7 Tage 1 Song

Christoph Borries

Schenk einem Song mehrere Verabredungen mit Dir in einer Woche. Es gibt so viele Songs die Kraft schenken, die Hoffnung wachsen lassen oder die etwas Kaputtes reparieren. Dafür muss ich den Songs Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Hier gibt es jede Woche einen Song und drei Gedanken dazu.

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Unser Lied handelt von den Gegensätzen, die das Leben so mit sich bringt, Geburt und Tod, Hass und Herzenswärme, Wahrheit und Lüge, das Glück und das Leid und es handelt vom Menschen, der sich diesen Polen ausgesetzt fühlt. In Gedanke 1 und 2  gehen wir mit Georg Hinz, Kulturreferent im DOMFORUM, Mitarbeiter in der Musikredaktion des Domradios und Initiator der kölschen Mitsingreihe „Loss mer singe“,  der Frage nach: Wie hängen Weihnachten, Karneval und Bibel zusammen. Georg beginnt aber mit Hans Knipp, der dieses Jahr seinen 10. Todestag hat. Hans Knipp schafft es immer wieder auf unaufdringliche Weise zum Nachdenken anzuregen. Die Gegensätze im Leben, das umaufgelöste Nebeneinander von Glück und Leid verursacht ja Spannungen. Um diese Spannung zu mindern, kann ich Karneval feiern; als wilde Orgie, um den Tod und den Winter zu vertreiben oder in seiner christlichen Deutung, als ausgelassenes Feiern vor der Fastenzeit. Oder ich sage ich feiere, mal jemand anders sein zu dürfen. Diese Ausgelassenheit geht immer mit dem „denk daran du musst auch mal sterben“ spazieren. Wie gehe ich damit um, dass die Dinge nicht von Dauer sind? dass es eben so oder so laufen kann?  dass man am Anfang eines Weges nicht wissen kann, wie das so wird und wo man genau ankommt? Das Lied stellt diese allzu menschlichen Fragen und gibt eher leise Antworten. Es sind drei, fast (kölsch-) pragmatische, einfache Botschaften, mit denen man schon mal weit kommen kann: „Bei sich bleiben“, „Gelassenheit üben“ und „in der Not auch mal warten und auf den neuen Tag hoffen“, und das alles am besten mit einer Melodie im Herzen, die mich hält und durch die Zeit trägt. Für den 3.Gedanken hatte ich Vanessa Kluge angesprochen, einer Pfarrerin aus Ehrung. Sie hatte bei Ihrer Arbeit als Seelsorgerin in den  Überschwemmungsgebieten ein Bild mit einem Wappen und einem Narren gepostet hatte, das die Flut runtergerissen hatte. Der Narr und das Wappen stand auf dem Kopf. Irgendwie passt das dazu, wie ich Momentan die Welt erlebe - auf einmal steht die Welt nicht nur an Karneval auf dem Kopf. Pandemie, Hochwasser, zunehmende Spannungen in der Gesellschaft – vieles ist verrückt und die Welt scheint Kopf zu stehen. Im Februar hatten die Kölner Karnevalisten die Idee das biblische „Alles hät sing Zick“ als Motto für den kommenden Karneval zu wählen – Vanessa beantwortet uns die Frage, ob Karnevalisten vielleicht auch ganz großartige Theologen sind. Neugierig - dann einfach mal zuhören! Und so richtig wird die Frage wie Karneval, Advent und Weihnachten und Bibel zusammenhängen in dieser Folge dann doch nicht beantwortet, es gibt aber genug Informationen, dass Du das für Dich schaffst. Foto: © Raimond Spekking Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/black-fooss/alles-hat-sing-zick Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Nov 30

12 min 30 sec

In dieser Folge, die vor allem von meinem Gast Jan Vossloh gestaltet wird, geht es um „Iris“ es ist ein Liebeslied, aus dem Film City of Angels. Im Film ist ein Engel bereit seine eigene Unsterblichkeit aufzugeben, um etwas menschliches zu spüren – Liebe. Jemand ist bereit für eine andere alles aufzugeben. Aber wird die andere Person mich wirklich verstehen? Ich möchte, dass die andere Person „weiß wer ich bin“. Das ist manchmal schwer zu verstehen, was Menschen oder eben auch Engel aus Liebe machen. Liebe zu anderen Menschen bedeutet eben immer auch sich erkennen zu geben – da soll – wenigstens für einen Moment nichts mehr Trennendes zwischen den Menschen sein – Jan erzählt uns von dem Geheimnis, wenn Trennendes zerbricht, er redet nicht von einem Engel, sondern von Jesus und seiner Liebe, die das Trennende zerbricht. Im Song heißt es: „Wenn alles zerbrochen zu sein scheint, möchte ich wissen, wer ich bin.“ Wie erkenne ich, was mich halten kann – wie gebe ich mich zu erkennen, nur so kann ich ja gesehen werden und dann eben auch zusammengehalten werden, wenn alles irgendwie zerbröselt. Das kann ich mir vorher nicht im Kopf zurechtlegen, sondern es ist ein Gefühl im Moment, etwas, das ich mit dem Herzen verstehe, genau dann wenn es gerade passiert. Unser Liebeslied weiß, was es bedeutet erkannt und verstanden zu werden, es singt von dem, was mich vor dem Zerbrechen bewahrt, es kennt das Gefühl, wenn jemand sieht wer ich bin. And I don't want the world to see me 'Cause I don't think that they'd understand When everything's made to be broken I just want you to know who I am Den Refrain liest für uns Karen aus Las Vegas. Jan ist bei Instagram als @pastor_vossloh zu finden Foto: © Ed Gregory, Warnerrecords Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/the-goo-goo-dolls/iris-1998 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Nov 23

10 min 45 sec

Im Song von Bosse geht es darum ehrlich zu sein – was bereue ich wirklich, welche Steine liegen mir im Weg oder schwer im Magen. Wie bekomme ich Kräfte oder helfende Hände, damit etwas vorbei geht. Buß- und Bettag hat vielleicht auch etwas mit Steinen zu tun, den Steinen, dem Schmutz oder dem Berg von Geröll und Schutt auf unserer Seele, Christina vergleicht unser Inneres, mit den Bergen aus Geröll und Schmerz in den Hochwassergebieten an Erft und Ahr. Manchmal werden in Beziehungen immer wieder die gleichen Steine ausgepackt und sich damit beworfen – wie schaffen wir es, dass sich Hände berühren und ein erster Glanz zu sehen ist? Dafür muss ich mich dem Begraben-Sein unter dem Mist des Lebens stellen, ich muss das in die Hand nehmen, was mir andere antun und was ich selbst verbocke. Buße ist hinsehen, echt sein, ehrlich sein – ok ich habe verkackt – das gibt es ja! Mal mit Absicht, mal aus Versehen – wie kann ich eigentlich unter der manchmal erdrückenden Last, die manchmal über mir zusammenkommt, leben. Die Steine, den Schutt, das Geröll meiner Lebensgeschichte ans Licht tragen und ausbreiten, nicht um mich zugrunde zu richten, sondern vielleicht erstmal einfach um zu weinen, was mir für ein Scheiß passiert ist. Buße bedeute da nicht mit dem moralischen Zeigefinger zu kommen, sondern es ist die Begegnung mit Gott, der den Mist nicht wegzaubert, sondern die Hand reicht, graben hilft und das flickt, was unter der Last der Steine zusammengebrochen ist. Buße bedeute mit dem nicht perfekten und auch mit dem, was kaputt und zerstört bleibt zu leben. Liebesfäden binden das zusammen, was auseinander zu bröseln droht. Gemeinschaft der Heiligen kann ich dann auch so verstehen, Gemeinschaft der heil gemachten, zusammengeflickten Kaputten, die aus dem Dunkeln verwundet und angeschlagen aber doch mit einem Lächeln ins Licht gehen. Neben Christina sind auch noch Anni und Mirko zu hören, bei Instagram als @stadt.land.pfarramt unterwegs Foto: © Marco Sensche, universal Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/bosse/steine Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Nov 16

13 min 23 sec

In dieser Folge geht es um Erinnerung und Kommunikation. Das Unsagbare wir sagbar – heißt es im Song, wenn einfach so daher geredet werden darf, bleiben die Strukturen von Ausgrenzung und sogar Vernichtung lebendig. Die Ausländer, die Juden, die Flüchtlinge, die Schwarzen, die Lehrer, die Jugend von heute- wo so geredet wird geht die Freiheit verloren, die oder der zu sein, die man sein möchte – und solche Vorurteile funktionieren auch dann noch, wenn das Gegenteil bewiesen ist. Es ist wichtig zu kapieren, dass niemand frei von Vorurteilen ist – daher müssen wir immer wieder unsere Meinung kritisch hinterfragen. Uns erinnern, auf was es ankommt. Orientieren wir uns an der Mitmenschlichkeit, wenn wir über andere nachdenken. Wie kann das gehen? Dr. Dirk Lukassen vom EL DE Haus Köln, dem NS Dokumentationszentrum macht deutlich, dass Erinnerung immer auch Kommunikation mit heute bedeutet und auch Kommunikation untereinander und miteinander. Erinnern ist also viel mehr, als nur ein Früher denken. Der Song „Dunkles Kapitel“ hat die Botschaft, wenn niemand etwas macht, ist es irgendwann zu spät. Es liegt an uns wie viele Seiten in diesem Hass Buch vollgeschrieben werden. Leyla und Lale erzählen, was sie selbst erlebt haben und wie in der Erziehungsarbeit die Blätter in dem Buch mit bunten Geschichten vollgeschrieben werden können und nicht mit Hass. Foto: © Ronald Dick EL-DE-Haus: https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?s=333 Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/max-herre/dunkles-kapitel-video-version Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Nov 9

13 min 4 sec

Ich denke, dass der Song sich auf das Buch von Ödön von Horváth – „Jugend ohne Gott“ bezieht. Alle meine Gedanken zum Buch konnte ich nicht in den Podcast packen, daher schreibe ich hier mal meine Hauptgedanken: Was tun, wenn ringsum die Vernunft kollabiert und die Entmenschlichung gefeiert wird? – Dann muss ich mir schon mal die Frage stellen, wie kann die Vernunft siegen. Und ich muss mich entscheiden, bin ich bereit den Preis zu bezahlen, den es kostet für meine Werte einzustehen. Der Lehrer in dem Buch zaudert, kämpft mit seiner Zerrissenheit. Ein Dorfpfarrer kann in dem Buch sagen: „Die Kirche steht immer auf der Seite der Reichen, weil die Reichen immer siegen.“ Es gibt so viele Themen, die in unterschiedlichen Tocotronic Songs vorkommen. Für mich geht es im Song darum, wie kommen Erwachsene und Jugendliche über die Zukunft miteinander ins Gespräch und was brauchen wir, damit uns die Gesellschaft nicht um die Ohren fliegt. In meinen Augen zeigen die erwachsenen Jungs von Tocotronic einen liebevollen Blick auf die Jugend. Im Video werden die Jugendlichen als freie Menschen gezeigt, die Graffiti zeigen antifaschistische Parolen und das Vergnügen ist Skateboard fahren und nicht shoppen. Für Diamanten und Silberringe sind diese Menschen nicht zu kaufen. Der Song ist nicht sofort zu verstehen, weil er voller Zitate ist, einmal das Buch von Ödön Horváth und dann musikalisch Sonic Youth, vielleicht mit „Youth Against Fascism“ – wenn ich alles zusammennehme, höre ich eine Wertschätzung an die Jugend von heute, die vielleicht nicht so funktioniert, wie die Erwachsenen das gerne hätten – daher rufen Erwachsenen zu allen Zeiten: „Jugend ohne Werte“, „Jugend ohne Gott“. Im Buch von Horváth gib es den Klub, also die Jugendlichen, die etwas gegen die miesen Verhältnisse unternehmen. Ich finde der Song ist eine Einladung mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, was ist in der Zukunft wichtig – welche Zwänge empfindet ihr, die aus dem Weg geräumt werden müssen. Aber vielleicht siehst Du das ganz anders - sag es mir, ich bin gespannt. Die Texte liest Jonathan Dorando. Die von mir im Podcast erwähnten anderen Tocotronic Songs sind in der Playlist. Foto: © Gloria Endres de Oliveira Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/tocotronic/jugend-ohne-gott-gegen-faschismus Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Nov 2

9 min 15 sec

An was denkst du, wenn du Chemnitz hörst? „Born to be Opfer“ heißt es im Song – Opfer werden wir auch dadurch, was andere über uns denken und sagen. Manchmal ist es egal was ich mache, die anderen entscheiden einfach – Du bist Opfer. Opfer sein tut weh – in Chemnitz und überall. Opfer sein ist leider auch immer noch eine West und Ost Deutschland Geschichte – daher bin ich sehr froh über diesen West-Ost Podcast –  Das Berufskolleg Grevenbroich trifft das Berufliche Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen,Chemnitz. Wie komme ich aus dem „Born to be Opfer“ raus? „Ich würd‘ gern mit dem Finger auf dich zeigen. Schaut ihn euch an, dieses dumme Stück Scheiße.“ Aber Felix Kummer zeigt nicht, obwohl er von dem abgestürzten Typen an der Tankstelle früher verprügelt wurde. Aus Angst vor, wird Angst um- und alles was beim Anblick der ehemaligen Stärke übrigbleibt, ist Mitleid für das was noch übrig ist. Das soll nun bestimmt nicht bedeuten, dass die Überbleibsel von Rechtsaußen pauschal zu bemitleiden sind, nein! 9010 ist einfach nur eine sehr realistische Bestandsaufnahme- Daran ist nichts schön, auch dann nicht, wenn die Gewalt verstummt. Leid und Schmerz sind nicht verschwunden. Aber, zu erkennen, aus einer echten oder gefühlten Überlegenheit nicht auf andere herabzusehen ist der Anfang eines Wegs vom Dunklen ins Helle. Jenny und Jamie sagen im Podcast: Es kommt, auch wenn es schwer fällt, darauf an, den Blick auf den Menschen zu behalten. Ich kann mich so verhalten, dass mit mir Begegnung möglich ist. Klar, wird es Menschen geben, die das nicht wollen. Aber irgendwo muss es ja mal losgehen und eine und einer fängt an, auf Schubladen zu verzichten. Es ist nicht immer so einfach, wie es erzählt wird, die Finger mit denen wir auf andere zeigen einzuklappen und die Hände zu reichen – aber vielleicht hilft der Podcast ja  Überraschungen für möglich zu halten Foto: © Philipp Gladsome Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/kummer/9010 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Oct 25

8 min 29 sec

In dieser Folge redet Steffie von @weil_ma_glaubn über Gemütlichkeit. Im Song heißt es „Wir lassen uns nicht stressen, bis der Stress nachlässt.“ In manchen Kreisen, gelten volle Kalender und das Stöhnen über die Belastungen als Beweis dafür gut zu arbeiten. Aber zu sagen: Ich gönne mir jetzt mal Gemütlichkeit, das ist nicht egoistisch, das ist nicht ignorant — das ist notwendig. Um die Notwendigkeit von Pausen zu erkennen, hilft dieser lässige Song.  Im Song heißt es: „Ich müsste – ich mach nix“ –  Also nicht einfach etwas raushauen, sich Zeit nehmen, um den anderen mit Weisheit – also mit Gerechtigkeit, Wahrheit und Respekt zu begegnen. Genügend Luft zu haben für Gemütlichkeit und die Zeit, das was ich antworte und mache vernünftig zu würzen (Kolosser 4,5+6).  Steffie sagt im Podcast „Müssen tut ma garnix“ das ist so leicht gesagt und so schwer gelebt, weil wir uns eben oft dadurch definieren, was wir noch alles erledigen müssen. Fiva und Granada haben die Idee Gemütlichkeit und Leichtigkeit einfach ins Leben einzuplanen – schreibt es doch einfach als Termin mit euch alleine in euren Terminkalender. Denn oft sind die Pausen, die leichten und gemütlichen Momente im Leben, die Augenblicke wo sie die Ideen und die Kreativität entfalten. Gequetscht zwischen Termine haben die keinen Platz.  Foto: © fivaoffiziell Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/fiva/gonn-dir Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Oct 18

9 min 11 sec

In dieser Folge geht es um unseren Instagramkonsum. Der Song beschreibt wie das Unspektakuläre toll und glamourös wird – sogar überkochendes Nudelwasser oder die Farbe des Apfelschälers können tolle Nachrichten an die Welt sein. Und es fühlt sich ja auch gut an, bewundert und geliked zu werden. Aber ganz schnell stecke ich in einer Falle – Warum ist das Leben der anderen so prima? Warum ist meins so langweilig? Warum Lina so wunder-wunderschön und ich bin mit so vielem an mir unzufrieden? Warum kann Instagram zur Falle werden? Und warum verbringe ich so viel Zeit bei Instagram? Daher geht es neben Instagram in dieser Folge auch darum, was brauche ich eigentlich, um mich gut zu fühlen. Was gibt mir Anerkennung? Ich kann sehr viel Mühe in die Inszenierung meines Alltags stecken, aber ist das notwendig, um sich anerkannt zu fühlen. Anna gibt im Podcast Gott das Mikro der Band `Von Wegen Lisbeth´ in die Hand und so entsteht ein ganz neuer Text unseres Songs der Woche – hört einfach mal in Gedanke 3 rein. Anna ist auch bei Instagram mit der ESG Kassel als @das.a_team Foto: © Nils Lucas Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/von-wegen-lisbeth/sushi Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Oct 11

8 min 25 sec

Heute geht es um die Frage: "Kann es in einer chaotischen Welt voller Leid Gott geben?" Der Käptn wird jedenfalls vom Zustand dieser Welt in den Wahnsinn getrieben: „Ich kann diesen Scheiß nicht mehr länger mit ansehen." Kann ich so von Gott reden? Ich denke Klage und Wut und Zorn haben ihren Platz. Und schon Hiob geht mit Gott hart ins Gericht und Gott sagt dazu: es ist in Ordnung. Es gibt auch Klagepsalmen die deutlich sind. Und immer kommen in der Bibel der Zweifel und die Verlassenheit vor. Wenn ich aber Gott zu einem Monster mache, was ich nur noch ablehnen kann – dann wird es schwer in Kontakt zu kommen, dann verbaut diese Ablehnung den Gehörgang für einen Dialog. Wie kann das aufgelöst werden? Das komplizierte Wort, um das es geht, lautet „Theodizee“. Dieses Wort hat sich Gottfried Wilhelm Leibniz ausgedacht – es geht dann darum, wie hängen Allmacht, Gerechtigkeit und der Wille Gottes mit dem Zustand unserer Welt zusammen. Leibnitz hatte im 17.Jahrhundert das Gefühl in der besten aller möglichen Welten zu leben. Wenn es dann üble Dinge gab, dann kann ich daraus lernen oder Dinge relativieren. Aber ist es so einfach? Falls es eine perfekte Welt gibt, wird sie durch unser Gezerre um Macht und Einfluss manchmal sehr ungemütlich. Außerdem gibt es auch schlimme Dinge, die wir nicht erklären können. Und wir erleben derzeit  ja eine aus den Fugen gehende Welt, nix funktioniert so richtig, die Natur spielt verrückt, die Pandemie ist nicht zu kontrollieren und zu diesen Sachen kommt dann noch das, was Menschen anderen Menschen einfach so antun – da könnte uns Gott doch echt einmal in unserer Ohnmacht helfen. Im Song hört sich das so an: „Tret' ich irgendwann mal in dein Himmelreich ein, pack ich dich, und zerr dich zu uns runter! Leb' diesen Scheiß selbst, geh darin unter!“ Für mich beschreibt Käptn Peng hier die Geschichte von Jesus Christus. Jesus kann sagen „Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen.“ Einsam und verzweifelt, lassen ihn die Menschen hängen. Er ist in unserem Scheiß untergegangen. Er hat sich so richtig in unser Lebensmuster verstricken lassen. Aber in ihm gibt es die Idee, wie der Ausstieg aus dem Scheiß funktionieren kann. Auch wenn es ganz hart ist, es ist nicht das Ende, da gibt es die Idee und sogar das Gefühl des „unendlichen Jetzt“. Foto: ©Philip Wölke Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/shaban/von-form-zu-form Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Oct 4

10 min 34 sec

In dieser Folge ist Frank Berzbach zu Gast, der etwas über seinem Buch „Die Kunst zu Lesen“ erzählt, welches in unserer Podcastwoche erscheint. In dem Buch geht es auch um Musik – es geht darum genau hinzusehen und hinzuhören. Hingabe und Inspiration aus Songs und Büchern sind ein Thema von Frank. Er bekommt Mut aus dem Außenseitersein vieler Künstlerinnen und Künstler, aber eben auch von Jesus und Grandma, wie Patti Smith singt. Es kommt auf die Perspektive an und der Zuversicht aus allem, was unfrei macht, auszusteigen und den Mut zu haben zu sich zu stehen, auch wenn es mal nicht läuft. Hier helfen Frank und mir Musik, Bücher und Kunst, das Leben um mich herum zu meistern, gerade dann, wenn ich es nicht mag, wenn nichts zu passen scheint. „Outside of society, they're waitin' for me. Outside of society, that's where I want to be.” singt Patti Smith und Renée liest es uns im Podcast vor. Manchmal möchte ich schreien gegen das Ungute auf dieser Welt – da ist es gut Verbündete zu haben: Jimi Hendrix, Jesus oder Patti Smith – Frank ermuntert uns, für uns persönlich ganz neue Heilige zu entdecken, oder sich von ihnen „adoptieren“ zu lassen. Wenn Heilige, „heile“ Menschen sind, können sie äußerlich vielleicht angeschlagen sein, Dellen und Macken haben – heil bedeutet da aber in Beziehung zu sich selbst zu sein – bei sich zu sein – und es ist dann auch egal, was die anderen sagen könnten – ich kläre für mich was los ist und wer ich bin. Und in diesem Sinn, erzählt uns Frank im Podcast eine Geschichte der Heiligen Patti, die uns Mut geben kann, zu uns zu stehen. Hier das Video zu der Geschichte, die Frank erzählt: https://youtu.be/941PHEJHCwU Foto: ©Lynn Goldsmith, Arista Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/patti-smith/rock-n-roll-nigger Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Sep 27

10 min 29 sec

Am 5.September feierte Ludwig Sebus seinen 96. Geburtstag mit vielen Prominenten der Kölner Musikszene. Hier konnte der Träger der Willi Ostermann Medaille sagen: „Nur dank eurer Freundschaft und Liebe bin ich so alt geworden.“ Aber er selbst ist auch jemand, der diese Liebe nicht nur durch die Musik zu den Menschen bringt, sondern auch durch sein jahrzehntelanges soziales Engagement. Heimat ist für ihn dort, wo es Austausch und Miteinander gibt, wo man sich gegenseitig sieht. Vor einigen Jahren hat er das Ostermann Lied „Heimweh nach Köln“ aufgenommen und ich freue mich sehr, dass er uns hier aus seinem fast 100jährigen Erfahrungsschatz erzählt was es bedeutet, wenn er so an seine Heimat denkt.   Wenn ich su an ming Heimat denke… Es ist irgendwie der Ort an dem ich das Gefühl habe, ich gehöre dazu und Ludwig Sebus hat erlebt, wie die Nazis versucht haben, Heimat für ihre Zwecke zu missbrauchen, er hat erlebt, wie Gewalt und Krieg ihn von der Heimat weggerissen haben. Wenn ich su an ming Heimat denke.. Das hat für Ludwig Sebus nichts damit zu tun, dass eine Stadt besser ist als eine andere, sondern mit Austausch und Miteinander – das kann ich dann gesund und munter oder auch gesegnet nennen. Die Einleitung in die einzelnen Gedanken übernimmt Ludwig Sebus Tochter Ulla, den Textausschnitt in Gedanke 2 liest Steffen. Hier noch interessante Links: https://www.express.de/koeln/koeln-ludwig-sebus-feiert-im-gaffel-am-dom-96-geburtstag-73016 https://www.express.de/koeln/koelner-saenger-ludwig-sebus-ueber-judenhass-71856 Infos zum Karneval: https://www.kölner-karneval.de/historie-koelner-karneval/nationalsozialismus Foto: © ZIK / Dabbelju Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/ludwigsebus/heimweh-nach-koln Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Sep 20

8 min 32 sec

Sarah Voss lieferte die Angregung zu dieser Folge. Die deutschen Turnerinnen wollte die lieber in Leggins antreten. Ein Protest gegen die Botschaft: Deine Leistung ist nicht interessant genug. Es braucht deinen Körper, damit man dir gerne zusieht, damit du etwas wert bist – für Publikum, Sponsoren, Werbekunden. Und die mächtigen Funktionäre, Fotografen entscheiden was gezeigt wird. Da gibt es schon Grenzüberschreitungen und es wird deutlich, wie sehr Athleten und Athletinnen zum Spielball eines großen Geschäfts, zum Mittelpunkt einer großen Show werden. Natürlich spielen auch viele das Spiel mit, denn ein Körper ist ja auch etwas schönes, was bewundert werden kann. Aber wo sind da die Grenzen wann wird der Körper zum Objekt, welche Witze oder Bemerkungen gehen gar nicht, weil sie nur Ausdruck von Macht sind. In Gedanke 2 berichtet Marie (Instagram @zoe.asmuth1) von ihren Erfahrungen als erfolgreiche Kampfsportlerin. In Gedanke 3 sprechen Nina und Michi vom @ohmeingottcast über Ästhetik, schöne Körper, Weiblichkeit, Sexiness, Inszenierung durch andere, Selbstinszenierung, sich zeigen, angesehen werden, Bewertung, Abwertung – sich über Schönheit freuen. Das sind alles Themen, die im Song vorkommen, und die irgendwie eine Rolle spielen, wenn wir uns so gegenseitig in den bunten Bilderwelt ansehen, der wir uns, ja auch nicht ohne Freude jeden Tag aussetzen. Im Hohenlied 1,9 gibt es eine fancy gestylte Stute am Wagen des Pharao, ein Pferdchen an seinem Wagen mit ganz viel Bling Bling – wollte sie das so haben und hat sich deshalb angeboten? Was würde eine Hengstin aus dem Song zu dieser Stute sagen? Auf jeden Fall darf niemand denken, wenn jemand an einem Tag eine Stute ist, dass sie dann immer eine Stute ist, morgen kann sie auch Hengstin sein – und auf keinen Fall ist sie das Zirkuspferdchen vom Pharao! Die Texte werden von Sara @cat_rabbi gelesen. Foto: ©Annette Riedl Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/jennifer-rostock/hengstin Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Sep 13

16 min 38 sec

In dieser Folge geht es um die „Schönheit der Chance“. Wir sind kurz nach den Sommerferien, wir haben gerade unsere Koffer ausgepackt. Aber irgendwie packen wir sie anders aus als früher. Vieles von unserem Grundvertrauen ist weg. Brennendes Südeuropa, Flüsschen in der Eifel werden zu zerstörerischen Fluten, dazu das politische Durcheinander an vielen Orten. Etwas Unbeherrschbares kommt zu uns - ganz nah, greifbar und dieses mal trifft es Menschen, die ich ganz konkret kenne – Ich stelle fest: so kann es nicht mehr weiter gehen – und dieses mal ist das kein bloßer Gedanke mehr, sondern ein Gefühl, was mir ordentlich Bauch und Kopfschmerzen macht. In dieser Situation besingen Tomte wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu halten. Beziehungen, die stimmen, sind dann das was Halt gibt, was Durchhalten lässt "durch den Krach und Schmutz und Staub". Und vielleicht sogar noch mehr - das aneinander Festhalten der Zusammenhalt, hilft, dass "die in Sorge sind nach Hause kommen". „Nach Hause“ ist hier für mich der Ort, wo ich sagen kann – „alles ist gut“ „es ist in Ordnung“ – es ist Frieden – oder biblisch gesprochen Schalom, es gibt jetzt wirklich erstmal gar nichts, über das ich mir Sorgen machen müsste. Schalom entsteht durch Beziehungen die stimmen, und Beziehungen die stimmen können wir „Liebe“ nennen. In meinen Augen beschreiben Tomte hier sogar die Liebe, die in der Bibel den Tod überwindet – die „bleibt“ wie es da so oft heißt, die Liebe die stärker ist als der Standort unserer Körper. "Bring sie, die in Sorge ist nach Hause und wir schworen uns zu behalten", das kann dann ein Ort werden wo wir uns behalten – wo wir uns festhalten, egal was und die Biologie so sagt. Ich bin begeistert von Zeilen wie:  „wir unser Leben lieben, so spät es auch ist“ -  Egal wie spät wir dran sind – immer ist da eine Chance für die Liebe, die Beziehung – "ich schwör ich halte durch" – was für ein tolles Bekenntnis zueinander. Dadurch entsteht eine Vorstellung für eine Zukunft und es lässt uns nicht verzweifeln – denn die Sonne geht gar nicht unter – auch wenn ich manchmal das Gefühl habe es wäre so - "in all dem Krach und Schmutz und Staub" in Trauer und Tränen dreht sich die Erde weiter – dies kann ich fühlen, wenn jemand sagt: "ich schwör ich halte durch und behalte dich" – immer – die Liebe bleibt. Und dieses Bekenntnis bedeutet dann den Zenit, den Höhepunkt des Himmels zu buchstabieren, also das was Himmel ausmacht. Wo das gelingt bringe ich die Liebe dahin – "wo die Menschen schutzlos stehen, so wie ich so wie wir". Daher ist es gut zusammen zu leben und dabei gemeinsames den Himmel/den Zenit zu buchstabieren Z wie Zuneigung, E wie ewig, N wie Nähe, I wie intensiv, T wie Treue. Viele Ideen für Gedanke 1 verdanke ich Ilka Werners Post auf Instagram - @ilka_werner_sg, am 13.August Foto: © Ingo Pertrammer Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/tomte/dieschonheitderchance Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Sep 6

7 min 36 sec

Die drei kleinen Vögel im Song stehen für eine andere Lebenseinstellung - ihre frohe Botschaft lautet: „Mach dir keine Sorgen – alles wird gut“. Wir werden eigeladen nach dem zu suchen, was uns wirklich glücklich macht. Denn wenn aller Besitz weg ist, dann bleibe nur noch ich – kann ich in mir selbst zufrieden sein? Don't worry about a thing Cause every little thing gonna be all right Bob Marley ist für mich im positiven Sinn ein frommer Mann – er hält sich nicht für den Größten, sondern geht dankbar mit seien Gaben um, er setzt sich für ein „zusammen“ ein – für unsere Gemeinschaft – so bedeutet dann fromm sein, in Beziehung, zu sich selbst zu sein, zu den anderen und dann eben auch im guten Kontakt zu der Kraft zu sein, die alles zusammen hält – ich nenne sie Gott- Sorgt Euch nicht! Was können wir also von den Vögeln lernen – Marei @mareiroe (Instagram) kennt sich gut mit Vögeln aus – sie hat für diese Folge Three Little Birds ausgesucht, die uns inspirieren können – ein Rotkelchen, einen Mauersegler und einige Spatzen. Bob Marley geht in dem Song über seine Türschwelle. Die "Türschwelle" ist für mich die Einladung auch einfach auf die schönen Sachen zu achten, die einem so vor die Tür gelegt werden. Leider sitzen wir häufig zu viel drinnen - auch im übertragenen Sinn, es fehlt das aus sich heraustreten, die Öffnung - wenn wir die Einladung annehmen und mit Bob Marley über die Türschwelle in die Welt der Vögel treten, dann bekommen wir Sonnenschein und Musik, dann erfahren wir etwas vom Licht und der Stimmung vom großen Festmahl von dem Jesus erzählt, das kann echt gute Laune schenken. Manche Menschen meinen ja, dass nur bestimmte Musik und nur eine bestimmte Kleidung passend sind, Jesus, Bob Marley und die Vögel sagen uns aber: es geht um Fest und Freude, daher kommt auch gerne mit ausgefallener Kleidung, bunten Haaren und gerne auch aufregenden Fingernägeln und Lippenstift und gut riechen darfst du auch. Aber oft bleiben wir drinnen in unseren Kirchen in unserer Welt – und kreisen um uns selbst, stellen Bedingungen und schimpfen auf die Menschen, die nicht kommen, oder die uns zu anders sind. Der „Three Little Birds Lebensstil“ sagt uns, geht über eure Türschwelle, begegnet euch, wendet euch einander zu – macht euch nicht verrückt, sondern seid ruhig verschwenderisch an Liebe, Zuwendung, guter Laune und rechnet da nicht auf. Klappt die erhobenen Zeigefinger ein und reicht euch die Hände. Was können wir also von den Vögeln lernen – Marei kennt sich gut mit Vögeln aus – sie hat für uns in dieser Folge Three Little Birds ausgesucht, die uns inspirieren können – ein Rotkelchen, einen Mauersegler und einige Spatzen. Die Songtexte werden von Lisa gelesen. Foto: © Neville Garrick/Universal Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/bob-marley-and-the-wailers/threelittlebirds Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Aug 30

10 min 27 sec

In dieser Folge ist Nina aus Landshut mit dabei, sie verrät uns, warum sie im ersten Lockdown an den FC Liverpool denken musste. Und wer an den FC Liverpool denkt, denkt automatisch auch an "You’ll Never Walk Alone". Ein faszinierendes Lied, ganz anders als „We Are The Champions“ kennt dieses Lied Niederlagen und Durststrecken und nicht nur Triumphe. "You’ll Never Walk Alone" singen Menschen beim Sieg, aber auch wenn ganz schlimme Dinge ausgehalten werden müssen. Es ist die ultimative Fußballhymne.  "You´ll Never Walk Alone" – 30 Jahre mussten es die Fans des FC Liverpool singen, bis sie endlich wieder Meister waren. 10 Jahre länger musste das Volk Israel durch die Wüste gehen und uns erscheinen die 20 Montate Pandemie schon endlos lang - "You’ll Never Walk Alone" zeigt uns, dass das Singen die Hoffnung lebendig hält - und deshalb singen wir Hoffnungslieder, sie helfen durchzuhalten, auch in der Kirche, Nina nennt hier Jesaja 43 und Psalm 23 – Wenn das Wasser bis zum Hals steht, gibt es Kraft mit Hoffnung im Herzen die nächsten Schritte zu unternehmen. Neben der klassischen Gerry & The Pacemaker Version gibt es in der Playlist noch Versionen von Johnny Cash und Frank Sinatra. Und am Ende wird dann noch den Text von „You´ll Never Walk Alone“ so gelesen wie er in Liverpool klingt, Danke Nuala, Deutsche Kirche Liverpool @goodnewsfromla ist der Name von Nina bei Instagram Foto: © Bradford Timeline/Pop Weekly 2-28/CC BY-NC 2.0 Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/gerry-and-the-pacemakers/youll-never-walk-alone1997 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Aug 23

9 min 32 sec

Bewegt von den vielen ehrenamtlichen Helfer in den Überflutungsgebieten, wollte ich in unserer Podcast Reihe einen der ehrenamtlichen Helfer zu Wort kommen lassen. Und ich freue mich, dass Thomas gleich zugesagt hat. Der Song, den sich Thomas ausgesucht hat, passte dann zufällig gut zur Sommerausgabe unseres Gemeindebriefes, dort beschreibe ich ein Denkmal, dass mir in Grevenbroich durch einen Spaziergang aufgefallen ist, da trägt ein Mädchen ihre Schwester Huckepack – manche sagen sogar, dass ein ganz ähnliches Denkmal in den USA die Hollies zum Song inspiriert hatte, oder ein Text, der diese Situation beschreibt. Manchmal geht es eben für einen selbst nicht weiter und dann brauche ich eine Schwester oder einen Bruder, der mich trägt – einfach so, und ein Buch, ein Song oder ein Denkmal helfen mir dies nicht zu vergessen: Wenn es darauf ankommt, ist die erste Hilfe erstmal füreinander da zu sein. Im Podcast versuchen wir zu klären, was motiviert, freiwillig und ehrenamtlich Menschen in Not zu unterstützen. Eine Gesellschaft hält deswegen zusammen, dass es Menschen gibt, denen das Schicksal der anderen nicht egal ist, die bereit sind, etwas zu riskieren, damit andere nicht vor die Hunde gehen. Das sind Situationen, da kann dann gesagt werden, ich schaff das schon: Sie ist nicht schwer, sie ist meine Schwester, er ist nicht schwer, er ist mein Bruder – aber Thomas verrät uns ganz am Ende auch, welche Typen dann doch ganz schön heavy sind – schwer zu er-tragen. Übrigens das Denkmal „Huckepack“ steht an der Ecke Arndtstraße/Uhlandstraße, für alle die in Grevenbroich wohnen oder dafür mal hier vorbei kommen wollen. Die Songtexte liest Jilian Foto: © Parlophone/Warner Music Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/the-hollies/he-aint-heavy-hes-my-brother2014 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Aug 16

8 min 4 sec

Heute geht es um diesen großen Hit von Diana Ross, Nile Rodgers und Bernard Edwards haben dieses Lied geschrieben und produziert. Sie waren die Anführer der 70er-Jahre-Disco-Band Chic und sollten Diana Ross für dieses Album den Disco-Sound liefern, was auch hervorragend funktionierte. Die Idee zu "I'm Coming Out" kam Rodgers, als er in einen Schwulenclub in New York City ging. Er war auf der Toilette, und am sah einige Männer, die sich wie Diana Ross zurechtmachten und beim Verlassen dieses Raumes riefen: "I´m Coming Out" – sofort hatte er die Idee zu diesem Song. Wenn Nile Rodgers weiter erzählt, sagt er, dass ein DJ Diana Ross warnte: „Dieser Song kann deine Karriere ruinieren – bekenne dich besser nicht zu Homosexuellen.“ Rodgers erzählt: „Es war das einzige Mal, dass ich jemals eine Künstlerin angelogen habe“ - "Ich sagte: 'Wovon redest du? Das ist das Verrückteste, was ich je in meinem Leben gehört habe!' Wir hatten es wegen ihrer schwulen Anhängerschaft geschrieben, aber ich sagte, sie sollte es als ihren 'Coming-out'-Song verwenden – um ihre Shows zu beginnen – und sie hat es seitdem getan" Ein wunderbares Video in dem Nile Rodgers die Geschichte erzählt findet ihr hier: https://youtu.be/Kp_7k0zAgLw Also geht es heute um das Coming Out – und ich freue mich, dass ich mich hierfür mit Henning unterhalten konnte. Coming Out ist nicht so einfach, wie durch eine Tür zu gehen, Henning erzählt uns seine Erfahrungen. Er erzählt von seinem Weg ohne Angst zu sagen „Ich bin schwul.“ Gleichzeitig möchte er deutlich machen, dass er nicht auf sein schwul sein reduziert werden will, es ist eben nur ein Teil seiner Persönlichkeit und in vielen Situationen ist es eigentlich egal, welche sexuelle Orientierung besteht. Man wird so geboren, wie ich eben als Linkshänderin oder Linkshänder geboren werde, vielleicht mache ich eine Zeit lang die Mehrheit nach und versuche es mit rechts, aber irgendwann merke ich was bei mir besser passt. Aber deshalb muss ich dann nicht überall laut rufen: Ich mache es mit links! Auf der anderen Seite gibt es immer Tendenzen die Vielfalt einzudämmen, die Welt übersichtlicher zu machen und da stören besonders andere Vorstellungen vom „Frau-sein“ und „Mann-sein“ ganz besonders. Deshalb ist es wichtig, dass in allen Köpfen klar ist, das Leben ist bunt und vielfältig – freuen wir uns daher über jedes Coming Out. Die englischen Texte liest Katherine Foto: © Motown Records Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/diana-ross/im-coming-out-original-chic-mix Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Aug 9

11 min 10 sec

In dieser Folge geht es um den Sommerhit dieses Jahres. In einem Interview sagt P!nk, das Ziel dieses Songs ist es, den Leuten ein gutes Gefühl zu geben. Sie hat ihn ja kurz vor dem Valentinstag veröffentlicht und durch die Mitwirkung ihrer Tochter Willow will sie zeigen, dass es um allumfassende Liebe geht und nicht allein um Valentinstagsromantik. Einfach ausgedrückt, ist dies ein positives Lied, das bis zum Rand mit Worten der Hoffnung und Schönheit gefüllt ist – es kommen bessere Tage und um durch die Dunkelheit und die die Kälte der Einsamkeit zu kommen singen wir „Cover me in sunshine“ und wenn wir traurig da sitzen und nichts will klappen, dann singen wir uns zu „Shower me with good times“ Gerade in diesen Zeiten ist es superwichtig, dass die Menschen, die genug Sonnenschein und Gute Laune in sich drin haben – diese Energie auch zu anderen Menschen bringen und ihnen das Gefühl geben was Elena beschreibt: „wir überstehen das!“ Foto: © RCA Records Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/pnk/cover-me-in-sunshine Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Aug 2

6 min 16 sec

Heute geht es um das „Überleben“. BΔSTILLE haben mit „Survivin`“ ein Stück darüber geschrieben. – Denn das Leben kann in den derzeitigen Zeiten sehr frustrierend sein, in denen alles, was früher mein Leben definiert hat, auf einmal nicht mehr zu existieren scheint. Das Letzte, was ich hören möchte, sind Geschichten über Dinge, die nur in Träumen und Fantasien existieren. BΔSTILLE gelingt es in "Survivin" den Weg von der Niedergeschlagenheit zur Hoffnung textlich und musikalisch zu zeichnen. “And I’m not gonna lie/ Say I’ll be alright/ ‘Cause it feels like I’ve been living upside down“- Aber dann heißt es“crawling out these sheets to see another day“- Diesen Weg wollen wir in diesem Podcast nachspüren.  BΔSTILLE machen mir Mut, mich nicht auf Follower und Klüngel zu verlassen, sondern mir zu überlegen – wo kann ich mich fallen lassen - wo kann ich so sein wie ich bin, wo werde ich aufgefangen. BΔSTILLE singen von unserer Sehnsucht nach Verbindlichkeit in einer Zeit der Unverbindlichkeit. Ich brauche Orte wo ich alles ablegen kann, wo ich nackt sein kann, ohne Filter und Feigenblätter – ohne Schutz, weil ich keine Angst haben muss, mich zu zeigen. – Das ist das was ich brauche, um Atem zu holen und eben als Survival-Bag, als Überlebensausrüstung, dies ist mit „I’m not gonna lie“ gemeint. Heutzutage beantworten viele die Frage: Wo kann ich ich selbst sein, wo muss ich nicht so tun als ob ich mehr oder etwas anderes wäre – mit: „wenn ich alleine bin“ – wie schade eigentlich. Daher finden Menschen Kontakte anstrengend, weil sie sich einreden, immer Gas geben zu müssen, um toller zu sein als sie eigentlich sind – aber in sich tragen sie das tiefe Bedürfnis sie selbst zu sein – Heute haben wir das Privileg Beziehungen frei wählen zu können – das ist schön, es erzeugt aber auch den Druck beliebt zu sein, gewählt zu werden, gut genug zu sein - es „wert“ zu sein. BΔSTILLE schenken Zuversicht im Miteinander den Fokus auf das Überleben zu legen, also sich gegenseitig zu stärken, sich zu unterstützen und nicht immer auf den Wettbewerb zu blicken – dazu müssen ich erstmal ehrlich sein und genau schauen wie das bei mir ist, mir nicht mehr die Welt schön lügen – „I´m not gonna lie.“ Daran könnt ihr ja denken wenn ihr den Song jetzt jeden Tag in der Woche hört. Die Songtexte werden von Theresa gelesen @last_minute_task_ninja Foto: © Sarah Louise Bennett/Universal Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/bastille/survivin-one-eyed-jacks-session Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jul 26

7 min 6 sec

In dieser Folge geht es um „Rettung“– und „Seele“ – Seele könnte als das bezeichnet werden, was die Beziehung zu sich selbst beschreibt und die Verbindung zu anderen – daher ist es gut wenn Liebe auch beseelt ist und nicht nur sich selbst sieht, oder Recht haben möchte, oder alles richtig machen möchte. Kettcar sind für mich eine Soulband, sie machen Seelenmusik, weil sie es immer wieder schaffen mit ihren Liedern zu beschreiben, auf was es im Leben wirklich ankommt. Und diese Seelenmusik hat bei Anni und Johannes zu einer wunderbaren Geschichte rund um einen Konfirmationsgottesdienst geführt - diese Geschichte hört ihr in Gedanke 2 und 3 dieses Podcasts. Im Song Rettung geht es um echte beseelte Liebe - Liebe, die mehr ist als Gefühl, Romantik und Sehnsucht, ein Zeichen ob Liebe wirksam ist, zeigt sich ob mich in der Not Sabberfäden am Ohr stören, oder ob ich bereit bin Essen aus dem Haar von meiner Partnerin zu pulen. Beseelte Liebe lässt nicht im Stich, nur weil es ein bisschen unangenehm wird. Sie dreht sich nicht weg, wenn es ernst wird. Vielleicht bist du in deinem Leben schon Menschen begegnet, die gesagt haben, sie würden dich lieben; aber sie haben dann nie so gehandelt. „Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern in Tat und Wahrheit.“ (Johannes 3,18). Du merkst das doch, wenn dir einer nur was vormacht. Nur große Reden schwingt und nie da ist, wenn du ihn brauchst. Du merkst das doch, wenn Wort und Tat nicht zusammenpassen. Du merkst das! Und hast dann oft genug trotzdem nicht den Mut dich aus dieser Liebe zu befreien, die vielleicht gar keine ist. Das kann dich kaputt machen und gefangen nehmen – noch lange nachdem die Person aus deinem Leben gegangen ist. Es dauert, bis du wieder vertrauen kannst. Bis du wieder deinem eigenen Gefühl vertrauen kannst. Und manchmal dauert es auch, bis dann wirklich einer kommt, der das tut, was er sagt und was er fühlt. Manchmal dauert das ein ganzes Leben. Und dann brauchst du wieder Mut. Den Mut diese Liebe anzunehmen und mit dem Suchen aufzuhören. Der Song Rettung kann dir helfen, zu erkennen auf was es wirklich ankommt. Vielleicht ist die Bereitschaft Kotze wegzuwischen genauso wichtig wie Romantik oder sogar wichtiger. @kettcarmusik @stadt.land.pfarramt Foto: ©Andreas Hornoff Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/kettcar/rettung Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jul 19

10 min 6 sec

Obwohl wir Sommer haben, geht es heute um mein Lieblingskarnevalslied 2021 – es ist ein Protestsong gegen schlechte Laune und daher auch im Sommer aktuell. Es entstand aus einer Initiative, die mit ganz wenigen Leuten begann, die sich aber einfach die Lust am Leben nicht vermiesen lassen wollten. Und ich bin so froh, dass einer der Initiatoren, Tom Herrmann, im Podcast mitmacht. Das Leben hat sich nur versteckt, los sucht es! Und jammert nicht! Im Song geht es darum zu sagen: Lass dich nicht unterkriegen, von Leuten, die sagen, das geht doch nicht und dann aufgeben das Leben zu suchen – Tom Herrmann macht es vor, wie es anders geht, Lachen ist gesund! – die Mundwinkel müssen auch unter den Masken mal wieder nach oben – Auszeit vom Jammern und von schlechter Laune. Mit Musik und gegenseitiger Aufmunterung. Foto: © Jennifer Fey Homepage: https://7tage1song.de Playlist mit Podcast und Song:https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/blievjeckband/blievjeck Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jul 12

11 min 57 sec

In dieser Folge unterstützt mich Merle Schröer, sie arbeitet als Theologin für den Instagram Kanal der evangelischen Militärseelsorge (@emilseels). Die Evangelische Militärseelsorge begleitet Soldatinnen und Soldaten und deren Angehörige in jeder Lebenslage, auch in den besonders schwierigen. Bei dem von Merle entwickelten Instagram Format #unterdieHaut spricht Merle jede Woche mit einer Soldatin oder einem Soldaten über ihr Leben in der Bundeswehr, ihre Persönlichkeit und, wie das Format schon sagt, über Tattoos und ihre Bedeutung. Ausgehend von Sidos Song über seine Tattoos hören wir in dieser Folge zwei Soldatinnen aus der #unterdieHaut Reihe. Was geht dir eigentlich unter die Haut an positiven und an negativen Dingen? Ein Tattoo zeigt das jedenfalls nach außen – noch mehr als ein Gespräch kommt durch so ein Bild  zum Ausdruck was steckt da so in mir drin an Hoffnung, Sehnsucht, Schmerz und Freude – und somit hilft das Reden über Tattoos auch Menschen, die keine haben, sich mal zu überlegen, was sie so unter Ihrer Haut tragen. Vielen Dank an die Mitwirkenden in dieser Folge:  Janine @janeiine und Jess @inked_cocco Foto: © Lennart Brede/Universal Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/sido/tausend-tattoos Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jul 5

8 min 42 sec

In diesem Podcast geht es darum, im Dunkeln das Licht zu suchen und trotz aller Unsicherheiten den Kontakt zu sich, seinen Hoffnungen und seinen Ängsten nicht zu verlieren. Es geht darum dran zu bleiben, also nicht aufzuhören daran zu glauben, dass etwas kommen kann – und selbst vor dem Tod nicht zu kapitulieren, sondern zu versuchen  auf den Punkt zu bringen, was mir da Angst macht. Sara Burghoff steuert im Podcast viele Bezüge zum Buch Hard Land von Benedict Wells bei. Journey singen „Hold on to that feeling“, halt an deinen Gefühlen fest – hör nicht auf zu glauben! Im Buch geht es um die Frage: Welche Gefühle, welche Beziehungen besiegen die Angst? Es ist die Liebe, aber Liebe die dran bleibt und nicht wegrennt – die wissen will was los ist – Sam bringt das bei seiner Beerdigungsansprache auf den Punkt „Weil sie immer wissen wollte, wer jemand wirklich ist und was er sich wünscht oder wieso er unglücklich ist“ (Hard Land, S.241) Es ist gut, das Leben zu leben und nicht nur auszuhalten, denn, wie Sara aus Prediger 1 und 11 zitiert, ganz schnell ist das Leben wie ein Windhauch vorbei, also nutzen wir unsere Tage, halten wir an dem „Trotzdem“ fest und leben! Sara bei Instagram: @cat_rabbi Die Zitate im Podcast stammen von den Seiten 146, 208, 241, 292 – Henning, liest diese vor. bei Instagram:@koberhenning Auf der Homepage von Benedict Wells, findet ihr zwei Playlisten zu Hard Land aber auch Playlisten zu seinen anderen Büchern – ich finde das eine prima Idee https://www.benedictwells.de/soundtracks/ Foto: © Columbia Records/Roger Ressmeyer Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/journey/dontstopbelievin Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jun 28

11 min 16 sec

In dieser Folge geht einer durch unsere böse Welt und such nach Licht in der Dunkelheit des Wahnsinns, er fragt sich – Ist die Hoffnung verloren? Gibt es nur noch Schmerz, Hass und Elend? Ja, so geht es einem manchmal und schon kommt der Refrain, der dann ja fragt: Was finden manche Leute so lustig an: Frieden, Liebe und Verständnis – What´s So Funny ´bout Peace, Love and Understanding –  Ulrich Herlitz hatte die zum Gedenken an die Kreuzzugsprogrome des Jahres 1096 einen 7 Tage 1 Song Podcast zu machen, diese Anregung habe ich gerne aufgegriffen.  Im Frühsommer 1096 kam es überall in Deutschland und daher auch in Köln und Umgebung zu Progromen. Mit dem Schlachtruf „Tod oder Taufe“ wurde losgezogen und Jagd auf Juden gemacht. Selbst die Zeitzeugen waren sich bewusst, dass es sich dabei um ein Massaker und grobes Unrecht seitens der Kreuzzügler gehandelt hatte. Daher sind „Peace, Love and Understanding“ so wichtig und eben nicht als „lustige“ Sache zur Seite zu schieben. Ganz schnell stecken wir dann in Gedankenlosigkeit fest, die wir gar nicht bemerken, denn Gedankenlosigkeit geht oft mit unserem Egoismus spazieren und wir verpassen dadurch ganz viel, da wir das Leben der anderen nicht so wirklich mitbekommen. „Peace, Love and Understanding“ umschreibt das sorgenlose Freiheitsgefühl - Ziel unseres Handels sollte sein, dass möglichst alle Menschen sagen können:"alles ist in Ordnung" – das meint Shalom – dies lässt unsere Gesichter hell strahlen und das ist doch ein schönes Ziel für unser Zusammenleben. Die Songtexte werden von Neil These aus New York gelesen, Ulrich Herlitz stellt ihn im Podcast vor Bitte besucht bei Facebook und Instagram die Seiten: @judentumgv @stolpersteinegv Foto: © Dan Burn-Forti Homepage: https://7tage1song.de Playlist Song und Podcast: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/nick-lowe/whats-so-funny-bout-peace-love-and-understanding Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jun 21

11 min 12 sec

Dieses Mal geht es um ostdeutsche Identität. Anfang des Jahres erschien im Pfarrer*innenblatt  ein Artikel von Susanne Seehaus, sie begann ihren Aufsatz mit Grönemeyer und Gundermann. Wenn ich ehrlich bin ist da doch eine merkwürde Grenze in meinem Kopf und vielleicht auch bei anderen die `Tief im Westen sitzen, gibt es Gefühle der Verbundenheit, oder wohnen da doch „die anderen“ die falsche Parteien wählen und nicht kapieren wo es lang geht – und vielleicht öffnet uns Westler ja dieser Podcast ein wenig – vor allem dann wenn wir dann wirklich die ganze Woche diesen Song von Gundermann hören. In Gundermann verdichtet sich die Geschichte, er selbst war irgendwie Teil von allem, Teil von Kritik und Widerstand aber auch Teil der Stasi – insgesamt für vieles nicht so richtig zu gebrauchen und vielleicht dadurch auch in besonderer Weise in der Lage die Situation zu beschreiben. Gunderman singt davon – „Von Gott eingeholt zu werden“ – das kennen wir von Jesus: "Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen", und dann wird er wieder von Gott eingeholt, oder auch Hiob, dem ja auch alles was er hatte weggebaggert wurde, er jammert, flucht und klagt und wird von Gott wieder eingeholt – das ist auch bei Gundermann zu entdecken.  Ich finde, dass wir an diesem Song ganz viel lernen können, was ist da eigentlich los in unserem Land  - „Nicht weit aber tief reisen“  - wie es im Song heißt – so ehrlich sein wie Gundermann, die Leichen aus dem Keller holen, zu überlegen, was haben wir in den letzten 30 Jahren eigentlich gemacht, wie viel tiefe Begegnungen gab es und wieviel haben wir eher mit den Fingern auf uns gezeigt. Da wo wir uns zu hören, da wo wir die Vergangenheit erstmal als etwas wirklich Geschehenes, Erlittenes, Erlebtes stehen lassen – kommen wir an den Punkt wo wir uns einholen, ja und nur da treffen wir uns dann auch wirklich –nur wenn es uns gelingt an diese Situationen und Geschehnisse anzuknüpfen, knüpfen wir ein Netz, welches uns halten kann, ohne diese Verknüpfungen – werden wir „Lost“ lose, wild, umherfliegend und eben haltlos. Foto: ©Peter Hartwig / Pandora Film Homepage: https://7tage1song.de Playlist und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/alexanderscheerundband/hier-bin-ich-geboren Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jun 14

11 min 56 sec

„Deep Belief“ von The Chills – in diesem Song geht es darum, kann ich überhaupt glauben, wenn mir mein Leben gerade aus den Händen rinnt Martin Phillips, der Sänger der Gruppe, kann davon wirklich ein Lied singen. Wie finde ich etwas an das ich glauben kann, wenn Zweifel, Krankheit und Sucht mich so richtig durchschütteln. Im Song ist das mit einem faszinierenden Zusammenspiel von Melodie und Text gelöst. Zu meinen ganzen Fragen, kam dann wie ein Geschenk ein Psalm von Said, den Frank Berzbach gepostet hatte und alles bekam auf einmal eine Klarheit. Und der tollste Zufall war dann, dass meine Tante Mechthild Said auch noch kennt. Leider ist Said während der Arbeit an dieser Folge am 15.Mai gestorben.  In seinem Psalm heißt es: „und schaffe die Frommen ab“, die das Suchen und das Zweifeln als etwas negatives zur Seite schieben. Hier und auch in seinem Jesus Buch, zeigt Said, dass eben nicht die eigene Größe oder die eigene Unfehlbarkeit, den Glauben ausmachen, sondern universelle Liebe, die Entwurzelte aufrichtet und den ihrer Lebensgrundlage beraubten Menschen Zuwendung schenkt. Ich stelle mir vor wie schön das wäre, wenn dies laut und an vielen Orten verkündet würde. Für mich ist das der „deep believe“ - Dieser tiefe Glaube ist für  Said die Schönheit; und er meint damit nicht oberflächliche Schönheit, sondern eher, dass alles „schön“ ist im Sinne von Salam oder Schalom, es ist Friede, es gibt keine Probleme. Martin Phillips von The Chills, hat lange gedacht, oben sein ist das was „schön“ ist, dabei hat er sich selbst verloren. Durch Eltern, Freunde und Therapie hat er die Kurve bekommen und macht derzeit einen ruhigen und entspannten Eindruck. Die Musik hilf in einen „Deep Belief“ zu vertrauen. Said, hat mit dem Regime im Irak schlimme Erfahrungen gemacht, als eigentlich Fremder spricht und schreibt er in Deutsch und entdeckt damit für uns alle die Sprache neu. Als eigentlich Fremder, ja Ungläubiger, sucht er auch im Glauben „Exil“ weil das Heimatland ja weg ist – und er entdeckt für sich die Psalmen und Jesus – für mich erschließen sich durch seine Entdeckungen ganz neue Sichtweisen – Rebellion, Liebe und Schönheit - dafür bin ich dankbar. Die Texte für unseren Song aus Neuseeland werden von Ian aus Neuseeland gelesen Foto: © Alex Lovell-Smith Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/the-chills/deep-belief Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jun 7

13 min 37 sec

Heute hilft mir als Gast Nico Ballmann/@einschpunk, er spricht zu einem Song seiner Lieblingsband Bad Religion. „There will be sorrow no more“ warum verschwindet die Trauer, weil ich nicht in einer falschen Religion feststecke, die mich klein macht, die mich nervt mit kleinkarierten Vorschriften, die alles besser weiß als ich. „There will be sorrow no more“ weil ich auch einen Ort finde um wütend zu sein – der Song beginnt mit einem Hiobzitat, ich verfluche den Tag meiner Geburt, alles ist zum Kotzen – ich klage und fluche und so einfach will ich mich nicht trösten lassen – ich will die Arschlöcher, Arschlöcher nennen dürfen. Ja, und hoffentlich geht nach dem Zorngewitter an Gott dann auch mal wieder die Sonne auf und ein Regenbogen zeigt sich. „There will be sorrow no more“ – was bedeutet eigentlich „Rettung durch den Messias“ Nico und ich finden, dass wir da immer wieder etwas von Musiker*innen lernen können, um aufrecht und kräftig durchs Leben zu gehen. Die Musiker*innen schauen mit einem Blick von außen auf, die uns vielleicht zu vertrauten Bilder und können uns dadurch neue Blickrichtungen schenken. So singen Bad Religion: Rettung und Befreiung durch den Messias entsteht durch die Befreiung von uns selbst, der Befreiung davon selbst größer, besser und stärker sein zu wollen. Insofern ist „Sorrow“ ein Liebeslied an das gelingende Leben.  Foto: ©Epitaph Records Homepage: https://7tage1song.de Playlist aktueller Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/bad-religion/sorrow2002 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

May 31

8 min 56 sec

Am 24.Mai wurde Bob Dylan 80 Jahre alt. Den Song, den ich mir für diesen Tag ausgesucht habe, stammt von seinem letzten Album. Ich mag ihn, einmal wegen der vielen religiösen Bezüge aber vor allem der markanten Zeile „I can't play the record 'cause my needle got stuck“ – manchmal stecken wir fest und es geht nicht weiter. Dann können wir zum Berg gehen und „the real story“ hören – straightforward der pure reine Stoff. Vom Berg hören wir Mose mit den Regeln für ein Leben in der Freiheit, Jesus mit seiner Bergpredigt wo es darum geht für die Entwurzelten einzustehen und aufzustehen, die Machtstrukturen und Unterdrückungsmechanismen zu durchbrechen. Und natürlich Martin Luther Kings letzte Rede: „I´ve been on the mountaintop” – hier geht es darum, dass MLK das zukünftige Land vom Berg aus gesehen hat, es jetzt darum geht, mit friedlichen Aktionen für seine Ziele zu kämpfen. Am Ende des Songs gibt es eine Referenz zu einem Song von Jimmy Reed, Down in Virginia, im Song ist Virginia das Land, wo das grüne Gras wächst, das Land der Hoffnung sozusagen – und vielleicht geht der Sänger des Songs eben auch nach Virginia weil, da der Mann am Boden liegt - wenn ich das Wappen von Virginia ansehe, liegt da der Tyrann besiegt am Boden.  Einfach, geradeaus, wahr – so sollte für Bob Dylan die Botschaft sein. Nicht schlecht finde ich das, was er da allen Verkünder*innen ins Stammbuch schreibt, außerdem geht es um „die Real Story“, sie wird im Song vom Berg verkündet. Bis wir dann ans Ziel kommen, erleben wir einen wilder Ritt, mit Religion, Blues und Gospel, leichtbekleideten Frauen, sexuellem Begehren, Scheitern und Kämpfen. Ich finde aber, am Ende ist einer ans Ziel gekommen und für mich ist sogar ein Tyrann besiegt. Stark finde ich, wie Bob Dylan hier immer wieder die Perspektiven wechselt, Bilder einführt und sie dann gleich wieder in Frage stellt, sich identifiziert und wieder entfernt. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit Thomas über diesen Song nachzudenken. Nutzt wirklich das 7Tage1Song Konzept und gönnt euch jeden Tag etwas Zeit mit diesem Song. Alle von Thomas im Podcast erwähnten Songs findet ihr in einer besonderen Playlist zu dieser Folge:  https://open.spotify.com/playlist/64LFpgEIq2Nf7XruxTilYl?si=ddb39740e7394cac Jakob Kasprzyck hat nach einem Gespräch mit mir ein Bild zu diesem Song gemalt – auf meiner Facebookseite  könnt ihr es sehen. Im Podcast mit dabei ist Thomas Waldherr, checkt mal seine Seiten  www.cowboyband.blog, www.country.de, www.keywestmagazin.com Außerdem ist er Jurymitglied der Liederbestenliste der deutschsprachigen Musik.In den Shownotes zum Podcast findet ihr eine Playlist mit allen Songs, die Thomas erwähnt. Foto: © Alberto Cabello Mayero (CC BY 2.0) Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/bob-dylan/goodbye-jimmy-reed Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

May 24

17 min 22 sec

In diesem Podcast geht es um Pflege. Pflegefachkräfte bringen in schwierigen Bedingungen ihren Patient*innen Liebe, Nähe und Respekt entgegen, sie sind Mitmenschen, die anderen Menschen in existentiellen Notlagen zur Seite stehen. Dadurch geraten sie selbst in Not – den ersten Schritt zur Linderung dieser Not kann sein, dass sie das Gefühl haben, dass sie nicht alleine sind. Da ist das Team in dem sie arbeiten sehr wichtig. Aber auch wir alle sind wichtig, denn wir können einfach mal zuhören und uns selbst mal überlegen, wie wir eigentlich gepflegt werden möchten, wenn es uns schlecht geht. Soll da dann auch das Geld und die Effizienz das Wichtigste sein? Wenn uns die Betreuung in der Not etwas Wert ist, müssen wir zum einen die dort arbeitenden Menschen wertschätzen aber auch Werte wie Liebe, Nähe und Respekt fördern, das bedeutet dann aber auch Geld in diesen Bereich unseres Lebens zu investieren. Dann können die Rock`n´Roll Nurses das rocken – aber solange dies noch nicht so ist müssen sie laut sein und auf Missstände hinweisen - wir können sie dabei unterstützen. Im Podcast wird die Originalversion von Bo Diddley erwähnt und "Das Wort zum Sonntag" von den Toten Hosen - daher sind diese beiden Songs auch in der Playlist. Die Inspiration zu diesem Podcast kam durch die Radiosendung von Brezel Göring zum Tod von Francoise Cactus - die Stelle mit der Rock`n´Roll Nurse kommt ungefähr bei 45:45Min https://open.spotify.com/episode/0F8CYXUlJzt5xBjpMGxY2D?si=9evG1EmsRdypQhvuRaPjWQ Danke an: Jasmin, @blendiinaa, @pflegesterne.de, Lara von @walkofcare Foto: ©Mercury Records Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/new-york-dolls/pills2011 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

May 17

18 min 53 sec

Isolation Berlin konnten zur Veröffentlichung ihres Songs sagen: „Ich will so sein wie Nina Hagen“ ist ernst gemeint, sie ist eine Projektionsfläche für mich. ich wäre gern so mutig, so kompromisslos, so schön, so cool, so stark – und eine Diva. Ich wollte immer eine Diva sein“. Ich bin da ganz dabei, denn irgendwie ist Nina Hagen ja mehr als das normale Leben – sie ist schon bevor sie nur irgendeinen Ton spielt eine Kunstfigur, eine Inszenierung. Das Schöne an einer Kunstfigur ist ja, dass hier alle Gesetze außer Kraft gesetzt sind. Sie lässt sich nicht von der Öffentlichkeit zwingen, irgendetwas unter Beweis zu stellen. Nina ist einfach Nina – offensiv und direkt - was viele Leute sicher verschreckt hat, was ich aber sehr lustig und befreiend finde. Im Song geht es um ein Zeichen, dass es besser wird. Für mich war das in Corona-Zeiten ein Bild für Hoffnung. Nina Hagen lässt ihre Stimme nicht einsperren, sie dehnt sie über 4 Oktaven und unzählige Stimmfärbungen aus. Sie ist so Frau wie sie Frau sein möchte – sie hat keine Lust ihre Pflicht zu erfüllen. Auch in ihrer Suche nach Sinn kannte sie keine Grenzen und hat überall gesucht, wo es besser sein könnte. Sie ist ein Bild dafür, dass wir nie wirklich fertig sind, sondern immer suchen. Künstler*innen leben oft extremer als ich, aber sie helfen mir dadurch, indem ihre Verrücktheit auch Wegweiser sein können, in welche Richtung das Leben gehen kann – und bei Nina Hagen, finde ich das in ganz besonderer Weise, denn wenn allen Leuten sagen „Es ist so!“ ruft Nina: „oder auch ganz anders“ und insofern wäre ich eben auch mal gerne wie Nina Hagen – ein bunter Vogel, der umherfliegt und sich nicht auf die Stange setzt, die ihr hingehalten wird. In dieser Folge macht mein Freund Martin aus Berlin mit. Foto: © Noel Richter Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/isolationberlin/ich-will-so-sein-wie-nina-hagen Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

May 10

9 min 49 sec

Diese Folge ist wie jede 10.Folge mit einem kölschen Lied. Mein Gast ist dieses mal:  Harald van Bonn, er ist bei Lossmersinge aktiv, er ist DJ für kölsche Musik, betreibt die Seite www.koelschemusik.info - toll sind auch seine Auftritte als Pater Muffig bei der Nubbelverbrennung. Harald hat sich ein Lied von 1984 ausgesucht, damals zogen die Grünen gerade in die Parlamente ein, ihre Kleidung war ganz anders als heute – es gab eine Aufbruchstimmung. Aber die Probleme Rüstung, Umwelt, plurale Gesellschaft sind bis heute aktuell. Das zeigt mir, wie wichtig es ist an diesen Themen dran zu bleiben und das Geduld notwendig ist. Singen hilft da und in Köln hat das gemeinsame Singen schon einen ganz besonderen Stellenwert. Denn Kölsch als Sprache spielt in Köln, insbesondere beim Singen, eine Rolle. Und gerade Lieder sind auch immer so etwas wie Träger von Hoffnung und Zuversicht. Singen und Gute Laune, muss nicht automatisch platt und hohl bedeuten. Gute Laune ist auch immer ein Motor für Hoffnung und dieser Song enthält beide Elemente – er fordert einfach dazu auf seine Lebensenergie zu mobilisieren, denn diese Energie ist nötig um aus den Täler herauszukommen, in die einen das Leben manchmal führt. "Mir klääve am Lääve" ist ein Song voller Hoffnung und Zuversicht. Dies wurde im Jahr 1991 noch einmal besonders deutlich, denn zur Zeit des 2. Golfkrieges, bekam der Song eine ganz besondere Bedeutung, hier wurde der offizielle Rosenmontagszug abgesagt. Aber ganz anders als bei einer Pandemie stellt sich dann die Frage, ob die Feier des Lebens denn von der Politik oder den Menschen bestimmt werden soll. Unser Song der Woche bekam hier eine besondere Bedeutung, er wurde der Song des alternativen Protests. Der Song wurde so zu einer Hymne gegen den Krieg – Pappnasen statt Raketen. Die zweite Strophe lautet: „Un wenn ihr meint, dat et sech´rer weed, wemmer jet rüsten deit, wenn ihr meint, wä am lauteste schreit, wör em Räch, dann haut üch de Köpp en, domet mer üch loss sin, denn ohne üch kumme mer vill besser zeräch.“ - leider irgendwie zeitlos. Foto: ©Leonie Handrick Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/black-fooss/mirklaaveamlaave Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

May 3

8 min 52 sec

Der Ausgangspunkt dieser Folge war ein Zeitungsartikel, auf den mich Anne hingewiesen hatte, da wurde beschrieben , wie Johnny Rotten seine 14 Jahre ältere Frau Nora Forster pflegt, mit der er übrigens seit über 40 Jahren verheiratet ist. Manchmal meinen wir einen Menschen sofort zu verstehen, wenn wir auf das Etikett schauen. Aber hier ist es eben ganz anders, eine treue Beziehung, füreinander einstehen und nicht einfach alles machen was geht, sondern wirklich für jemanden da sein und seine eigenen Bedürfnisse der Liebe zu einem Menschen zurückstellen. Punk und No Future bedeutet eben nicht „ich gebe mich auf“ sondern der materialistische Weg hat keine Zukunft und das ganze Aussehen und Auftreten der Bands will mit Lärm, Geschrei und auch Radau dafür werben, den gnadenlosen Wettbewerb und die Idee alles zu Geld zu machen in Frage stellen. Der Song „Problems“ handelt eben von einem der jammert aber mitmarschiert – Johnny Rotten schleudert ihm entgegen „Das Problem bist du selbst!“ – ändere dich! Anne und Michelle schildern in ganz unterschiedlicher Weise was es bedeutet füreinander da zu sein. Beide geben ganz unterschiedliche Tipps, beide möchten, dass Ihr die Angst verliert, beide möchten, dass Ihr in der anderen und dem anderen immer einen Menschen erkennt und nicht „nur“ eine Kranke oder einen Kranken. Ich finde wir können Johnny und Nora so richtig dankbar sein, dass Sie uns zeigen, es ist schwer, aber es gibt auch in dieser Situation Liebe, Wärme und Licht. Lass dich bewegen, bleib nicht statisch wie es im Song heißt und hör nicht auf alles was dir die Leistungsgesellschaft einflüstert. Oder ganz einfach so wie es Michelle sagt: Wer anderen zur Seite steht, macht das Richtige. Die englischen Texte werden von George gelesen. Foto: © Koen Suyk, Nationaal Archief, Den Haag Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/sex-pistols/problems Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Apr 26

12 min 10 sec

ACHTUNG dieser Song ist nicht mehr bei Spotify, daher auch nicht in der Playlist, aber er ist bei You Tube zu finden: https://youtu.be/_AKXJoxw8Wg oder einfach Leila Akinyi - "Liebe Dich" oder "Liebe verbreiten" suchen In dieser Folge gibt es einen Einblick in die digitale Schulwelt. Es geht es um ein Projekt mit meinen Kinderpflegerinnenklassen. Wir haben die Rede „The Hill We Climb“ von Amanda Gorman analysiert, die biblischen Hintergründe entdeckt und ihre Rede mit dem Song „Liebe Dich“ von Leila Akinyi verglichen. Es ging darum – was ist eigentlich das Wichtige an dieser Rede – was muss ich mir behalten. Der Song und das Gedicht sind getragen von der Botschaft wie Leben in der Zukunft gelingen kann. Ein tolles Leben oder auch Frieden fällt nicht vom Himmel, sondern Egoismus, Geld und Gewalt… müssen weniger werden. Friedlich unter dem Feigenbaum sitzen und seinen Wein trinken, wie es in Gormans Rede heißt gelingt eben nur, wenn ich weiß wie vergeben funktioniert und wenn ich mich für ein Miteinander in Respekt einsetze. Beide Künstlerinnen betonen, dass wir alle als Freunde in einer Welt zusammen leben sollen, damit wir wie Jesus leben und ein cooles friedliches Leben haben. Wir haben meistens viel zu viel von manchen Sachen und andere Menschen haben gar nichts. Wenn wir also alle etwas abgeben würden, hätten alle etwas und niemand müsste in Armut leben. Wir sind aber oft viel zu egoistisch, aber dies kann man ändern und in der Zukunft mit anderen teilen wie Jesus es uns gelehrt hat. Amanda Gorman redet vom „Licht“ wir müssen mutig genug sein es zu sehen. Das kennen wir ja vielleicht auch – wenn wir den anderen nicht leuchten lassen wollen, wenn es um unsere eigene Macht geht machen wir gerne andere Menschen schlecht – unser Blick verfinstert sich - Lukas 11,34: Dein Auge ist das Fenster deines Körpers. Ein klares Auge lässt das Licht bis in deine Seele dringen, doch ein schlechtes Auge sperrt das Licht aus und stürzt dich in Dunkelheit.– und so wird die ganze Welt dunkel. In Gedanke 3 gibt es noch pädagogische Tipps, von Menschen, die das gelernt haben. Die Sprecherinnen kommen aus den Klassen KIP19A, KIP19B und KIP20A des BBZ Grevenbroich https://www.bbz-gv.de Foto: © Melting Pot Music Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://youtu.be/_AKXJoxw8Wg Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Apr 19

13 min 26 sec

Heute geht es um den Rock`n´Roll Klassiker Tutti Frutti von Little Richard - der Anfang des Songs "A Wop Bop A Loo Bop A Lop Bam Bam" ist wie eine Explosion von etwas ganz Neuem. Eine neue Sprache, die ich verstehe, obwohl ich sie zum aller ersten mal höre. Das wäre doch toll, wenn es mit der Religion auch so wäre – ich höre etwas und verstehe es sofort. In dieser Podcast Folge geht es um Paul Tillich, der sich in besonderer Weise damit beschäftigt hat, wie wird Religion denn verständlich. Seine Idee war es sich an die Seite der fragenden Menschen zu stellen und gemeinsam die Fragen des Lebens zu formulieren: Was gibt Sinn? Was gibt meinem Leben eine Bedeutung? Wie kann ich vertrauen? Wenn diese Fragen klar sind, werde ich offen für eine Antwort. Ich versuche im Podcast mit dem A Wop Bop A Loo Bop A Lop Bam Bam dem „Mut zum Sein“ von Paul Tillich auf die Spur zu kommen. Mut zum Sein entwickelt sich auf der Grenze von Antwort und Frage, wobei mich die Antwort ganz un-bedingt, also ohne eine Bedingung zu erfüllen erreicht. So wie echte Liebe es tut. Little Richard kann uns, als Konfetti Kanone der bunten Wirklichkeit Gottes, Mut machen so zu sein wie wir sind. Ich darf sein, wer ich bin,  ohne mich zu verstellen, egal wen ich liebe, wie ich mich anziehe, ob ich auf dem Klavier tanze oder ekstatisch schreie – Konventionen sind nichts Ewiges, also kann ich sie lustig in Frage stellen, wenn sie mich einengen. Mut zum Sein entsteht dadurch, dass ich mich traue, mich in meinem So-Sein, als geliebt zu sehen, ich muss da niemand um Erlaubnis fragen. Tillich wollte immer den Mut stark machen, bewährte Sicherheitsangebote des Christentums ruhig mal in Frage zu stellen – offen zu sein für Antworten auf seine eigenen Fragen und dabei den alten Mustern nicht einfach hinterher zu laufen, sondern auch ein Ohr dem "A Wop Bop A Loo Bop A Lop Bam Bam" zu schenken.  Foto: © Top Gums Card Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/little-richard/tutti-frutti-1957 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Apr 12

7 min 52 sec

Im Song dieser Folge geht es um ein Versorgungsschiff–das ist dann fast wie Weihnachten. Es wird gewartet und gehofft, dass der Wellermann kommen wird, und alles Gute mit sich bringt. In der Schule haben wir überlegt, was müsste den, im Homescholing eingesperrten Schüler*innen, gebracht werden, oder denen die jetzt in den Osterferien für Prüfungen lernen, auf die sie vor allem digital vorbereitet wurden – alleine zu Hause und nicht mit Mitschüler*innen und Lehrer*innen, die man auch einfach so mal was fragen kann. Jetzt in den Osterferien merken das alle – wie die Crew auf dem Schiff – der große Walfisch hängt an der Leine, aber ich muss ziehen und kämpfen – und da kann es schon hilfreich zu sein – an das „We take our leave and go“ zu denken – Bald ist das alles, wenigstens mit der Schulzeit vorbei, aber die Pandemie geht noch weiter. Es ist wichtig, dass hier die Schule im Blick behält, in dieser Situation nicht allein auf das Bewerten zu blicken, sondern auch und vielleicht sogar genauer auf das Begleiten zu schauen. Mit dem Podcast will ich dazu ermutigen. Im Song kämpft die Crew mit einem Wal und niemand kann sagen, wann der ganze Mist vorbei ist. Das Versorgungsschiff mit „Tea, Sugar and Rum“ wird erwartet, um durchhalten zu können. Für unsere Schüler*innen haben Kolleg*innen Anfeuerungsrufe aufgenommen, damit sich niemand in den Ferien hängen lässt. Ich finde für Schüler*innen von Abschlussklassen hört sich die Redeweise: Krise als Chance wie billiger Trost, oder Verarschung an – aber vielleicht kann die Abwesenheit von Normalität den Blick für was schärfen was eigentlich wichtig ist – auf einmal sehe ich klarer – welche Verantwortung habe ich eigentlich, für mich selbst, aber auch als Teil der Besatzung, als Maskenträger*in oder als Person am Schiffstau. Interessant ist auch, das Volk Israel ist aus der Sklaverei abgehauen –und musste durch die Wüste - das neue Leben gab es nicht sofort – es wurde – „gemurrt“ „gejammern“ „geklagt“ – Es gab Sehnsucht nach Vergangenheit – die Sklavenhaltern in Ägypten wurden verklärt, oder heute das Deutsche Reich. Es gibt kein zurück: So ist es gut, wenn wir zusammen singen und durchhalten: Soon may the Wellerman come. To bring us sugar and tea and rum One day, when the tonguin' is done We'll take our leave and go Danke an alle vom BBZ Grevenbroich die in dieser Folge mitgemacht haben.  Foto: ©Jo Hanley Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/nathanevans/wellerman-sea-shanty Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Apr 5

10 min 27 sec

Alex wollte bei seiner Arbeit entspannen und hat trashige Musik gehört, aber der Heilige Geist versteht Spaß und auf einmal begegneten ihm tiefe Einsichten in dem Song von Britney Spears. Wenn wir uns öffnen – und nicht voreingenommen sind und Britney eben nicht nur als Mädchen in einem kurzen Röckchen abtun – öffnen sich Möglichkeiten. Denn manchmal fliegen einem irgendwelche Songzeilen zu und wenn wir offen sind entstehen neue Zusammenhänge und durch diese überraschenden Verbindung entsteht etwas komplett Neues. Und Alex kam diese Zeile von Britney Spears in den Kopf “how was I supposed to know” im Podcast wird deutlich was da los war. Die Autoren des Songs wollten mit „Baby One More Time“ andeuten, sich noch einmal zu treffen – und der ganze Song ist ja eine Art Hilferuf – immer wieder kommt Oh Baby, Baby – Zeig mir, wie es sein soll, sag es mir ich will es wissen – es ist irgendwie ein Ruf um Beistand um ein neues Finden der Beziehung – und dann sind auf einmal ganz nah an Psalm 86 – „Gib mir ein Zeichen deiner Güte – Give Me A Sign – ich bin elend und arm – zeige mir den Weg – Tell Me Baby – ich will treu sein und tun was du sagst – Britney wendet sich  im Song in ihrer Sinnkrise an jemand, wie die Beter*innen in Psalm 86 es eigentlich auch tun "Give Me A Sign, Hit Me Baby One More Time" es wird um Gnade gebeten, um ein erlösendes Zeichen, ich will nicht zu den Verdammten gehören, ich wünsche mir wieder in Beziehung zu treten. Alex hatte auch Fragen, aber er war nicht so verzweifelt wie Britney – aber es hat ihn schon so beschäftigt, dass er aktiv wurde – was bedeutet "I Must confess, I still Believe" – im Podcast findet sich die Antwort. Besucht Alex bei Instagram: @alpha_und_oh_mega Foto: © Randee St. Nicholas Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/britney-spears/baby-one-more-time Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Mar 29

7 min 18 sec

Heute geht es nicht nur um Männer Frauen, sondern um das Sehen und Gesehen-werden und deshalb geht es eben doch um Männer und Frauen, da oft die Frauen nicht gesehen werden, gerade wenn da auf gleicher Höhe auch Männer stehen – manchmal ist das gar kein böser Wille, sondern "Mann" hat da nicht dran gedacht, weil es irgendwie schon immer so war – das man in bestimmten Bereichen unter sich ist – Also fordert der Song zu einer Wahrnehmungsübung auf – wirklich zu schauen wer denn da so alles anwesend ist und nicht alles schon vorher zu wissen. Im Podcast geht  es darum, wie wir miteinander umgehen, wo machen wir uns gegenseitig klein? Wo geht es um Macht und nicht um Begegnung? Wo kann eigentlich die Kraft herkommen sich wertschätzend zu begegnen? Reichen da Coaching Kurse und sollten wir auch einen Blick auf die tieferen Schichten unserer Persönlichkeit werfen, wi das ist, was wir uns zu Herzen nehmen, was uns auf den Magen schlägt und an die Nieren geht – wie können wir merken was mit anderen Menschen los ist? Wie entsteht denn eigentlich das Interesse am Mitmenschen? In Gedanke 1 erzählt uns Antje Schomaker selbst etwas zu dem Song, in Gedanke 2 und 3 kommt Stephy eine Schulleiterin zu Wort. Die Texte werden von Luise gelesen. Foto: ©Jonas Gödde Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/antje-schomaker/auf-augenhohe Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Mar 23

12 min 43 sec

Carolin Hillenbrand war Weinkönigin und schreibt derzeit ihre Doktorarbeit und beschäftigt sich dabei mit der Frage, was macht die Coronakrise mit dem was wir Glauben und hoffen. Und da bietet sich dieser Song an – Tanzen – die Zeit seines Lebens haben, genießen – welche Kraftfelder öffnen sich da – denn es ist ja wunderschön, wenn das Leben wieder Freude und Spaß macht - das lockeres Genießen des Augenblicks, den Kopf mal ausschalten nicht immer an den Sinn denken oder in größeren Zusammenhängen sondern einfach im „Jetzt!“sein,  das ist schwer - daher gibt es im Philipperbrief eine doppelte Erinnerung – „Freuet euch in Gott alle Wege und abermals sage ich freuet euch!“ Die Scheiße im Leben kommt von ganz alleine – daher ist es so wichtig, das Gegengift/die Medizin gegen das Schlimme immer wieder zusammen anzurühren – Freude bringt uns zusammen, die vielen kleinen und großen Freuden, die lassen eben eine Vorstellung von Hoffnung wachsen – "Having the time of my life", wir leben jetzt und singen, tanzen und das auf-das-Tamburin-Hauen macht uns das bewusst. Wein und Tanz und Coronakrise  Was glaube ich noch in der Krise – Kraftquellen fallen nicht vom Himmel oder vielleicht doch irgendwie – manchmal erkenne ich die wichtigen lebensstärkenden Dinge erst, wenn sie nicht mehr so zur Verfügung stehen – das spannende finde ich, dass Carolin nicht nur Weinkönigin ist, sondern sich wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, was gibt uns eigentlich Halt. Für Carolin hat das was mit einem Trampolin zu tun – hört mal in Gedanke 3 rein. Carolin bei Instagram: @carolinhillenbrand Foto: ©Universal Music Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/abba/dancing-queen Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Mar 16

11 min 4 sec

Heute geht es um Haare, gerade rechtzeitig zur Öffnung der Friseursalons. Und ich mag Friseurinnen Klassen, mit ihnen fühle ich mich in besonderer Weise verbunden, sie tun Menschen etwas Gutes. Sie können Menschen verwandeln, einen Neustart sichtbar machen und ihnen helfen für einige Zeit die Welt da draußen zu vergessen. Manchmal glaube ich, hilft Menschen ein Besuch beim Friseur mehr als ein seelsorgliches Gespräch, denn hier werden sie berührt, bekommen Zuwendung in körperlicher Form. Und jede Person, die einmal einen schlechten Haarschnitt hatte, kann auch verstehen, was ein guter Haarschnitt bedeutet. Gute Friseur*innen wissen das und wenden sich dem ganzen Menschen zu und nicht nur seinen Haaren. In dieser Folge hören wir Viktors Gedanken zu Haaren und Simone erzählt, was für sie das Zurechtmachen bedeutet. Friseur*innen machen Haare zurecht, aber sie können durch Gespräche und Berührungen auch mehr – in irgendeiner Form können ie auch den Menschen aufrichten, wieder schön machen und strahlen lassen. Deshalb mag ich diese Klassen ganz besonders, hier treffe ich als Seelsorger auf andere Seelsorger*innen – vielleicht ist es manchmal ja einfacher zuerst einmal sein Äußeres zu verändern und dann mit dem Inneren weiter zu machen. Auch kann es helfen anderen Menschen einen Einstellungswechsel durch ein neues Styling anzuzeigen. Friseur*innen begleiten diesen Wechsel mit ihrem handwerklichen Können, ihrem Einfühlungsvermögen und natürlich auch mit Berührungen und ihren pflegenden Handeln. Im besten Fall werden Haare und Gedanken gepflegt – wir verlassen den Salon und spüren ich bin wertvoll, ich habe Aufmerksamkeit erfahren und kann mich zeigen. Ich erfahre Unterstützung, ich verliere mich nicht im Durcheinander der Trends, sondern komme als ich selbst aus dieser Verwirrung heraus – dafür ist ehrliche Beratung und Unterstützung wichtig – es ist doch toll, dass ich sagen kann – Genau SO bin ich richtig auf dieser Welt – Feeling good as hell! Im Podcast unterstützen mich Simone bei Instagram @simoneperdu und Viktor bei Instagram @priestofberlin Foto: ©atlanticrecords Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/lizzo/good-as-hell-2016 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Mar 9

13 min 47 sec

In diesem Podcast geht es um die Frage: was kann ich eigentlich noch glauben, bei wie vielen Dingen geht es eher nur noch um goldene Worte. Es geht darum etwas für sich selbst  rauszuschlagen, auf dem Markt zu bestehen – das kann wütend machen – und wenn jemand gut im wütend sein ist, dann die Sleaford Mods – und im Januar kam etwas neues von den zwei Typen aus Nottingham – und ich habe mich total in den Hypnose Basslinie von Elocution verliebt und dann ist da noch der tolle Text. In dem Song Elocution beschreiben die beiden etwas, was sie nicht sein möchten – nämlich jemand, der hinter freundlichen Wörtern seine egoistischen Ansichten versteckt. – Am Anfang sagen sie in perfekten Englisch, wie wichtig Unabhängigkeit ist – aber es ist eine Anklage an die, die Positionen beziehen, nicht wegen der Positionen, sondern um für sich selbst Auszeichnungen abzuräumen – ja und da kann es dann auch mal Spaß machen ordinär zu werden und zu sagen, dass solche Typen einfach Wichser sind. Die Sleaford Mods beschreiben in ihren Songs miese Zustände, sie regen sich auf, und gebrauchen sehr viele Flüche um ihren Positionen Deutlichkeit zu verleihen – es gibt so Tage da möchte ich mich aufregen und fluchen und dann sind die Sleaford Mods eine passende Musik dazu. Es geht also darum echt zu sein, das zu sagen, was man meint und nicht nur so daher zu reden, um für sich selbst etwas zu erreichen. Die Sleaford Mods teilen eben heftig aus, ohne Rücksicht auf Verluste, sie klagen an und bennen was nicht stimmt, das ist sicher ein großer Teil ihres Erfolges, sie sind keine Schönredner und mir gefällt das richtig gut. Im Song geht es gegen die Leute, die sich mit ihrem Schöngerede nur selbst bewerben wollen und denen die Sache eigentlich egal ist. Eure Rede sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist von Übel. Dem wollen wir im Podcast nachgehen. Einen, den ich für die @sleaford_mods und diese Idee begeistern konnte, ist Guido @guidoglaubt. Er hat bei Instagram eine Umfrage zu diesem Themenfeld gemacht und erzählt in Gedanke 2 davon, was da so rausgekommen ist. Jemand die ich sehr für ihre klare Kante schätze ist Maike @ja.und.amen, sie spricht immer wieder das an, was für sie dran ist, mit einer sympathischen offenen Einstellung: egal was die anderen denken – für mich ist jetzt DAS an der Reihe und es muss jetzt raus. Ich freue mich, dass sie in Gedanke 3 dabei ist. Foto: ©Tobias Gruber Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/sleaford-mods/elocution Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Mar 2

9 min 17 sec

In dieser Folge singen die Bläck Fööss von unserem Stammbaum, dieser Baum ist eine bunte Mischung aus ganz vielen verschiedenen Wanderbewegungen. Wenn die Bläck Fööss singen, dass vor Gott alle gleich sind, bedeutet dies nicht, dass es keine Unterschiede mehr gibt, NEIN, es ist ganz anders, gerade die bunte Vielfalt von Menschen, bildet die bunte Größe Gottes ab. Wenn ich da einen Farbtupfer wegnehme, beschädige ich das bunte Bild Gottes. Als Beispiel für das bunte Miteinander im Stammbaum erzählt Santo wie er in Köln aus dem Zug aussteigt und Jahre später dann ein Restaurant aufmacht. Im Song geht es ja darum, die selbe Sprache zu sprechen – damit muss nicht Kölsch gemeint sein, sondern es kann auch die Sprache sein, mit der man sich verstehen will. Und Santo erzählt davon, wie es ihm und seiner Mutter gelungen ist, verschiedene Menschen an einen Tisch zusammen zu bringen. Su simmer all he hinjekumme – lasst uns gemeinsam die Sprache der Liebe und der Verständigung sprechen. Gerade die Bläck Föös tragen mit ihrer Musik viel dazu bei, dass Menschen sich treffen und zusammen kommen und natürlich auch die Restaurants und Kneipen – also nach Corona, vielleicht ein oder zweimal mehr als normal Essen gehen oder mit den Freund*innen ein Kölsch trinken. Foto: ©Leonie Handrick Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/black-fooss/unsere-stammbaum Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Feb 23

14 min 41 sec

Heute haben wir es mit einer Ohrwurmmelodie zu tun. Sie will Mut machen den Schlafanzug nicht auszuziehen. Unterschwellig ein Aufruf auf sich zu achten und bei Erschöpfung diese Möglichkeit des Schlafanzugtages zu haben. Im Song heißt es: Tage fliehen – dieses Lied wird nie verstummen – einen Trend daraus machen. Ich gebe zu, immer habe ich das nicht geschafft – Sätze wie „die Pflicht ruft“ oder „was denken die anderen“ waren der Grund dafür. Denn oft schämen wir uns wegen solchen Tagen, wir schämen uns so, weil wir eben in einer Leistungsgesellschaft leben und da ein Tag im Schlafanzug schon etwas Peinliches ist. Deshalb haben wir uns einen anderen Namen ausgedacht, der sich nicht so schwach und gescheitert anhört wie Depression – Burnout. Burnout das ist schon fast etwas wie ein Orden – das trifft eben die besonders tüchtigen, die bis zum bitteren Ende gearbeitet haben. Aber genau an dieser Stelle finde ich, ist es wichtig den Song – anders zu verstehen – das Heitere zu erkennen – bevor ich kaputt gehe, bevor alles über mir zusammenbricht, bevor ich nicht mehr kann sage ich – ich zieh den Schlafanzug nicht aus. In der Bibel gibt es Worte wie Depression noch nicht, es werden dann einfach Geschichten erzählt, jemand dem alles zu viel ist, ist Jeremia (Jeremia 20, 7-11). Interessant finde ich: Jeremia ist nicht dumm, er sagt: „Ich will nicht mehr an Gott denken.“ – Ich nehme mir eine Auszeit, ich versuche irgendwie Abstand zu finden – Zeit zum – Durchschnaufen. Ich orientiere mich neu, ich suche mir eine Strategie, um aus dem Mist irgendwie raus zu kommen. – Heute dann Kurzurlaub, mal in die Sauna gehen, ein Friseurbesuch, Sport, Yoga, Spazierengehen – oder auch mal einen Tag im Schlafanzug und allen anderen nur mal zuwinken. In dem kurzen Text bei Jeremia gibt es dann ja nach der Auszeit eine überraschende Wende – Jeremia merkt, diesen Job, kann er nicht zurückgeben – also muss der Chef oder die Chefin irgendwie helfen und unterstützen – „wie ein starker Held“ soll Sie ihn unterstützen.Wieso Jeremia das beruhigt und was es ist, steht da nicht – mir gefällt das – denn es ist eine Herausforderung selbst zu denken. Den Jeremia liest Jonathan Dorando Foto: © Jan Beumelburg Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/sebastian-block/schlafanzug2020 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Feb 16

8 min 57 sec

Heute geht es darum, dass mir immer mehr Menschen derzeit erschöpft scheinen – irgendwie macht der 2.Lockdown nicht so viel Spaß wie der erste – das Abenteuer ist weg- und es macht sich Ohnmacht breit. Denn– die digitale Welt- die digitale Schule, die digitale Arbeit, die digitalen Verabredungen und Kontakte kommen einfach so in unsere Wohnungen, schleichend wie ein Virus breitet sich da etwas aus und nimmt etwas von uns – das Private – das auch mal alleine sein verschwindet – wir fühlen uns niedergeschlagen – oder auch gereizt und wütend – alles ist irgendwie nervig – wo bleibe ich eigentlich – wie erfahre ich, dass ich da bin und was gibt mir da Kraft. Habe ich noch Rückzugsräume – für mich alone? Und so ist der Titel des Songs heute Programm – Alone Together – sich Zeit für sich alleine nehmen und mit wem oder was komme ich zusammen – Alone Together, vielleicht sogar mit Gott – Alone Together gegen das genervt sein, gegen meine Wut, gegen meine Ohnmacht. Im Podcast erzählen verschiedene Menschen von ihren Alone Together Momenten. Nina Maria (bei Instagram @atmen.glauben.leben) erzählt vom Yoga, Gunnar (@pastor.engel) erzählt von Meditation https://youtu.be/yCz5zyNVOvA, Constanze (@weil_ma_glaubn) erzählt von Erinnerungen die Kraft geben und Anna (@annamanonschimmel) trinkt ein Bier mit Gott Foto: © Prestige Records Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/kenny-dorham/alonetogether Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Feb 9

9 min 36 sec

In dieser Folge geht es um einen Song von Curtis Mayfield, der mit positiver Energie auflädt und uns zuruft – Move On Up – Leg los, setz dich in Bewegung. Zum einen ist das ein beliebter Song für Jogging Playlisten, einfach weil dieser Song die Glücksgefühle beim Laufen noch verstärkt. Im Podcast startet Lisa (bei Instagram @himmel.lacht) auch beim Laufen und kommt dann auf Abraham zu sprechen – sie redet von dem hebräischen Wort לֶךְ־לְךָ֛ - Geh, mach dich auf! oder Geh deinen Weg! oder Geh zu dir! – kein einfacher Weg für Abraham, aber לֶךְ־לְךָ֛ ist da ganz nah an dem Move On Up von Curtis Mayfield – gib dich nicht mit dem Zweitbesten oder Ausreden zufrieden Geh deinen Weg – Move On Up! Das Wort לֶךְ־לְךָ֛  kann auf die oben genannte Weise übersetzt werden. Curtis Mayfield meint mit Move On Up etwas ganz ähnliches - Los geht’s, Starte in eine bessere Zukunft - In vielen Songs von Curtis Mayfield fühlt man die Dringlichkeit, den Enthusiasmus und die Hoffnung auf eine baldige Veränderung. Seine Lieder sprechen Mut zu, nicht aufzugeben, sondern weiter für die Gleichheit und Freiheit zu kämpfen. – Move On Up – los geht´s - Was sich ebenfalls an den Songs von Mayfield ablesen lässt, ist eine Tendenz zur Einheit und das starke Gemeinschaftsgefühl, das seine Lieder transportieren. Move On Up – Los geht´s. – Move: beweg Dich – Oder eben Abraham – macht dich auf, geh deinen Weg, geh auch in dich –לֶךְ־לְךָ֛ Foto: © Warner Music Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/curtis-mayfield/move-on-up2016 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Feb 2

7 min 22 sec

Im Song dieser Woche singt Elton John „Sometimes it gets difficult, when everything´s the same”  - manchmal fehlt uns  die Kraft zum Fliegen, weil wir zu viel von dem ewig gleichem mit uns rumschleppen. Mir ist dazu Psalm 103 eigefallen – wieder jung werden wie ein Adler – der Adler ist ja der König der Lüfte, aber es kann es nur bleiben, wenn er nicht der Selbe bleibt, sondern er muss, Schnabel, Krallen und seine Feder immer wieder neu werden/jung werden lassen. Und so ist das bei uns auch, wir können wieder lernen zu fliegen wenn wir Dinge, die uns runterziehen ablegen. Der Adler muss es es also immer wieder schaffen neu das Fliegen zu lernen – wieder jung werden wie ein Adler – wieder jung werden, heißt, nicht stehen bleiben, ganz besonders bei den Federn, die alten, dreckigen, schweren Federn ausreißen, damit wir wieder leicht genug werden um abheben zu können. Es schmerzt die alten Federn rauszuziehen, aber sie sind zu schwer, da hängt zu viel Geschichte dran – und so ist es auch bei uns – wir sollten nicht immer beim Gewesenen stehen bleiben sondern genau schauen und dann eben über den Schmerz des Abschiedes wieder jung und frisch werden – etwas komplizierter konnte das der Theologe Henning Luther beschreiben: „Eine Theologie ohne Tränen der Trauer und ohne Seufzer der Hoffnung, ist eine Theologie, die den Menschen in seinem Schmerz und seiner Sehnsucht verloren hat.“ – Das ist ganz nah an dem was Elton John in dem Song singt – manchmal ist alles sehr schwer, du ziehst, und drückst und drehst und wendest und kommst einfach nicht raus – aber in der Hoffnung und der Sehnsucht liegt eine Kraft durch diese Schmerzen durchzugehen – weil du dann wieder fliegen kannst und Beute machen – jung werden wie ein Adler. Der englische Text wird von Puja gelesen. Foto: ©universal Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/surfaces/learn-to-fly Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jan 26

9 min 43 sec

In dieser Folge erzählt Luisa (@keine_lu_mit_ou) über ihre Beziehung zu Steven King. Steven King beschreibt den alltäglichen Horror, der im ganz normalen Leben stattfindet – King beschreibt gebrochene Menschen, er schildert das Verloren-Sein – aber Steven King fasst den Horror in Worte er bannt ihn sozusagen in ein Buch, ich kann das mit durchleiden und erkennen, worauf es ankommt – dies greift Thees Uhlmann auf – sich nicht alleine fühlen, auf Beziehungen setzen, die mich halten und tragen. Im Podcast beschreibt Luisa  unter anderem die Beziehung von Danny zu dem Koch in Shining, „Wenn es Ärger gbt…rufst du mich“ – es ist gut jemanden zu haben auf den ich mich verlassen kann. Diese Erfahrungen, die Danny gemacht hat haben Menschen auch immer wieder auf Gott bezogen, er ist manchmal noch weiter weg, als der Koch, der in Florida ist, aber er ist doch da und hört zu – in den Psalmen (Psalm 23) heißt es dann:„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“ So ist das auch in Shining: Der Koch ist bei dem Jungen. In Gedanken können sie miteinander kommunizieren. Geduld braucht Danny trotzdem. Von Florida hoch in den Norden, wo das Hotel liegt, ist es weit. Und dazwischen liegt vieles, was den Weg kompliziert macht. Aber trotzdem: Er ist nie wirklich alleine. Jemand hört ihm zu. Und jemand teilt das unbehagliche Gefühl. Diese Situationen zu erleben und zu erkennen was hilft – lässt Thees Uhlmann singen „Danke für die Angst“. Die Texte liest Lisa. Foto: © Ingo Pertramer Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/thees-uhlmann/danke-fur-die-angst Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jan 19

12 min 26 sec

Zuerst geht es im Podcast um Jesse Owens, einem schwarzen Topathleten der 1936 bei den olympischen Spielen im Nazi-Deutschland, mehrmals eindrucksvoll die Lüge der „Herrenrasse“ widerlegte, indem er viermal Gold  gewann – für viele Menschen ein Symbol wie dumm die Ideale der Nazis waren. Insofern ist Jesse Owens immer auch eine Symbolfigur dafür rassistisches Denken aus dem Gedankengut zu verbannen. Im Song rast Megaloh  „Geht nach vorn“ - eine Aufforderung an uns alle, uns rassistische Gedanken nicht mehr gefallen zu lassen und Haltung zu zeigen „wie der Bruder Jesse Owens“. Wie das aussehen kann, dabei hilft uns Quinton Ceasar, er ist in Südafrika geboren und jetzt Pfarrer in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Quinton erzählt von seiner Kindheit in Südafrika, von seinem Studium in Deutschland und von seinem Traum für eine Welt, in der sich alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Geschichten begegnen, wir sind nicht alle gleich, sondern wie unterschiedliche Farben eines Regenbogens, manche Farben vermischen sich, manche nicht, wichtig ist aber, dass alle Farben sich gegenseitig zuhören und kapieren das alle Teil der Geschichte sind – ihrer Geschichte – daher ist zuhören und Begegnung so wichtig. Quinton spricht von der Ubuntu Philosophie - die Idee, alle Menschen sind miteinander verbunden und gehören zusammen. Respekt und sich für die Erlebnisse und Geschichten der Mitmenschen interessieren - so wie bei Jesse Owens und Lutz Long. Im Gedanken 3 werden dann Personen vorgestellt, die uns über Jesse Owens und die BSMG das Weiterdenken erleichtern können, es sind Maya Angelou, Martin Luther King jr. und Chimamanda Ngozi Adichie.  Foto: ©Anthony Kutz Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/bsmg/jesse-owens Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jan 12

11 min 58 sec

Für diese Folge habe ich einen passenden Song zur Jahreslosung gesucht: Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lukas 6,36). Als im September 2020 Patti Smith dann mit prominenten Kollegen wie Michael Stipe und Joan Baez eine neue Video-Version ihres Songs „People Have The Power“ veröffentlichte war die Wahl gefallen. Der Anlass könnte aktueller nicht sein.„People Have The Power“ – die Menschen haben die Macht. Die  Verbindung zur Jahreslosung  ist das „seid wie“ in dem Vers. Nicht nur in den Himmel starren und auf Gott warten, sondern um sich herumschauen. Und dafür ist es gut eine Prophetin wie Patti Smith zu haben, die uns genau daran erinnert.Sie spielt das Lied gerne live - Genauer: Sie singt es nicht, sie schreit und wütet und spuckt und reckt die Faust. "Long Live Revolution" und all das ist kein Gerede eines schlichten Gemüts in einer komplizierten Welt - dies ist Patti Smiths Glaubensbekenntnis. Dass sich doch noch etwas ändern lässt, dass viele Individuen gemeinsam Macht entfalten können. „People Have The Power“ ist einer dieser Songs die einfach Lust auf Revolution machen – Hey! – Revolution ist gar nicht so schwer, macht einfach alle mit – das Ziel ist doch klar. Veränderung ist möglich, Geschichte geht nicht nur an uns vorbei, es geht uns auch an. Patti Smith singt mit der Überzeugung ihres Glaubens – Fühlt die Kraft und das ist nur der Anfang, da geht noch viel mehr – Und es gibt so viele ansteckende Versionen mit dem Who ist Who der Rockprominenz. Wir Menschen haben die Kraft auch den Mist von den Idioten zu reparieren. Video ist leicht bei You Tube zu finden "People Have The Power" 2020 Mir ging es nicht immer gut in den letzten Monaten, was mit geholfen hat war Musik und daher wollte ich sozusagen eine musikalische Überschrift für das Jahr 2021 haben. Wenn es mir mal schlecht geht. Und wir haben gesehen – Kampf gegen Pandemie ist eben kein Kampf, den wir mit Panzern, Bomben und Gewalt gewinnen können – sondern nur als Menschen, die wissen wie Barmherzigkeit funktioniert – Wir haben gesehen - Egoismus ist der Nährboden für neue Ausbrüche des Virus. Wie verhalte ich mich richtig, woher kommt die Kraft für Barmherzigkeit - Musik kann die Unsicherheit verdrängen – und „People Have The Power“ lässt mich liebevoll auf meine Mitmenschen schauen, die vielleicht auch tastend unsicher aber auch voller guten Willen unterwegs sind -ist ja für uns alle die erste Pandemie – „People Have The Power“ - da entsteht die Hoffnung: Der Mensch neben mir kriegt es hin, der kann mich stabilisieren. Klappt natürlich nicht immer.  „People Have The Power“ hilft mir dann aber auch in den Krisen, Geduld – einfach weil die Fantasie da ist wir können etwas erreichen. Das Video zur Hausaufgabe: U2 und Eagles Of Death Metal https://youtu.be/hBlJoI8CZ04 Die englischen Texte werden von Andreas gelesen.  Der Song von Jens Böttcher: //songwhip.com/jensbottcher/ich-traf-jesus-in-meinem-stammcafe Foto: © CC BY 4.0 by Tradelands Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/patti-smith/people-have-the-power Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Jan 5

8 min 12 sec

Loredana singt davon alleine klar zu kommen. Ganz schnell reduzieren wir Künstlerinnen wie Loredana auf ihre Haare, ihre Klamotten, ihre Männergeschichten, ob sie jetzt stimmen oder nicht. Wir finden es anstrengend oder zickig, wenn Frauen selbstbewusst auftreten und den Platz in der ersten Reihe beanspruchen. Manchmal ist es auch so, dass wir „Frauenprobleme“ in Ausschüsse schieben, in denen dann nur Frauen sitzen – und ich bekenne mich auch schuldig: manchmal werden darüber dann auch Witze gemacht. Durch diese Folge habe ich mich mit Feminismus auseinander gesetzt und sicher habe ich als Anfänger noch nicht alles verstanden, aber ich will weiter lernen und mir ist es auch nicht mehr egal welche Chancen Frauen durch die Strukturen unserer Gesellschaft haben.  „Als ich dich gebraucht hab´, warst du nicht mehr da“ – egal ob Mann oder Frau – das ist immer schlecht! Vielleicht ist Feminismus eine Chance, die bisherigen Kommunikationsmuster der Gesellschaft und Organisationsformen von Arbeit zu überdenken – dass nicht die alten Fehler von Unterdrückung und Unterwerfung wiederholt werden, sondern wir in fröhlicher Selbstbestimmung miteinander leben können- Es wäre doch eine tolle Welt, wenn niemand mehr sagen müsste. „als ich dich gebraucht hab´, warst du nicht mehr da“ Die Loredana Texte liest Annika, den Segensspruch Doris Foto: © Armin Morbach @tushmagazine Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/loredana-2/jetzt-rufst-du-an Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Dec 2020

7 min 27 sec

Mit dieser Folge mache ich ein Experiment, da an Heilig Abend sicher viele Menschen nicht in die Kirche gehen können oder wollen – kommt mein Heilig Abend Gottesdienst über den Podcast zu Euch. Für mich hat die Botschaft des Songs "Let It Be" dieses Jahr sehr zu Weihnachten gepasst, auch wenn die Nacht dunkel und wolkenverhangen ist, da ist immer noch ein Licht, das für dich scheint und zwar so lange bis es wieder morgen wird. Und „Let It Be“ ist eigentlich ja auch etwas was in die Corona Zeit passt, manchmal scheint es so, dass Not nicht mehr beten lehrt sondern laut werden lässt, aggressiv, egosistisch – der Song bietet einen anderen Weg an – in der Not, in "Times of Trouble" - hör mal in dich rein, keine wilden Aktionen, sammle deine Kräfte – überlege was für dich wichtig ist – lass dir  durch dieses Zur-Ruhe-Kommen Erkenntnisse schenken. Insofern ist für mich „Let It Be“ in 2020 ein wunderschönes Weihnachtslied. Neben "Let It Be", begleitet mich das Lied „Dies ist die Nacht da mir erschienen“ (eg40) durch diesen Podcast, dieses Lied schenkt mir neben  "Let It Be" Lichtstrahlen für Weihnachten – sie lauten: Freundlichkeit, Gnadenschein, Seligkeit, Liebeslicht,  deine Gunst, Weihnachtskunst, dazu noch das Fürchte dich nicht des Engels und die Gelassenheit von "Let It Be" – ich finde diese Wörter helfen mir still zu werden und über mich in der Corona-Welt nachzudenken:  Welche dieser Lichtstrahlen leuchten für mich welche nicht – mit den Beatles möchte ich nicht gleich beim ersten Gedanken aufspringen und loslegen, sondern über die Feiertage, das "Let It Be" pflegen, lass einfach mal manches sein  – ich bin zwar in „Times of Trouble“ aber es ist nicht das Ende – ich muss nicht sofort bei der ersten Idee losrennen, sondern kann mir den Stern mit seinen Lichtstrahlen in Ruhe anschauen und überlegen in welche Richtung es für mich weitergehen könnte. Ich bedanke mich bei den zahlreichen Leserinnen und Lesern aus der Kirchengemeinde Grevenbroich. Das Segenswort des EKD Ratspräsidenten Heinrich Bedford-Strohm ist eine gekürzte Aufnahme von der EKD Facebookseite vom 16.12.2020 Foto: ©Universal Homepage: https://7tage1song.de Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://songwhip.com/the-beatles/let-it-be Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

Dec 2020

22 min 42 sec