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Faber

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  1. 1.
    Wem du's heute kannst besorgen
    3:010:30
  2. 2.
    Nichts
    3:270:30
  3. 3.
    Es könnte schöner sein
    4:080:30
  4. 4.
    So soll es sein
    3:020:30
  5. 5.
    Alles Gute
    4:000:30
Faber singt „ficken“ und „blasen“, er nennt einen Song „Brüstebeinearschgesicht“ und lässt die Protagonistin „im Stehen pissen“.
Ganz klar: Faber ist keiner für Leute, die bei Faber an Sekt denken und Max Frisch nie gelesen haben. Insofern stimmt es auf jeden Fall: Es ist wirklich schön, dass es ihn gibt, wie er im Song „Wem du’s heute kannst besorgen“ singt.
Auf Sei ein Faber im Wind geht es immer um absolut alles und irgendwie auch um nichts, weil manchmal ja alles so herrlich egal sein kann. Wir hören Posaunen und Gitarren und Geigen und ein Klavier und vor allem hören wir diese Stimme. Faber singt seine Lieder mit einem gewaltigen Furor und maximaler Hingabe. In „Nichts“ singt er über Nostalgie und Besserwisserei als einzig verbliebende Währungen des neidzerfressenden Biedermanns. „Es könnte schöner sein“ beschreibt wiederum die Spießigkeit der Neo-Biedermeier-Millenials: „Du rebellierst, du bist dagegen / Immer wenn’s zur Stimmung passt“.
Faber lässt jenen scharfen Blick mit lakonischer Lässigkeit in seine Texte einfließen, aus dem Wahrhaftigkeit entsteht. Er ist gerade einmal 23, klingt und schreibt aber wie ein 50-Jähriger – und die jungen Alten sind natürlich die besten Alten, die wir haben. Anders gesprochen: Faber ist keiner, der über das Leben singen würde, ohne überhaupt gelebt zu haben. Das macht seine Musik so wertvoll. Also sei ein Einhorn und nicht du selbst. Und wenn du kein Einhorn sein kannst, Sei ein Faber im Wind.

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