Euroregionen - Zusammenarbeit, Gemeinschaft, Zukunft

By Goethe-Institut Warschau

Czesław Fiedorowicz, Initiator und seit 28 Jahren Vorsitzender der Euroregion Spree-Neiße-Bober, spricht über seine Strategie zum Aufbau gutnachbarlicher Beziehungen. Von 1990 bis 1998 war er Bürgermeister von Gubin an der Lausitzer Neiße, das vor dem Zweiten Weltkrieg zur deutschen Stadt Guben gehörte. Gubin und Guben sind eine von drei deutsch-polnischen Städten, die durch den Fluss geteilt werden. Die beiden anderen sind Zgorzelec und Görlitz sowie Słubice und Frankfurt an der Oder. „In den deutsch-polnischen Beziehungen muss man immer noch auf die Stacheln aufpassen“, sagt Czesław Fiedorowicz, der privat ein begeisterter Gärtner und Besitzer des ältesten Gewächshauses in Zielona Góra ist, in dem mehr als 2.000 Pflanzenarten, vor allem Kakteen und Aloen, wachsen. „Wir vergessen manchmal, dass die deutsch-polnische Grenze immer noch eine Grenze zweier Welten ist: der germanischen und der slawischen. Von der Mentalität her sind wir sehr unterschiedlich, deshalb sind in den deutsch-polnischen Beziehungen, wie in der Pflanzenzucht, Sorgfalt und Pflege gefragt“, fügt er hinzu. Er erinnert sich auch an direkte Begegnungen mit seinen deutschen Altersgenossen und an deutsch-polnische Tanzabende. Im Podcast verrät Czesław Fiedorowicz auch die Verbindungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Johannes Rau und dem ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck zu Gubin. Am Ende des Podcasts singt Czesław Fiedorowicz einen Teil des Lieds „Ein bißchen Frieden“, mit dem Nicole 1982 den Eurovision Song Contest gewann (Musik von Ralph Siegel, Text von Bernd Meinunger). Partner der Folge sind Goethe-Institute und Konrad-Adenauer-Stiftung.

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