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EP025 Glaub’ nicht alles, was Du denkst und fühlst (während Du präsentierst)

By Anna Momber-Heers (Schauspielerin, Performance-Coach) und Peter Claus Lamprecht (Präsentationsberater)

Wir empfehlen: Glaube nicht alles, was Du denkst und fühlst! Vor allem dann, wenn Du auf der Bühne eine – wie auch immer geartete – Irritation wahrnimmst. Oder wenn die übliche Krise auf der Familienfeier Dich dazu verleitet zu glauben, Du hättest sicher erkannt, was gerade los ist… Denn sobald wir in irgendeiner Weise emotionalisiert sind, positiv wie negativ, präferiert unser Gehirn die am schnellsten verfügbare Erklärung. Das ist meist die schon öfter gedachte oder die bequemere Erklärung für das, was wir wahrnehmen. Das Problem: wenn wir schnell über eine Situation oder eine Person urteilen, haben wir sehr wahrscheinlich eine eingefahrene Denk-Routine genutzt. Und diese wird – unabhängig davon ob sie wahr ist oder nicht – weitere Routinen in uns lostreten! Unter Stress stehen uns unsere unbewussten Vorannahmen deutlich schneller zur Verfügung, als unser rationaler und abwägender Verstand. So kann die Stirnfalte im Gesicht eines einzelnen Zuschauers dazu führen, dass Du glaubst, Du hättest Dein Thema noch nicht richtig vermittelt. Das verleitet Dich vielleicht dazu, noch einmal das zu erklären, was alle längst verstanden haben. Doch was ist, wenn der Mensch mit der Stirnfalte direkt begonnen hat zu überlegen, wie er Deine Vorschläge umsetzen kann? Intensives Denken jeder Art verursacht Stirnfalten. Wahrscheinlich erstickst Du durch Deine erneute Erklärung die durch den Vortrag ausgelöste Inspiration wieder. Wie doof! Ganz zu schweigen vom unnötigen Stress, den Du so in Dir auslöst und der vermutlich Deine Performance deutlich schwächen wird… Nochmal doof! Krisen (z.B. auf Familienfeiern) und Präsentationen vor Publikum führen, selbst wenn wir uns daran gewöhnt haben, zur Ausschüttung von Stresshormonen. Diese erschweren es uns, das richtig einzuordnen, was wir gerade wahrnehmen. Glaube also nicht alles, was Du in solchen Situationen denkst oder fühlst. Die gute Nachricht: wir können lernen, damit umzugehen. (Unsere Empfehlung und Tipps dazu findest Du in den Shownotes.)

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