#CITYMAKING_22 - Jost de Jager - Nutzungskonflikte klar benennen

By Thorsten Kausch

Podcast mit Jost de Jager, Geschäftsführer von GeWos, einem Institut für Stadt-, Regional- und Wohnungsforschung und ehemaliger Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein. In dieser Schnittstelle bewegt er Städte und schafft Lebensräume. Seine Faszination liegt in der Arbeit am konkreten Projekt, an der Moderation von Prozessen. Die Verknüpfung von ländlichen mit städtischen Räumen nimmt an Bedeutung zu und führt zu veränderten Bedarfen in Form von flexiblen Arbeitsplätzen, Wohnungsangeboten und Mobilitätslösungen. Durch Corona wurde der Wunsch der Menschen nach mehr Freiraum, größeren Wohnungen und mehr Sicherheit in der Grundversorgung sichtbar, und wird aus der Sicht von Jost de Jager auch zukünftig bleiben. Für ihn lässt sich das am Trend erkennen, wonach Klein- und Mittelstädte vor allem von Menschen aus dem ländlichen Raum intensiver nachgefragt werden, weil sie dort die für sie wichtige Grundversorgung vorfinden. Wichtig wird dabei sein, wie sich das dortige Wohnungsangebot entwickelt, um solchen Zielgruppen auch die Möglichkeiten zu bieten, sich niederzulassen. Ein Lösungsansatz ist dabei die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, um Kommunen wieder mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Vor allem für touristisch stark frequentierte Städte kann ein solcher Schritt den Fachkräften eine Wohnungsperspektive bieten. Jost de Jager sieht die Notwendigkeit, die Nutzungskonflikte in Städten klar zu benennen und sie zu moderieren. Vor allem beim Thema Nachverdichtung in Innenstädten – bei der es aus seiner Sicht keine Alternative geben wird – ist dies zwingend erforderlich. Seine fachkundige Perspektiven zeichnen in der Folge 22 von „#CITYMAKING – So wollen wir in Städten leben“ ein spannendes Bild über das Zusammenspiel von städtischen und ländlichen Räumen.

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