnell Hilfe erhalten. So können ältere Menschen möglichst lange zuhause wohnen und müssen nicht in eine Einrichtung gehen. Und je mehr die Gesellschaft altert, umso größer wird der Markt für den Hausnotruf. Allein die Malteser haben mittlerweile deutschlandweit 110.000 Kunden, die den Hausnotruf nutzen, erzählt der Malteser Seniorenberater Walter Mendisch. Das wiederum bedeutet gut 25.000 Einsätze im Jahr. Der Hausnotruf-Experte erklärt in der Sendung die Vorteile des Hausnotrufsystems und sagt, wieso gerade die Malteser als Anbieter so beliebt sind. Außerdem haben wir einen Hausnotruf-Mitarbeiter der Malteser auf seiner Tour begleitet und ihm beim Installieren der Notruf-Technik über die Schultern geschaut.

Feb 5

27 min 58 sec

Kein Geld, kein Job und dann auch keine Wohnung mehr. Was für die meisten Menschen einer der schlimmsten vorstellbaren Albträume ist, wurde für eine junge Mutter aus München vor etwas mehr als einem Jahr Wirklichkeit. Nachdem Sie sich von ihrem Mann getrennt hatte, steht Hana Mahler buchstäblich auf der Straße – nur mit einem Koffer Kleidung und ihren zwei Kindern an den Händen. Hilfe findet sie im Clearinghaus des Katholischen Männerfürsorgevereins KMFV in der Plinganserstraße. Dort kommt Hana Mahler, deren echten Namen wir zu ihrem Schutz nicht nennen, gemeinsam mit ihren Kindern in einer der Wohnungen unter. Nach dem Clearing – dem Klärungsprozess – und acht Monaten in der Plinganserstraße bekommt sie Ende letzten Jahres einen Platz im neuen gemeinsamen Pilotprojekt des Katholischen Männerfürsorgevereins und er Stadt München. Das „Unterstützte Wohnen Typ F“ richtet sich an ehemals wohnungslose Familien und unterstützt sie beim Start in ihr neues Leben. Hilfe bekommen sie dabei nicht nur in der Wohnungsfrage, sondern auch bei den anderen Herausforderungen, mit denen sich die Klienten konfroniert sehen.

Jan 29

26 min 27 sec

Die meisten von uns sind zwar ziemlich genervt, weil der Lockdown das Leben so kompliziert macht. Aber wer einen sicheren Job hat, eine schöne Wohnung und ausreichend Computer fürs Homeschooling, der kommt schon irgendwie klar. Es gibt in München aber auch eine Menge Menschen, denen es nicht so gut geht. Besonders im Münchner Norden. Dort hilft eine Einrichtung, die Johanna Hofmaier vor ziemlich genau 27 Jahren erfunden hat: Lichblick Hasenbergl heißt die. Jetzt, im Lockdown, kommen dorthin zum Beispiel Kinder in die Notbetreuung, aber auch zum Homeschooling. Denn für Viele ist es eh das zweite Zuhause. Den Link zum Hasenbergl gibt´s hier: www.mk-online.de/sozial

Jan 21

26 min 18 sec

Bezahlbarer Wohnraum für Mitarbeiter in sozialen Berufen: Das ist der Neujahrsvorsatz des katholischen Männerfürsorgevereins (KMFV) in München. 60 Wohnungen will der Verein gemeinsam mit anderen sozialen Trägern in der Wohnbaugenossenschaft der Wohlfahrtspflege München, kurz: "WWM", bauen. "In jedem Bewerbungsgespräch bei uns ist Wohnen Thema", sagt KMFV-Vorstandsvertreter Peter Pinck. Immer häufiger sei es in den letzten Jahren vorgekommen, dass dringend benötigte Stellen in sozialen Berufen kaum zu besetzen waren, weil gerade Bewerber von Außerhalb keine Wohnperspektive in München sahen. "Da wollen wir uns jetzt besser aufstellen." Wie dieses Projekt umgesetzt werden soll und warum der Katholische Männerfürsorgeverein das nicht alleine macht, sondern sich mit anderen sozialen Trägern zusammengeschlossen hat – darum geht es in der neuesten Ausgabe von „Total Sozial"

Jan 15

20 min 3 sec

Eigentlich stellen wir Ihnen hier immer soziale Einrichtungen vor. Vor Ort sprechen wir mit Menschen, die besonderen Schutz brauchen. Genau das wäre derzeit unserer Meinung nach grob fahrlässig. Und auch die meisten Einrichtungen sind froh über jeden, der jetzt nicht zu ihnen kommt. Die nächste Folge "Total Sozial" kommt am 15. Januar und dann wird es voraussichtlich um eine total soziale Wohnbaugenossenschaft gehen. Bis dahin wünschen wir ihnen ein Weihnachten, dass trotz allem schön wird – wenn auch sicher anders und ein neues Jahr, das hoffentlich weniger gefährlich und kompliziert wird als 2020. Und vor allem: Bleiben Sie Gesund!

Dec 2020

1 min 30 sec

Wenn man durch die Münchner Fußgängerzonen geht, dann sieht man fast immer einige von ihnen: Menschen, die mit Pappschildern und Kaffeebechern auf der Straße sitzen, und dort Geld erbetteln. Wer an ihnen vorbeigeht, der fragt sich meist: "Gebe ich jetzt was, oder nicht?" Gleizeitig fragen sich viele Menschen dann aber auch, ob sie der Person, die da bettelt, mit eine paar Cent in den Kaffeebecher überhaupt helfen können. Auch die Caritas beschäftigt sich mit diesem Thema – seit inzwischen rund elf Jahren betreibt sie das Projekt „Bildung statt Betteln“. Die Beratungsstelle nimmt dabei ganz unterschiedliche Aufgaben war – allen gemein ist aber, dass sie zum Ziel haben, Bettelnden zu einem besseren Leben zu verhelfen. Vor allem will der Caritas-Verband aber dazu beitragen, Bettler zu entstigmatisieren und zu entkriminalisiseren. Um herauszufinden, wie die Beratungsstelle, das macht begleitet "Total Sozial" zwei Streetworker von „Bildung statt Betteln“ bei einer Tour durch das Münchner Bahnhofsviertel. In der neuen Ausgabe erfahre Sie, wie die Sozialpädagogen den Bettlern helfen und auch was dran ist am Klischee der osteuropäischen Bettelbanden.

Dec 2020

29 min 38 sec

Das Jahr 2020 war in vielerlei Hinsicht historisch - trotzdem werden einige Menschen es auch gerne schnell vergessen. Wegen Corona waren gerade im caritativen Bereich die Herausforderungen besonders groß: Egal ob geschlossene Essensausgabestellen für Obdachlose, Besuchsverbote in Alten- und Pflegeeinrichtungen oder Social Distancing in der Behindertenarbeit. Doch die meisten dieser Herausforderungen konnten durch das persönliche Engagement vieler Menschen gemeistert werden. In ihrem Jahresrückblick erinnern sich die Total Sozial-Redakteure Brigitte Strauß-Richters und Korbinian Bauer an die letzten zwölf Monate und sprechen über bewegende Geschichten, die sie erlebt haben, inspirierende Menschen, die ihnen begegnet sind, und spannende Projekte, die angestoßen wurden.

Dec 2020

28 min 32 sec

Ein Tasse halten, um selbstständig trinken zu können: In der Förderstätte des Einrichtungsverbundes Steinhöring ist das harte Arbeit. Hier nehmen Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen an verschiedenen Förderangeboten teil, die ihnen zu mehr Selbstständigkeit im Alltag verhelfen sollen. Ursprünglich diente das Gebäude, in dem seit mehr als 30 Jahren täglich behinderte Menschen gefördert werden, den Nationalsozialisten als erstes Lebensbornheim. Die Symbolik, dass heute dort gerade die Menschen bejaht werden, die von den ursprünglichen Erbauern als "unwertes Leben" eingestuft und getötet wurden, ist bemerkenswert. Um die Lebensqualität der Förderstättenteilnehmer zu erhöhen und die historische Bedeutung zu wahren, soll das Gebäude nun saniert werden. Am ersten Advent, dem "Jugendopfersonntag", sammelt die KJF im Erzbistum dafür bei den Kollekten in den Gottesdiensten.

Nov 2020

27 min 41 sec

Normalerweise sollte es ja so sein, dass Schwangere eine Hebamme haben, die vor und nach der Geburt zu ihnen nach Hause kommt. Aber, wenn man in der bayrischen Hebammensuchmaschine die Postleitzahl von Milbertshofen eingibt, dann bekommt man genau zwei Treffer. Und die Wahrscheinlichkeit, dass diese beiden Frauen noch Kapazitäten haben, sind sehr gering. In die Hebammensprechstunde können die werdenden oder frisch gebackenen Mütter kommen und werden dort versorgt. Mehr Infos: www.hausderfamilie.de

Nov 2020

28 min 32 sec

Gemeinsam mit der Leiterin des Hospizdienstes in Gräfelfing, Ina Weichel, ist Grosselfinger im Studio und spricht über Ihre Erfahrungen. Ihr Blick auf den Tod und ihr eigenes Leben habe sich durch die Tätigkeit grundlegend geändert. "Ich habe gelernt, wie kostbar unsere Zeit ist und wie viel Schönes wir damit machen können."

Nov 2020

26 min 47 sec

Wie schön wäre es manchmal einfach noch einmal Kind zu sein – ohne Sorgen, ohne Verantwortung und mit viel Freizeit. So sehen viele vielleicht ihre Kindheit rückblickend. Vor allem, wenn sie diese nervigen „Erwachsenenthemen“ erledigen müssen. Da haben es Kinder einfach viel leichter. Alles ist unbeschwert. Doch ist das wirklich so? Schaut man sich zum Beispiel die Zahlen des Kinder- und Jugendreports an, eine Studie die von der DAK in Auftrag gegeben wurde, dann zeigt das ein anderes Bild: Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern leiden an psychischen Erkrankungen. Und sogar 20 Prozent der Jungen im Alter zwischen 8 und 9 Jahren haben eine Verhaltens- oder emotionale Störung. Ist die Kindheit vielleicht doch keine so heile Welt? Oder hat sich das auch verschlimmert in den letzten Jahren? Das ist zumindest der Eindruck von Sozialpädagogin Sonja Gartner: „Was wir schon feststellen ist, dass psychische Erkrankungen zunehmen, auch Depressionen. Das ist nur ein Bauchgefühl, aber das wird schon mehr.“ Andere Institutionen und Studien bestätigen ihr Bauchgefühl jedoch. Sonja Gartner arbeitet beim SKF München, dem Sozialdienst katholischer Frauen. Dieser Verein bietet ein Beratungs- und Hilfsangebot für Kinder, Jugendliche und Familien an. Die sogenannten AEH - die ambulanten Erziehungshilfen.Was die AEH genau sind und was dort getan wird, um den Familien zu helfen, das hören Sie in dieser neuen Ausgabe von Total Sozial. Total Sozial, immer freitags 16 Uhr, auf DAB+, im Webradio und als Podcast für unterwegs überall wo es Podcasts gibt.

Nov 2020

30 min 34 sec

Steigende Fallzahlen, eine neuer Lockdown und 27 Einrichtungen voll mit Risikogruppen: Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin im diözesanen Caritasverband und zuständig für Altenhilfe, Soziale Dienste und Personal, hat einen Harten Corona-Herbst vor sich. Aber sie sieht die Alten- und Pflegeheime des Sozialverbandes auch gut vorbereitet und gerüstet für die neue Coronawelle. In "Total Sozial" erzählt die 59-Jährige, was die Altenpflege aus der Coronapandemie bisher gelernt hat, warum Pfleger nicht nur durch Corona-Boni und Tarifsteigerungen glücklich gemacht werden können und wo sie selbst einmal ihren Lebensabend verbringen möchte.

Oct 2020

29 min 35 sec

Jennifer Mennes (31) und Christopher Wenge (34) engagieren sich seit Dezember 2019 als ehrenamtliche Paten für ein fünfjähriges Mädchen, dessen Mutter psychisch krank ist. „Wir lieben Kinder, und unsere Nichten und Neffen sind leider relativ weit weg. Weil es uns finanziell gut geht, wir eine schöne Wohnung haben, haben wir schon länger das Gefühl, dass wir von unserem Glück etwas abgeben möchten,“ sagt Jennifer Mennes. Eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen ging dem Paar schon seit einiger Zeit durch den Kopf. Beim skf fanden sie kompetente Hilfe - und ein zauberhaftes Patenkind.

Oct 2020

23 min 59 sec

Kinder die in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gestorben sind, werden in der gesellschaftlichen Wahrnehmung immer präsenter. Das liegt vor allem daran, dass betroffene Eltern inzwischen verstärkt auch öffentlich über ihren Verlust sprechen. So gab zum Beispiel das US-Model Chrissy Teigen über die Social-Media-Plattform Instagram kürzlich bekannt, dass sie und ihr Mann, Sänger John Legend, ihr drittes Kind zur Hälfte der Schwangerschaft verloren haben. Wie 34-Jährigen geht es jedes Jahr auch tausenden Frauen in Deutschland. Hilfe bekommen die Betroffenen inzwischen bei vielen Organisationen wie zum Beispiel dem Verein „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister“ im Erzbistum München und Freising. Hier bekam auch Petra Meyer nach dem Tod ihrer einzigen Tochter Eleni in der 36. Schwangerschaftswoche Unterstützung. "Total Sozial" hat mit der 43-Jährigen über diesen Verlust gesprochen und sich angeschaut, wie der Verein „Verwaiste Eltern und Geschwister“ Sterneneltern hilft. Außerdem erzählt Fotografin Susanne Krauss von ihrer Arbeit beim Netzwerk „Dein Sternenkind“, das es sich zum Ziel gesetzt hat, allen Eltern von Sternenkindern ein erstes und letztes Foto ihres Kindes zu ermöglichen.

Oct 2020

31 min 54 sec